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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 02.01.2020    

In einigen deutschen Bundesländern ist die Netzabdeckung immer noch mangelhaft

In Deutschland freut man sich über den neu beschlossenen Mobilfunkstandard 5G. Mobilfunkunternehmen wie die Deutsche Telekom und Vodafone haben bereits ihre ersten 5G-Tarifmodelle für den deutschen Markt vorgestellt. Laut der Telekom soll die 5G-Download-Geschwindigkeit bei 10 Gbit/s und die Upload-Geschwindigkeit bei 2 Gbit/s liegen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein 5G-fähiges Smartphone. Dazu gehören zum Beispiel das Samsung Galaxy S10 5G und das HUAWEI Mate20 X 5G. Mehr dazu in diesem Gastartikel.

Foto und Quelle: geralt | pixabay.com

Der Aufbau der 5G-Stationen läuft schrittweise voran. In einigen großen Städten können User bereits mit der neuen Top-Geschwindigkeit durch das Internet surfen. Was anfangs äußerst zukunftsorientiert klingt, ist jedoch nicht so unproblematisch, wie es scheint, denn in vielen Gebieten der Bundesrepublik ist selbst das 4G/LTE-Netz noch immer nicht flächendeckend.

Im bundesweiten Vergleich liegt Rheinland-Pfalz mit einer 4G-Abdeckung von 66,7 Prozent in ländlichen Regionen ganz weit hinten. Betrachtet man den Anteil der Ortschaften, die schlechten oder sogar gar keinen Mobilempfang haben, sind es in Rheinland-Pfalz 1,35 Prozent (Stand: Oktober 2018), was im Vergleich zu Baden-Württemberg mit 5,72 Prozent und Sachsen mit 3,58 Prozent noch deutlich besser ist, doch handelt es sich dabei nur um bewohnte Ortschaften. In unbewohnten Teilen ist die Abdeckung deutlich schlechter, was zum Beispiel Pendler im Zug schnell merken.

Wer versucht sich auf dem Weg zur Arbeit mit Musik von Spotify abzulenken, Unterhaltung mit den besten Spielautomaten online bei William Hill Casino sucht oder aber abenteuerliche Reisen unternimmt und sich auf Google Maps verlässt, der sollte sich nicht wundern, wenn er auf unbewohnten Strecken in Rheinland-Pfalz plötzlich kein mobiles Netz mehr hat.
Beim Thema Casino (sofern um echtes Geld gespielt wird), sollte man sich erstmal Schlau machen, wie es sich mit der rechtlichen Lage in Deutschland verhält. Ein Mindestalter von 18 Jahre ist Pflicht. Personen die zur Spielsucht neigen, sollten solche Angebote generell meiden. Mehr zum Thema Spielsucht unter www.bzga.de

Laut der Bundesnetzagentur hat Deutschland auf diesem Gebiet also noch einen sehr großen Nachholbedarf. Zwar liegt die 4G-Netzabdeckung der Telekom bei 98 Prozent der Einwohner und bei Vodafone bei 93 Prozent, doch für eine große Wirtschaftsmacht wie Deutschland sind solche Zahlen eigentlich inakzeptabel.

Viele Deutsche nutzen alte Technologien
Während man in der Politik und in der Welt der technologischen Möglichkeiten über 4G und 5G diskutiert, sieht die Realität in Deutschland etwas anders aus. Laut dem Bericht der Bundesnetzagentur verwendeten Ende 2018 nur 47 Prozent der aktiv genutzten SIM-Karten LTE. Alle anderen Nutzer verwendeten noch immer ältere Technologien wie 3G. Jedoch bauen Mobilfunkanbieter in Deutschland ihre 3G-Netze bereits seit einigen Jahren ab, um stattdessen 4G- und 5G-Netze weiter auszubauen.

Das liegt unter anderem daran, dass die Bundesnetzagentur den Anbietern die Vorgabe gemacht hat, bis Ende 2019 mindestens 98 Prozent aller Haushalte im Land eine Internetgeschwindigkeit von 50 MBit/s zur Verfügung zu stellen. Alte 3G-Technologie wie UMTS kann diesen Ansprüchen nicht gerecht werden. Noch ältere Varianten wie 2G bleiben jedoch bestehen, damit man weiterhin SMS versenden und Sprachanrufe tätigen kann.

Warum so viele Menschen in Deutschland noch immer 3G verwenden, liegt mitunter daran, dass Drittanbieter oftmals kostengünstige Mobilfunkverträge anbieten, mit denen man kein Zugriff auf das 4G-Netz hat. Betroffen vom Abbau der 3G-Stationen sind vor allem die ländlichen Regionen. In einem von der Computerzeitschrift „Computer Bild" durchgeführten Netztest im Jahre 2018 wurde deutlich, dass das UMTS-Netz der Telekom auf dem Land nur noch 42 Prozent abdeckt.

Für 3G-Nutzer sieht es in Zukunft also schlecht aus. Vodafone hat bereits angekündigt, seine 3G-Netz im Zeitraum zwischen 2020 und 2021 abzuschalten. Auch die Telekom versichert ihr 3G-Netz vertraglich nur noch bis Ende 2020. Eine Umstellung ist in naher Zukunft deshalb unumgänglich.

Die Internet-Speed-Vorreiter aus Asien
Dass es durchaus möglich ist, ein schnelles und vor allem flächendeckendes Netz aufzubauen, zeigen Länder wie Japan und Südkorea. Südkorea hat 2019 bereits sein 5G-Netz für Privatnutzer in Betrieb genommen. Koreanische 5G-Anbieter wie SK Telecom, Korea Telecom (KT) und LG Uplus bieten ihren Kunden mittlerweile eine 5G-Verbindung, die 20-mal so schnell ist wie der Vorgänger 4G.

Laut den Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts KT EMRI könnte diese schnelle Datengeschwindigkeit bis 2025 1,5 Prozent und bis 2030 sogar 2,1 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Südkoreas beisteuern. Das liegt nicht nur an dem besseren Unterhaltungsangebot, welches zur Verfügung steht, sondern auch an der Verbesserung der automatisierten Kommunikation zwischen Maschinen, wie zum Beispiel Logistikmodule, landwirtschaftliche Maschinen und autonome Fahrzeuge.

SK Telecom CEO Park Jung Ho beschrieb das 5G-Netz als die „Arterien” einer neuen Wirtschaft, die das „Hirn" der künstlichen Intelligenz versorgen. Man erhofft sich damit neue Technologien und Dienstleistungen zu entwickeln. Die koreanische Regierung unterstützt dieses Vorhaben und förderte es sogar steuerlich. Zudem sorgte sie dafür, dass die Anbieter miteinander kooperieren, um die Kosten für das neue Netz zu senken. Große koreanische Unternehmen wie Hyundai und Samsung erhoffen sich durch 5G neue Vorteile auf dem Weltmarkt. Man wolle in Zukunft nicht nur Endgeräte, sondern auch Infrastrukturtechnologie verkaufen.

Auch Japan hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von 5G zu forcieren. Die Problematik der Funkstation-Standorte will das Land lösen, indem es Ampelanlagen als Basis verwendet. Japan verfügt über ein äußerst dichtes Ampelnetz und diese Option würde zahlreiche Probleme lösen. So können die Funkstationen relativ hoch angebracht werden und sind gleichzeitig bereits an das Stromnetz angeschlossen. Dadurch stehen dem 5G-Netz in Japan nun ca. 200.000 potenzielle Standorte für Funkstationen zur Verfügung.

Da es in Japan oftmals Erdbeben gibt, sind funktionierende Notfallsysteme ein Muss. Die Ampelnetzwerke funktionieren deshalb auch, wenn keine Verbindung mehr zum Hauptnetz besteht. Man plant ein sogenanntes Trusted Mesh Network aufzubauen, welches es möglich macht, dass 5G-Geräte auch bei großen Ausfällen weiterhin genutzt werden können. Das 5G-Netz soll bis Ende des Fiskaljahres 2023 vollkommen ausgebaut werden.

Andere Wirtschaftsmächte haben Deutschland in Bezug auf die mobile Netzabdeckung massiv abgehängt. Während man in Ländern wie Japan und Südkorea bereits an einem flächendeckenden 5G-Netz arbeitet, steht in Deutschland noch nicht einmal jedem eine 4G-Verbindung zur Verfügung. Zwar hat sich die Regierung dazu entschieden, das 3G-Netz auslaufen zu lassen, doch reicht die Abdeckung von 4G noch nicht aus und könnte viele negative Folgen für Nutzer haben. Dass in Deutschland mehr passieren muss, um international konkurrenzfähig zu bleiben, zeigt sich in den letzten Jahren mehr und mehr. (PRM)



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