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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 16.12.2018 - 19:50 Uhr    

Betrugsfalle Internet: So schützen Sie sich vor unberechtigten Rechnungen!

Internet-Abzocke ist weit verbreitet. Verbraucher, die online nach Weihnachtsgeschenken, einem neuen Smartphone oder einfach nach Kochrezepten suchen, werden immer häufiger Opfer von dreisten Internet-Betrügern.

Foto und Quelle: methodshop | pixabay.com

Widerruf schriftlich formulieren

Versteckt auf der Webseite befindet sich ein unauffälliger Hinweis, dass bereits mit der Online-Registrierung ein Abo abgeschlossen wird. Einige Tage später flattert bereits die erste Rechnung ins Haus oder ins E-Mail-Postfach, mit der Aufforderung zur umgehenden Bezahlung. Viele Verbraucher reagieren unsicher und bezahlen, obwohl sie sich nicht erinnern, ein Abo abgeschlossen zu haben. Rechtsexperten warnen jedoch vor dieser Handhabung, denn erst durch die Bezahlung einer unberechtigten Rechnung wird der Abschluss eines Vertrags bestätigt! Falls es sich um ein Abo handelt, bedeutet dies in der Regel eine längere Vertragsbindung. Dabei kann es durchaus einige Jahre dauern, bis das Abo wieder gekündigt werden kann. Eine sofortige Kündigung bedeutet im rechtlichen Kontext ebenfalls, dass zuvor ein Vertrag abgeschlossen wurde. Verbraucher, die auf eine Abofalle im Internet hereingefallen sind, sollten deshalb Ruhe bewahren und sich durch Mahnungen mit dem Hinweis auf Inkassobriefe nicht einschüchtern lassen.

Die richtige Vorgehensweise besteht darin, in schriftlicher Form jeder Forderung zu widersprechen und per Einwurf-Einschreiben zu erklären, dass kein Vertrag abgeschlossen wurde. Sobald eine Rechnung zu einem Online-Abo im Briefkasten liegt, sollte sofort schriftlich widersprochen werden. Wichtig ist, den Brief unbedingt per Einschreiben mit Rückschein zu senden. Der Anbieter hat nun die Pflicht, nachzuweisen, dass tatsächlich ein Vertrag abgeschlossen wurde. In den meisten Fällen haben diese Unternehmen dazu keinerlei Möglichkeiten. Betrug im Internet sollte immer gemeldet werden, um weitere Verbraucher vor Schäden zu bewahren. Bei www.onlinebetrug.net, einem unabhängigen Informationsportal können Betrugsfälle im Internet gemeldet werden. Alle Meldungen werden von einem professionellen Team überprüft und dann entschieden, ob ein entsprechender Artikel dazu veröffentlicht wird. Der Gesetzgeber räumt Verbrauchern ein 14-tägiges Widerrufsrecht für alle Fernabsatzgeschäfte, dazu zählen im Internet und am Telefon abgeschlossene Verträge, ein. Außerdem ist jede Firma dazu verpflichtet, ihre Kunden in schriftlicher Form über dieses Widerrufsrecht zu informieren.

Bei Mahnbescheiden einen Rechtsanwalt einschalten

Wenn in der Auftragsbestätigung oder in den AGBs nicht explizit auf die Widerrufsfrist hingewiesen wird, kann ein versehentlich abgeschlossener Vertrag auch nach der zweiwöchigen Frist noch widerrufen werden. Falls trotz schriftlichem Widerruf weitere Mahnschreiben von Inkasso-Firmen oder gar ein gerichtlicher Mahnbescheid eintreffen, sollte ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden. Für Minderjährige können die Eltern als Erziehungsberechtigte Widerruf und Widerspruch übernehmen. Um Abo-Fallen im Internet zu vermeiden, sollten keine persönlichen Daten preisgegeben und die AGBs der betreffenden Webseite gelesen werden, bevor online Informationen abgerufen werden. Bei seriösen Online-Diensten müssen weder Telefonnummern noch Adressen angegeben werden, um Zugriff auf die Webseite zu erhalten.

Vorsicht ist geboten, wenn vermeintlich kostenlose Testabos angeboten werden. Die wenigsten Unternehmen haben etwas zu verschenken und meist schließt sich nach der Testphase ein teures Abo an, das dann nicht mehr so schnell gekündigt werden kann. Vor der Nutzung vermeintlich kostenloser Dienste sollten auf der Webseite des Anbieters in jedem Fall die Vertragsbedingungen genau studiert werden. Rückschlüsse auf die Seriosität einer Firma bietet das Impressum. Befindet sich der Sitz des Unternehmens im Ausland oder wird nur ein Postfach als Kontakt-Adresse angegeben, sollte auf den Abschluss eines Kaufvertrags verzichtet werden.



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