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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 13.05.2019    

Das Ende der klassischen Bankfilialen durch die Digitalisierung?

Die Entwicklung ist allerorten dieselbe. Läden in Innenstädten schließen und werden durch gastronomische Betriebe ersetzt. Dominierten noch vor zwei Jahrzehnten Einzelhandelsgeschäfte, Buchhandlungen und Banken die Innenstädte, sind es heute Cafés, Restaurants, Eisdielen und Systemgastronomien. Vor den Toren der Stadt entstehen Gewerbeparks mit Supermärkten, Getränkeläden und Bekleidungsgeschäften. So wie einst Supermarkt-Ketten die Tante-Emma-Läden verdrängten, so ist es heute das Online-Geschäft, das dem stationären Handel und den Bankfilialen zu schaffen machen.

Foto und Quelle: stevepb | pixabay.com

So schließen immer mehr Filialen von Volks- und Raiffeisenbanken, weil ihre Kunden nur noch die Bankautomaten aufsuchen. Den Service, den die Filiale vorhält, nutzen immer weniger Kunden. Alles lässt sich einfacher und jederzeit daheim oder unterwegs am PC oder Smartphone erledigen.

Bankfilialen versus Online-Banking

Der Trend ist ungebrochen. Auch die Banken zollen dem digitalen Wandel Tribut. Einerseits wünschen sich viele Kunden eine Bankfiliale in ihrem Ort. Andererseits nutzen sie diese praktisch nur zum Geld abheben. Wurden früher noch Termine mit Bankberatern vereinbart, um sich zu Krediten beraten zu lassen, geht das heute alles einfach und schnell online. Vor allem eben zu Zeiten, zu denen Berufstätige können – außerhalb der Öffnungszeiten einer Bank. Wer sich heute privat für einen Kredit interessiert, kann beispielsweise hier Privatkredite online vergleichen. Ob zur freien Verwendung oder für ein Auto, das Ganze funktioniert mit wenigen Mausklicks. Betrag und gewünschte Laufzeit eingeben, Ergebnisse auswerfen lassen und Angebote vergleichen.

Wer dringend Geld braucht, findet sogar Eil- und Expresskredite auf smava. Das Geld wird dann binnen 24 oder 48 Stunden ausbezahlt. Das ist bei keiner Bankfiliale möglich. Da verhindern schon die hierarchischen Strukturen eine schnelle Abwicklung. Aber auch alle anderen Bankgeschäfte, wie Überweisungen und Wertpapiergeschäfte lassen sich bequem online erledigen. Nachdem immer mehr Bankkunden diesen Nutzen erkannt haben, lohnen sich die kostenintensiven Bankfilialen in kleinen Orten nicht mehr. Auch in Großstädten wird das Bankennetz zunehmend gestrafft. Die Bankenlandschaft befindet sich in einem enormen Umbruch und Strukturwandel.

Die digitale Welt und die Banken

Eine Umkehr des aktuellen Trends ist nicht erkennbar. Die Digitalisierung hat auch den Bankenmarkt voll erfasst. Gab es früher in erster Linie die Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken in jedem Ort, so haben wir heute online eine unwahrscheinliche Auswahl an Anbietern. Nicht nur die Direktbanken bieten Online Banking an, sondern auch alle klassischen Banken. Da aufgrund des demografischen Wandels auch immer mehr klassische Filialkunden wegfallen, müssen sich die Banken künftig auf diesen Wandel einstellen. Allein in den letzten 15 Jahren haben die deutschen Banken rund 27 Prozent ihrer Filialstandorte abgebaut.

Alle Regionen sind davon mehr oder weniger stark betroffen. Relativ dicht ist das Filialnetz noch in Städten. Am meisten von der Ausdünnung betroffen sind ländliche Regionen. Dabei schließen die Banken nicht nur eigene Filialen, sondern schließen sich regional zu stärkeren Verbünden zusammen. Aber nicht nur der Wandel im Kundenverhalten zwingt die Banken, sich neu zu ordnen. Auch die Entwicklung der Geschäftsprozesse (Data Analytics, Blockchains, selbstlernende Algorithmen) und neue Wettbewerber verschärfen den Druck. Das Bankengeschäft ist nicht mehr auf Deutschland beschränkt. Durch das Internet wird alles globaler und der Bankkunde hat Zugang zu ausländischen Banken. Diesem grundsätzlichen Wandel werden die Banken mit neuen Strategien begegnen müssen, um zu überleben.



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