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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 20.09.2019    

Wie Kickstarter die Gründerszene auf den Kopf stellt

Nicht genug für das erste eigene Album? Das Heimatdorf braucht dringend eine neue Statue? Die genialste Brettspielidee des Jahres muss endlich realisiert werden? Für all dies gibt es Banken. Oder aber Crowdfunding Seiten. Banken in etwa haben oft kein wirkliches Interesse daran, solche Dinge zu finanzieren, oder sind aufgrund fehlender Sicherheiten gar nicht dazu in der Lage. Seiten wie Kickstarter aber haben mehr als nur eine Lücke gefunden und gefüllt; sie haben auch einen gänzlich neuen Markt geschaffen, vorbei an der Dominanz der Banken.

Foto und Quelle: StartupStockPhotos – pixabay.com

Der Trend geht zur Massenfinanzierung

Anbieter wie Kickstarter liegen dabei absolut im Trend. War es früher in der Gründerszene noch so, dass man erst einmal ein bestimmtes Eigenkapital einsetzen muss, um von der Bank selbst für geringer Kredite im Rahmen von 5.000 Euro und mehr angehört zu werden, kann man diese Hürden mit Crowdfunding fast gänzlich umgehen. Natürlich werden auch hier gewisse Sicherheiten eingebaut – zumal die Anbieter selber für die Bereitstellung der Dienste entlohnt werden wollen – aber die sind vergleichbar marginal.

Des Weiteren geht der Trend weg von globalen Kickstartern hin zu regionalen Anbietern, wie etwa Startnext oder http://www.mrgreen.com/de/ (Manche Angebote sind hier nur mit einem Wohnsitz außerhalb Deutschlands zu nutzen). Denn diese Märkte sind eher darauf abgestimmt, was man hier vor Ort erreichen will und kann. Auch das Marketing ist hier dahingehend optimiert, lokale Projekte zu fördern. Wie aber kann man sich in der modernen Gründerszene Crowdfunding vorstellen?

Auf ein überzeugendes Video kommt es an

Wer auf diesen Seiten überhaupt über die ersten Seiten bei der Anmeldung des eigenen Projekts hinauskommen will, der muss sich durchaus auf einiges gefasst machen. Denn auch die Anbieter wollen ja, dass möglichst viele dort ihr Geld lassen, daher wird nicht alles und nicht jeder akzeptiert. Dies ruft auch immer mehr Alternativen zu den etablierten Seiten auf den Schirm, wo es mitunter entspannter zugeht. Aber wie das Sprichwort so geht: Viele Köche verderben den Brei. Gemeint ist, dass zu viele Crowdfunding Anbieter dafür sorgen, dass zu wenige Projekte auf Dauer genug Ressourcen bekommen.

Zurück aber zur Gründerszene. Oft reicht es schon, ein würziges Video rund um die – hoffentlich vielversprechende – Idee zu gestalten und bei den „Geschenken“ der Sponsoren zu zeigen, dass man es durchaus ernst meint. Wer hier knausert, der sieht am Ende recht wenig von dem, was er sich ursprünglich erhofft. Besonders bei den Kleinstbeträgen sehen Menschen nämlich die Chance, Teil von etwas Großem zu werden. Hier gilt: auch Kleinvieh macht Mist. Gemeint ist, dass die besten Crowdfunding Projekte viel häufiger durch die 5 Euro und 10 Euro Beträge gesichert werden als über jene im 500 Euro Bereich. Denn bei 5 Euro hat man nichts zu verlieren, kann sich aber als Teil einer dynamischen Gemeinschaft sehen. Und das zieht auf Dauer wirklich.

Besonders im StartUp gern gesehen

Alteingesessene Unternehmen vertrauen natürlich eher seltener auf diese Methode der Massenfinanzierung. Diesen Raum überlassen sie bevorzugt der StartUp Szene, die sich dadurch mehr Spielraum auf den jeweils oft sehr umkämpften Märkten verspricht. Denn wie eingehend erwähnt, sind die Hürden hier geringer, die Margen oft höher und der direkte Kontakt zum Endnutzer auch viel persönlicher als für die Bittsteller in der Bank.



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