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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 06.12.2019    

Nutzung staatlicher Lotterieanbieter

Wie hoch sind die Glücksspieleinnahmen und wohin fließen sie? Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie nehmen rund 7,3 Millionen deutsche Bundesbürger regelmäßig und über 21 Millionen gelegentlich an den verschiedenen Lotterien teil. Doch wie viel wird bei so hohen Spielerzahlen überhaupt eingenommen und was passiert mit dem Geld?

Foto und Quelle: angelolucas | pixabay.com

Gewinnauszahlung der Spielteilnehmer
Etwa die Hälfte der Einnahmesummer fällte der Gewinnausschüttung und damit den Spielteilnehmern zu. Lotto- und Lotterieeinnahmen mit einer in Deutschland ausgestellten staatlichen Lizenz haben das Recht, Lotto bzw. Lose zu verkaufen. Alle erworbenen Spielscheine werden daraufhin beim Deutschen Lotto- und Toto Bund (DLTB) eingereicht. Verkaufte Lose der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) und Nordwestdeutschen Klassenlotterie (NKL) werden der Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder (GKL) gemeldet. Somit fließen vorerst alle Einnahmen der Lose in den jeweiligen gemeinsamen Jackpot, welcher wiederum dann zur Auszahlung der Spieler verwendet wird.

Doch Vorsicht: Dies ist jedoch nicht bei allen Anbietern der Fall. Spielscheine und Lose, die bei Zweitlotterien gekauft wurden, werden nämlich nicht in Deutschland abgegeben, folglich wird lediglich eine Wette auf die Gewinnzahlen abgeschlossen. Da sich deren Sitz im Ausland befindet unterliegen sie weder dem deutschen Recht, noch zahlen diese in Deutschland Steuern oder unterstützen durch ihre Arbeit das Gemeinwohl. Für den Laien sind Zweitlotterien auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen. Ein kurzer Blick in das Impressum klärt jedoch den Laien schnell auf. Problem ist hierbei, dass man als Spieler bei einer Zweitlotterie keine rechtliche Versicherung auf die Gewinnauszahlung hat. Deshalb ist es sicherer und von Vorteil, wenn das Los bei einer Lotto- oder Lotterieeinnahme mit staatlicher Lizenz in Deutschland erworben wird.

Da lizenzierte deutsche Lotterieeinnahmen auch dem deutschen Recht unterliegen, werden einem somit die Sicherheit der Gewinnausschüttung und ein Rechtsanspruch auf den Gewinn gewährt. Des Weiteren werden die jeweiligen Lotto- bzw. Lotterieanbieter auf eine ordnungsgemäße Durchführung und den vorhandenen Spielerschutz und eine Altersverifizierung kontrolliert.

Wohin fließt der Rest der staatlichen Lotterieeinnahmen?
Für Produkte des Deutschen Lottoblocks gilt: die Spielscheine werden in den jeweiligen Lotteriegesellschaften des Bundeslandes abgegeben, in dem der Spieler wohnt. Für Klassenlotterien gilt das Lotterierecht nach dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“. Die Aufteilung der staatlichen Gewinne an die Bundesländer wird somit gesetzlich geregelt. Demnach können die prozentualen Abgaben der Einnahmen variieren, werden jedoch ungefähr wie folgt verteilt:

Wie schon erwähnt, fließen 50% der Einnahmen in die Gewinnauszahlung der Gewinner.
Der nächstkleinere Anteil nach der Gewinnauszahlung beträgt ca. 23 % und besitzt einen ganz besonderen Stellenwert. Genutzt wird dieser Betrag für die Förderung von kulturellen, sportlichen und sozialen Organisationen, sowie den Umwelt- und Denkmalschutz. Wie genau dieser Anteil letztlich unter den zu fördernden Programmen aufgeteilt wird, entscheiden die jeweiligen Richtlinien der Länder. Dies hat zur Folge, dass das Geld für die Instandhaltung und Förderung von Umweltprojekten, Sportclubs, kleinen Vereinen, Behinderteneinrichtungen oder Jugendzentren genutzt wird.

Aufgrund der Lotteriesteuer gehen ungefähr 16 % der Einnahmen an den Staatshaushalt und somit in die Obhut der jeweiligen Finanzministerien der Bundesländer. Letztlich unterteilt sich der Rest in die Provisionen der Annahmestellen und Vertriebspartner (ca. 8 %), zuzüglich der Finanzierung von Verwaltung und Deckung laufender Betriebskosten (ca. 3 %).

Höhe der Einnahmen
Zwar sind die prozentualen Anteile der Verteilung durch Lotterien bekannt, jedoch besteht immer noch die Frage, wie hoch die Beträge wirklich sind.
Allein durch Lotto 6aus49 konnte die DLTB im ersten Halbjahr dieses Jahrs über 1,77 Milliarden € Spieleinsatz erreichen. Folglich gingen innerhalb eines Halbjahres ganze 885 Millionen €, in Form von Gewinnausschüttungen an die Lottospieler. Die Einnahmen durch Spieleinsätze des EuroJackpots belaufen sich dagegen aktuell auf über 603 Millionen €.

Wie viele Lotteriegewinner konnte Deutschland 2019 verzeichnen?
Dank der Spielangebote der DTLB konnte Deutschland bis Juni 2019 bereits 60 neue Millionäre küren. Den wohl höchsten Einzelgewinn erzielte dabei ein Spielteilnehmer des EuroJackpots und gewann 63,2 Millionen €. Ebenfalls knackte eine zehnköpfige Tippgemeinschaft am 22. November den EuroJackpot und gewann neben zwei weiteren Spielern 30 Millionen €. Am 29. Juni 2019 sicherte sich ein Spieler mit sechs richtigen Zahlen den Lotto-Jackpot in Höhe von 31,4 Millionen €. Auch die Zusatzlotterie Spiel 77 konnte am 6. März einen Teilnehmer mit einem Höchstgewinn von 7,5 Millionen € beglücken. Mehrere Spieler der GlücksSpirale wurden zwar nicht sofort, jedoch langfristig zu Millionären, da sie sich über eine 20-Jahres-Sofort-Rente im Wert von je 2,1 Millionen € freuen können.

Wie zu sehen ist, bleibt der Traum vom Millionengewinn doch nicht ganz unmöglich. Auch wenn sich viele eher über kleinere Gewinne freuen, werden letztlich die Einsätze der verschiedenen Lotteriespiele für gute Zwecke genutzt, die schon vielen Menschen, Organisationen und Vereinen gute Dienste leisteten. (PRM)



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