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Nachricht vom 17.10.2020    

Uhu „Hugo“ ist der Star bei der Greifvogelschau im Tierpark Niederfischbach

Von Axel Griebling

Eine eindrucksvolle Reise in die Tierwelt ermöglicht der Besuch des Tierparks in Niederfischbach. Im Kreis Altenkirchen gelegen, erwarten den Tierparkbesucher neben den heimischen Tierarten auch zahlreiche Exoten wie Luchse, Berberaffen und Marderhunde. Mit dem Projekt „Arche Noah“ widmet sich der Tierpark der Erhaltung alter heimischer Haustierrassen. Eine Greifvogelschau mit Flugvorführung verschiedener Greifvögel bildet einen der Höhepunkte des Tierparkbesuchs.

Falkner Marco Wahl mit Uhu "Hugo". Foto: Axel Griebling

Niederfischbach. Inspiriert durch einen Bericht auf Facebook haben wir dem Tierpark Niederfischbach einen Besuch abgestattet. Nach der erforderlichen Online-Anmeldung wurden wir am Tierparkeingang von einem stattlichen Pfau empfangen, der uns mit einem prächtigen Pfauenrad ehrfurchtsvoll begrüßte. An der Eintrittskasse kauften wir eine Dose mit Spezialfutter, um die Tiere des Tierparks durch kleine Futtergaben anzulocken und näher betrachten zu können. Und dieser Plan erwies sich als goldrichtig, denn den Leckerlies konnten die Tiere einfach nicht widerstehen. Dabei präsentiert der Tierpark nicht nur heimische und bekannte Tiere wie beispielsweise Zwergziegen, verschiedene Schafsrassen, Berberaffen, Fischotter, Damwild, Luchse, Mufflons, Marderhunde, Lamas, Nutrias und viele andere Tierarten. Denn der Tierpark Niederfischbach ist bekannt für die Zucht und Pflege vieler aussterbender Tierrassen. So werden im Haustierprogramm „Arche Noah“ beispielsweise das Waldschaf, Glan-Rind, das Bunte Bentheimer Schwein, Wallachenschaf oder das Rottaler Pferd, in der heutigen Land- und Tierwirtschaft leider nicht mehr von Nutzen, in Niederfischbach vor dem Aussterben bewahrt. Dabei gibt es von dem Bentheimer Landschwein weltweit nur noch 800 Exemplare. Beim Wallachenschaf zählt man weltweit nur noch 160 Stück.

Greifvogelschau
Einer der Höhepunkte des Tierparkbesuchs ist die Greifvogelschau des Falkners Marco Wahl, der mit den zweimal täglich stattfindenden Flugvorführungen verschiedener Greifvögel die Besucher zu begeistern weiß. Dabei ist „Hugo“, ein Europäischer Uhu, Star des sehenswerten Flugprogramms. Hugo wurde von Marco Wahl als Jungvogel von Hand großgezogen. Im Unterschied zu den meisten Greifvögeln sind die starken Fänge befiedert und mit dornenspitzen Krallen bewehrt. Diese Krallen sind die eigentlichen Waffen des Uhus, denn seinen Schnabel nutzt er nur zum Zerlegen der Beute. Mit seiner mächtigen Flügelspannweite berührt der eigentliche Nachtjäger im Tiefflug so manchen Zuschauer, der dabei oft aufschreckt, wenn der große Vogel sich lautlos im Flug von hinten nähert, um die vom Falkner angebotene Beute aufzunehmen. Dabei sind die Berührungen absolut schmerzfrei, denn die Federn des Uhus sind weich wie Daunen. Neben dem Uhu bilden Franz der Mäusebussard, der Steppenadler Toni, Jambo der Lännerfalke oder die Schleiereulendame Lotta Teil des Showprogramms. Und immer dabei sind Daisy, Paula und Donald, drei zahme und agile Frettchen. Damit die Greifvögel in den vorführungsfreien Wintermonaten beschäftigt sind, verdingt sich Marco Wahl in dieser Zeit in der Vergrämung beispielsweise von Tauben, um diese mit Hilfe der Greifvögel aus Städten wie Köln oder Bonn, fernzuhalten. Um den 36 Greifvögeln, die in Volieren für alle Besucher des Tierparks sichtbar sind, genügend Futter bereitzustellen, werden jährlich etwa 2,6 Tonnen Fleisch benötigt.



Förderverein
Damit der Tierpark Niederfischbach keine roten Zahlen schreibt, sind jährlich etwa 40.000 Besucher notwendig. So konnte der Tierpark 2019 beispielsweise mit 45.000 Besuchern einen neuen Rekord verbuchen. Doch Corona hat in diesem Jahr so vieles verhindert. So trägt der Förderverein nunmehr die Hauptlast der Aufwendungen. Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von etwa 500 Tierfreunden, die sich dem Wohl der Tiere und der Unterhaltung des Parks verpflichtet haben. Die Leitung des Tierparks erfolgt durch den gewählten Vorstand. Unterstützt wird die Arbeit des Vorstandes durch zahlreiche freiwillige Mitarbeiter, ohne deren Hilfe der Tierpark nicht existieren könnte. Darüber hinaus beschäftigt der Tierpark zwei hauptamtliche Tierpfleger, die wiederum von freiwilligen Helfern und einer Jugendgruppe unterstützt werden. Zusätzlich erhält der Tierpark Zuwendungen von Sponsoren.

Tierpatenschaften
Die Kosten für Futter und Pflege der Tiere werden durch Übernahme einer Patenschaft gefördert. Die Paten suchen sich dabei ein bestimmtes Tier aus, lassen sich als Paten registrieren und unterstützen den Tierpark durch anteilige Übernahme der Futterkosten. Eine Patenschaft gilt für mindestens ein Jahr und wird mit verschiedenen, sichtbaren Optimierungen im Park belohnt. So können mit Hilfe der Patenschaft beispielsweise die Haltungsbedingungen der Tiere ständig weiter verbessert werden. Für Tierpaten, die einen Betrag von jährlich 100,00 Euro zahlen, wird am entsprechenden Gehege ein Patenschaftsschild angebracht.

Kinderprogramm
Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Ausrichtung eines Kindergeburtstages im Tierpark. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, die Geburtstagsfeier der Kinder zu einem unvergesslichen Erlebnis zu gestalten. Je nach Wetter kann die Feier im Freien, überdacht oder in der Tierpark-Gaststätte durchgeführt werden. Selbstverständlich gehört eine persönliche Führung mit unseren Zootierpflegern und eine Fütterungsrunde dazu. Zusätzlich können Schulklassen, Kindergärten oder auch Erwachsenengruppen im Tierpark eine tolle Zeit erleben. Spannende Führungen, die von den Zootierpflegern durchgeführt werden, vermitteln viel Wissenswertes über die Tiere und den Park.

Öffnungszeiten
Der Tierpark ist ganzjährig geöffnet. Die Öffnungszeiten und der Anfahrtsweg sind auf der Homepage des Tierparks ersichtlich. Die Falknerei hat vom 1. März bis Anfang November Saison. In dieser Zeit finden täglich, außer montags, um 11:30 Uhr und 15 Uhr Freiflugvorführungen statt. Wegen der Coronapandemie ist eine vorherige schriftliche Anmeldung im Tierpark zwingend erforderlich. GRI


Mehr zum Thema:    Ausflugsziele im Westerwald   
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