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Nachricht vom 25.08.2019    

Der Wald ist krank: 84 Prozent der Bäume sind geschädigt

Ortsbürgermeister-Dienstbesprechung der Verbandsgemeinde Flammersfeld in der Dorfhütte in Seifen: Der Wald war Thema. Und dabei gab es wenig gute Nachrichten. „Der Zustand unseres Waldes ist dramatisch schlecht“, erklärte Revierförster Hans-Jürgen Rübesam. Bei einer Erhebung im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, dass 84 Prozent der Bäume in den rheinland-pfälzischen Wäldern geschädigt sind.

„Der Zustand unseres Waldes ist dramatisch schlecht“, erklärte Revierförster Hans-Jürgen Rübesam (stehend). (Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Flammersfeld)

Seifen/Flammersfeld. Mit erschreckenden und besorgniserregenden Daten, Fakten und Entwicklungen hinsichtlich des Gesundheitszustandes des heimischen Waldes wartete Revierförster Hans-Jürgen Rübesam in der jüngsten Ortsbürgermeister-Dienstbesprechung der Verbandsgemeinde Flammersfeld in der Dorfhütte in Seifen auf. Dabei wurden auch die Sorgen der waldbesitzenden Gemeinden deutlich. „Der Zustand unseres Waldes ist dramatisch schlecht“, erklärt der Revierförster in seinem eindrucksvollen Kurzvortrag und fügt hinzu: „Auch wir im Westerwald haben ein großes Niederschlagsdefizit. Der Wassermangel schwächt die Bäume und macht sie anfälliger für Insekten und Schädlinge wie den Borkenkäfer. Sehr große Waldverluste sind die Folge und damit einhergehend ein Preisverfall für unser Holz.“

Millionenschäden durch Borkenkäfer
Bei der Erhebung im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, dass 84 Prozent der Bäume in den rheinland-pfälzischen Wäldern geschädigt sind. Die Prognosen der Forstleute lassen für dieses Jahr keine Besserung erwarten. Vor allem in trockenen und heißen Sommern vermehren sich Borkenkäfer rasant. Sie bohren sich durch die Rinde von Fichten und legen dahinter Gänge an. Damit unterbrechen sie die Versorgung des Baumes zwischen Wurzel und Krone. In Rheinland-Pfalz wurde der durch „Käferholz“ entstandene Schaden für 2018 auf rund 20 Millionen Euro geschätzt.




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Kronenzustand merklich verschlechtert
Die jährliche Waldzustandserhebung stützt sich auf den Kronenzustand als Indikator für die Vitalität der Waldbäume. Veränderungen des Kronenzustands sind eine Reaktion auf Belastungen durch natürliche und durch menschenverursachte Stresseinflüsse. Im Jahr 2018 hat sich der Kronenzustand über alle Baumarten merklich verschlechtert. Fast alle Baumarten zeigen einen Anstieg der Kronenverlichtung, starke Fruchtbildung und eine Reaktion auf Trockenheit und Hitze. Im Anschluss an seinen Vortrag stand der Revierförster den Ortsbürgermeistern noch Rede und Antwort. Verbandsgemeinde-Beigeordneter Rolf Schmidt-Markoski dankte Revierförster Hans-Jürgen Rübesam für seinen Vortrag und für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Ortsgemeinden. (PM)


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