Werbung

Nachricht vom 10.12.2018    

Westerwälder Unternehmer beim Wirtschaftstag in Frankfurt

2.500 Mittelständler kamen auf Einladung der Volksbanken und Raiffeisenbanken zum größten Unternehmertreffen Deutschlands in der Frankfurter Jahrhunderthalle zusammen. Über 90 Kunden, Mitglieder und Mitarbeiter der Westerwald Bank waren auch in diesem Jahr auf Einladung der heimischen Genossenschaftsbank mit in die Mainmetropole gefahren. Natürlich ging es dort um Brexit. Aber auch um viele andere Themen.

Über 90 Kunden und Mitglieder der Westerwald Bank waren auch in diesem Jahr auf Einladung der heimischen Genossenschaftsbank mit in die Mainmetropole gefahren. (Foto : Stefan Krutsch Photographie/krutsch.de)

Frankfurt/Westerwald. Natürlich ging es um den Brexit beim Frankfurter Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbank. Aber auch um viele andere Themen: Mit Blick auf die deutsche Politik machte EU-Haushalts-Kommissar Günther Oettinger unter anderem deutlich, wie wichtig die internationale Vernetzung für Deutschland sei: „Wir brauchen eine stärkere europäische Union.“ Deutschland alleine stelle nur ein Prozent der Weltbevölkerung. „Mit einer einprozentigen Beteiligung könnten Sie keinen Aufsichtsratsposten in einem Dax-Unternehmen besetzen.“ Die EU, die sieben Prozent der Menschheit repräsentiere, habe deutlich bessere Chancen, auf der Weltbühne gehört zu werden. Aufgrund steigender europäischer und geopolitischer Risiken müsse sich die deutsche Wirtschaft auf steigende Herausforderungen einstellen.

Blick über den Tellerrand
2.500 Mittelständler kamen auf Einladung der Volksbanken und Raiffeisenbanken zum größten Unternehmertreffen Deutschlands in der Frankfurter Jahrhunderthalle zusammen. Über 90 Kunden und Mitglieder der Westerwald Bank waren auch in diesem Jahr auf Einladung der heimischen Genossenschaftsbank mit in die Mainmetropole gefahren. „Der Wirtschaftstag ermöglicht uns, mit einer ganzen Reihe unserer mittelständischen Kunden im Gespräch zu bleiben und mit ihnen gemeinsam Top-Referenten aus Wirtschaft und Politik zu verfolgen, die auch über den Tellerrand hinausblicken“, so Wilhelm Höser, Vorstandssprecher der Westerwald Bank. Zum Thema „Modernisierung Deutschlands – Made by Mittelstand“ diskutierten beispielsweise Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, der Philosoph Julian Nida-Rümelin sowie Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, der estnische Botschafter Mart Laanemäe und Sternekoch Tim Raue.

Ländlicher Raum braucht schnelles Internet
Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes, unterstrich die anhaltende Herausforderung der digitalen Infrastruktur. Aufgrund der schlechten Versorgung mit mobilem und leitungsgebundenem Internet liege Deutschland im aktuellen globalen Wettbewerbsbericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) in dieser Kategorie nur auf Platz 31 – und das, obwohl das WEF Deutschland insgesamt zum innovationsfähigsten Land der Welt kürte, wie Barkey hervorhob. „Insbesondere zur Stärkung der ländlichen Räume brauchen wir flächendeckend eine wirklich leistungsfähige digitale Infrastruktur“, unterstrich der Verbandschef.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Chef vom Dienst (m/w/d) Redaktion

WesterwaldMedien Kuriere
57539 Etzbach

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Flächendeckende Glasfaser-Versorgung unrealistisch?
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, bremste allerdings die Erwartungen: „Ich denke nicht, dass wir flächendeckende Glasfaser-Versorgung für alle Haushalte in Deutschland erreichen können.“ Ein flächendeckender Ausbau sei zu teuer und entspreche auch nicht dem Bedarf. „Die Hidden Champions auf dem Land benötigen aber natürlich Glasfaser.“ Ziel der Telekom sei es daher, 80 Prozent aller deutschen Unternehmen mit Glasfaser zu versorgen. Allerdings sei es erforderlich, dass auch andere Anbieter – und nicht nur die Telekom – in den Glasfaser-Ausbau investierten. Kritisch äußerte er sich auch zu dem von der Bundesregierung geplanten Rechtsanspruch auf schnelles Internet ab 2025.

Wo liegen die Kundendaten?
Ins Hintertreffen zu geraten, drohe Europa derweil beim Aufbau von Cloud-Infrastrukturen, warnte Höttges. Nur noch fünf Prozent der europäischen Daten lägen auf Cloud-Servern von europäischen Anbietern. Der Markt werde dominiert von den US-Konzernen Microsoft, Google, Amazon und Apple einerseits und chinesischen Unternehmen andererseits. Gegen diese Kritik wehrte sich Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Auch wenn Microsoft ein US-amerikanisches Unternehmen sei, bedeute dies nicht, dass europäische Daten auf Servern in den USA gespeichert würden. „Die Daten liegen typischerweise in der Nähe der Kunden.“ In Europa seien dies insbesondere Rechenzentren in Dublin und Amsterdam sowie künftig auch in Frankfurt und Berlin. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Fachkräftemangel trotz freier Stellen: Die Herausforderung der Berufsberatung

Mehr junge Menschen suchen eine Ausbildung, gleichzeitig melden die Betriebe weniger Lehrstellen: Diese ...

Frisches Hackfleisch: Was Supermärkte wirklich anbieten

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass das Hackfleisch an der Bedientheke im Supermarkt frisch zubereitet ...

Gezielte Vorbereitung für IT-Abschlussprüfungen

Die IHK-Akademie Koblenz bietet spezielle Kurse zur Prüfungsvorbereitung in den neuen IT-Berufen an. ...

Unternehmerinnenausschuss der IHK Koblenz verabschiedet Positionspapier

Am 29. Oktober 2026 hat der Unternehmerinnenausschuss der IHK Koblenz ein neues Positionspapier verabschiedet. ...

Individuelle Chancen für Menschen mit Beeinträchtigung

Die Westerwald-Werkstätten ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigung, in verschiedenen Berufsfeldern ...

Metzgerei Hüsch eröffnet "Genussbox" in Hachenburg

Fleisch- und Wurstwaren einkaufen, wenn andere Geschäfte geschlossen haben: Das ermöglicht die neue „Genussbox ...

Weitere Artikel


Weihnachtliche Feier der Senioren im Orfgener Schützenhaus

Eine stattliche Anzahl von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern war ins adventlich geschmückte Schützenhaus ...

Erste Scheuerfelder Familien-Advents-Feier

Seit Monaten treffen sich eine Vielzahl der Ortsvereine und Gruppierungen, Verantwortliche der Förder- ...

Projekt „Heritage“ erinnert an verstorbene Musik-Helden

Unter dem Projektnamen „Heritage“ versammelten sich 2017 namhafte regionale Musiker, um das musikalische ...

Wissener Berufsschule kooperiert mit Aldi

Die Berufsbildende Schule (BBS) Wissen und die ALDI GmbH & Co. KG Montabaur haben kürzlich eine Kooperationsvereinbarung ...

Abiaktion profitiert vom Pimpfemarkt

Auch dieses Jahr hatte die Abi-Aktion des Privaten Gymnasiums Marienstatt wieder die Möglichkeit, wie ...

Raus in die Natur

Eingebettet in die grünen Weiten des Westerwaldes und begrenzt durch den romantischen Rhein im Westen ...

Werbung