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Nachricht vom 05.08.2020    

Vibro-Shaper, Vibrationsplatten und Vibrationstraining – darauf ist zu achten

Vibrationstraining ist spätestens seit dem Tag im Trend, an dem die ersten Vibrationstrainingsgeräte in den Auslagen der Lebensmittel-Discounter auftauchten. Ohne sich damit zu beschäftigen, klingt das Training natürlich direkt verlocken: Es vibriert und man nimmt ab und trainiert. Aber was steckt hinter dem Training und was sollten Sportfreunde beachten?

Das heimische Workout wird durch den Vibro-Shaper durchaus aufgewertet. Bildquelle: @ stevepb / Pixabay.com

Was verbirgt sich hinter dem Vibro-Shaper?
Es klingt, als wäre es zu schön, um wahr zu sein. Statt schwitzend Gewichte zu stemmen oder keuchend bei Wind und Wetter zu laufen, brauchen sich Sportler nur auf die Vibrationsplatte zu stellen und schon kommt der Traumkörper herbei. Und dabei dauert der Sport nur noch zehn Minuten. Erich Scholl von Edenext.eu hat das Fitnessgerät etwas genauer unter die Lupe genommen. Einige Fakten rund um das Vibrationstraining:

- Ursprung - neu ist der Ansatz nicht. Entwickelt wurde der Vibro-Shaper in den 70ern für Leistungssportler. Die Muskeln sollten sich so schneller entwickeln.

- Prinzip - durch die durch die Vibrationen durch den Körper geleiteten Schwingungen werden alle Muskelgruppen angesprochen. Je nach Übung können einige Muskelgruppen gezielter gefördert werden, doch gehen die Vibrationen stets durch den ganzen Körper.

- Anregung - die Vibrationen regen die Muskelgruppen an. Besonders vorteilhaft ist, dass nicht nur die gut sichtbaren Gruppen angesprochen werden, sondern die Tiefenmuskulatur. Um auf die Vibrationen zu reagieren, spannt der Körper die Muskeln mit an. Laut Studien werden 97 Prozent der im Körper vorhandenen Muskelfasern von dem Training angesprochen.

Dass dieses Prinzip den Muskelaufbau unterstützt, ist verständlich. Das Schwinden der Pfunde ist schlichtweg der Nebeneffekt, denn da Muskelmasse einen hohen Energieverbrauch hat, wird schlichtweg weniger Fett eingelagert.

Natürlich steht der Sportler nicht nur auf der Platte oder sitzt gar auf dem Sofa, wie es bei Vibrationsgürteln möglich wäre. Es sollen während des Trainings verschiedene Übungen ausgeführt werden, die stets darauf abzielen, bestimmte Muskelgruppen hervorzuheben: Crunches, Ausfallschritte, Kniebeugen etc.

Was sollte dabei beachtet werden?
Für Vibrationsgeräte gilt, was für alle Sportgeräte gilt: Der Nutzer kann viel falsch machen. In der Regel weisen sich Fehler zwar in mangelnden Trainingseffekten aus, doch soll es auch manchen Sportler geben, der bei einer einzigen falschen Kniebeuge einen Hexenschuss erlitt.

Sportanfänger sollten sich vorab einmal über das Training informieren und vielleicht das Training gezielt zeigen lassen. Fitnessstudios haben längst spezielle Kurse, die dabei helfen, mit dem Gerät zurechtzukommen und bei denen der Trainer gleich darauf achtet, dass etwaige Übungen korrekt und schonend ausgeführt werden.

Geübte Sportler brauchen für sich eher das passende Gerät zu finden und können Anleitungen aus dem Internet nutzen. Sie wissen meist, worauf es bei einer Übung ankommt und welche Fehler einen gegenteiligen Effekt haben können.

Für alle Sportler gilt:

- Abklärung – unter bestimmten Voraussetzungen muss die Nutzung von Vibrationsgeräten ärztlich abgeklärt werden. Dies gilt für Schwangere, für Epileptiker und für Menschen mit Gelenkerkrankungen. Letztere müssen sich vorsichtig herantasten, denn die Vibrationen können sich unangenehm auf die Gelenke auswirken.

- Richtige Haltung - während des Trainings müssen die Beine immer gebeugt sein, damit die Vibrationen nicht auf die Knie gehen. Das Gewicht ruht auf den Ballen, die Fersen sind kaum belastet.

- No-Go - weder der Kopf, noch Bauch- und Brustkorb dürfen mit den Platten in Berührung kommen. Für die Bauchpartie gibt es spezielle Gürtel.

- Einsteigen - ist der Vibro-Shaper erst einmal zu Hause, dann soll er voll ausgenutzt werden? Nicht zu Beginn, denn das Training sollte höchstens zehn Minuten betragen und auf niedrigster Einstellung laufen. Mit Übung lassen sich die Intensität und dann die Dauer steigern.

Fazit – vibrierend zum Erfolg
Ganz so einfach ist das Vibrationstraining nicht. Nicht nur werden Übungen ausgeführt, das Training ist durchaus mächtig anstrengend. Doch von nichts kommt nichts und wer seinen Körper trainieren will, der muss ein wenig leiden. Die Vibrationsplatten eignen sich gut als Home-Gerät, sofern der Umgang mit ihnen bekannt ist. Reinen Anfängern sei dennoch wenigstens zu einer Probeeinheit im Fitnessstudio geraten. Viele Übungen klingen auf dem Papier wunderbar einfach, doch in der Praxis finden sich mehr Fehler in der Ausführung, als man glauben möchte. (prm)



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