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Nachricht vom 01.06.2020    

Sonderpostwertzeichen "200. Geburtstag Katharina Kasper"

Aus Anlass des 200. Geburtstags von Katharina Kasper, Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, gibt das Bundesministerium der Finanzen ein Sonderpostwertzeichen der Heiligen aus dem Westerwald aus. Die Erstausgabe soll im Rahmen eines Sonderpostamtes am 4. Juni erfolgen, nach aktueller Planung im Mutterhaus des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi (KatharinaKasper-Straße 10) in Dernbach. Das Sonderpostamt ist voraussichtlich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Nennwert der Sonderbriefmarke beträgt 1,55 Euro.

Sonderpostwertzeichen aus Anlass des 200. Geburtstages von Katharina Kasper. Foto: Bundesfinanzministerium

Dernbach. Auszug aus der Website des Bundesministeriums der Finanzen Juni 2020 Im frühen 19. Jahrhundert war die soziale Not im Westerwald allgegenwärtig. Katharina Kasper wurde am 26. Mai 1820 als Kind armer Bauernleute in dem kleinen Dorf Dernbach bei Montabaur geboren. Früh fühlte sie sich von Gott angesprochen und war davon überzeugt, durch ihr Engagement für andere, die Hilfe brauchen, den Willen Gottes zu tun. Mit weiteren Frauen gründete sie 1848 einen „frommen Verein“, der sich der häuslichen Pflege von Kranken und Alten sowie der Kinderbetreuung widmete, aber auch regelmäßig das gemeinsame Gebet suchte. Auch gab sie der kleinen Gruppe von Frauen, die sich mit ihr engagierten, eine Regel. Der Bau eines ersten Hauses ermöglichte dann ein Leben in Gemeinschaft.

Am 15. August 1851 machte der damalige Limburger Bischof Peter Josef Blum den „frommen Verein“ zu einer Ordensgemeinschaft. Katharina nannte ihre Gemeinschaft „Arme Dienstmägde Jesu Christi“. Mit diesem Namen machte sie deutlich, wie sie leben wollte: Dienend - nach dem Vorbild der Gottesmutter Maria - im Dienst des Gottesknechtes Jesus.



Obwohl Katharina Kasper selbst die Schule nicht regelmäßig besuchen konnte, erkannte sie früh die Wichtigkeit der Schulbildung, vor allem für die Mädchen. Neben der Pflege der Kranken sorgte sich die Schwesterngemeinschaft besonders um die Erziehung der Kinder in Kindergärten und die Bildung der Mädchen in Schulen. Getragen von Frömmigkeit und tiefem Gottvertrauen war ihre Persönlichkeit geprägt von Güte, Klugheit und Mut.

Als Katharina Kasper am 2. Februar 1898 in Dernbach starb, hinterließ sie ein großes Werk und eine Schwesterngemeinschaft, die über 1.700 Mitglieder zählte und in fünf Ländern wirkte. Der auf fünf Kontinenten verbreiteten Gemeinschaft gehören heute rund 600 Schwestern an. Ihr Leben und Wirken hat in der katholischen Kirche besondere Anerkennung gefunden: Nach der Seligsprechung am 16. April 1978 durch Papst Paul VI. folgte am 14. Oktober 2018 die Heiligsprechung von Katharina Kasper durch Papst Franziskus.

Gestaltung des Postwertzeichens: Jens Müller, Düsseldorf Wert: 155 Cent Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie hier.


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