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Nachricht vom 11.09.2018    

Schwarz, rot – gold! Deutschland als einer der größten Goldinvestoren weltweit

Diese Krone gehörte vormalig Indien: Das riesige Land, in dem der Besitz und das Verschenken von Gold zur Kultur gehört, war einst der größte Goldinvestor weltweit, abgelöst nur durch China. Doch nun scheint sich das Blatt zu wenden: Im vergangenen Jahr stand ein anderes Land an der Spitze der Goldinvestoren, das bisher dort noch nicht gesehen worden war: Deutschland machte seiner Flagge alle Ehre und investierte knapp sieben Milliarden Euro in das gelbe Edelmetall. Wie Deutschland zu einem der weltweit führenden Investoren in edle Rohstoffe wurde, beschreibt dieser Artikel.

Symbolfoto AK-Kurier

Region. Der Auslöser: die Finanzkrise
Der Aktienmarkt ist eine beliebte Anlageform bei den Deutschen. Doch diese Liebe bekam einen jähen Einschnitt, als die Finanzkrise dazu führte, dass viele Privatleute ihr angespartes Vermögen verloren. Seitdem hat sich der Aktienmarkt zwar bedeutend erholt, dennoch setzen Investoren auch gerne auf Anlagemöglichkeiten wie Gold und andere Edelmetalle, die nicht allzu großen Schwankungen unterliegen. Das erklärt, warum Deutschland erst seit 2008 ernsthaft in das Geschäft mit dem Gold eingestiegen ist und davor im Gegensatz zu anderen Staaten auf diesem Markt kaum Beachtung fand.

Immer präsent: die Gefahr der Inflation

Doch das Misstrauen der Deutschen gegenüber Aktien und anderen währungsabhängigen Investitionsmöglichkeiten geht noch viel weiter zurück. Auch wenn manche es nur aus Erzählungen der Großeltern kennen, die Inflation der Zwanziger Jahre, die damals das Ersparte vieler Deutscher von einem Tag auf den anderen praktisch wertlos machte, sitzt dem Land noch tief in den Knochen. Auch heute weiß man: Der Wert einer Währung ist nicht ewig gegeben und Veränderungen geschehen in der Regel schnell und ohne Vorwarnung. Stabile Anlagen wie Gold verlieren hingegen nicht dramatisch an Wert und können auch später zu Geld gemacht werden, wenn andere Besitztümer oder eben Ersparnisse einen nicht mehr weit bringen. Sogar Studien belegen diese Einstellung: Demnach vertraut bereits knapp die Hälfte der Deutschen – 42 Prozent – Gold mehr als traditionellen Währungen. Sie halten es damit für eine sicherere Anlage.

Goldfans: Privatanleger und Banken

Nicht nur Privatleute versuchen, ihr Vermögen haltbar zu machen, indem sie Goldbestände aufkaufen. Auch deutsche Banken setzen auf das Edelmetall: Unter anderem die Deutsche Bundesbank beschloss in den letzten Jahren, eine Gesamtmenge von 674 Tonnen Gold wieder in die Heimat zu bringen. Seit dem Kalten Krieg war dieser Schatz in New York und Paris verstreut gewesen – nun, da er in Deutschland konzentriert ist, gehört der Bundesbank einer der größten Goldbestände auf globalem Niveau.

Investition auf lange Sicht

Den meisten Deutschen ist der Wert von Gold bewusst, seit sie denken können – beim Geld war das nicht immer so. Auch daher rührt das Urvertrauen in das gelbe Metall. Mehr als die Hälfte der Deutschen vertraut Erhebungen zufolge darauf, dass Gold auf lange Sicht so wenig an Wert verliert, dass es sich ausgezeichnet für Investitionen eignet. Mit Sicherheit sind die Deutschen aber nicht das einzige Volk, welches dies erkannt hat. Wann andere Länder nachziehen und selbst ihre Goldbestände erhöhen, ist nur eine Frage der Zeit. Bis dahin bleibt jedoch Deutschland die Nummer Eins der Goldinvestoren weltweit.



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