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Veranstaltungskalender

Das Gedächtnis der Republik: Vortrag von Herbert Piel im Walzwerk (17.05.2019)

Wissen. Nach erfolgreichen Referaten und Keynotes bei diversen bedeutenden deutschen Foto-Conventions in den vergangenen Jahren, unter anderem in Paris, Saarbrücken, Karlsruhe, Oberhausen, Stuttgart, Berlin, Zingst und den Wetzlarer Leica-Erlebnistagen, wird sich der international arbeitenden Reportage-Fotograf Herbert Piel mit seinem neuen Referat am 17. Mai ab 20 Uhr dem Publikum im Walzwerk in Wissen präsentieren. Dort läuft vom 11. bis 29. Mai im Rahmen der „WERKtage“ seine Ausstellung „Heimat/en – Ankunft in Rheinland-Pfalz“.

Humane Waffe für eine gerechtere Welt
In der Ausstellung werden tief-emotionale und beeindruckende Fotos der Ankunftssituationen syrischer Flüchtlinge in 2015 gezeigt. Die eindringliche Bildsprache aus dem Bereich des Fotojournalismus ist von Humanismus geprägt, was heute geläufiger ist unter dem Begriff der „concerned photography“. Oft in den Elendsgebieten der Welt im Einsatz, ging es Piel nie um die plakative Zurschaustellung von Armut, Krieg und Hungersnöten. Sein Kennzeichen sind subtile Bilder, ohne dabei die Abgebildeten zu verletzen oder bloßzustellen. Fotografie ist für den Fotografen auch eine humane Waffe, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Die Aufnahmen entstanden im offiziellen Auftrag der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz. Parallel werden im benachbarten Kulturwerk während der „WERKtage“ Portraits aus der Serie „Schau mich an“ gezeigt.

Zwischen Krisengebieten und Polit-Prominenz
Herbert Piel wuchs in Kleve und Bad Ems auf, er lebt seit 1997 auf den Rheinhöhen oberhalb von Boppard. Er arbeitete weltweit für internationale renommierte Bildagenturen wie Reuters, Associated Press und die Deutsche Presse-Agentur sowie als Auftragsfotograf für Stern, Bunte und Spiegel, aber auch für Wochen- und Tageszeitungen in der fotografischen Königsdisziplin. Er bewegt sich seit 1975 auf dem schmalen Grat zwischen Krisengebieten und hoher Politik-Prominenz. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeiten sind die journalistische Reportage, aber auch touristische Fotografie, Eventbegleitung und Foto- und Videoproduktionen aus dem Wirtschaftsbereich.

Nähe und Distanz zum Motiv
„Jäger und Sammler“ sagen die einen, „Gedächtnis der Republik“ schreiben die Anderen. Piels Arbeits- und Vorgehensweise ist nur schwer zu beschreiben. Durch seine umfassenden Kenntnisse und Vorbereitungen zu einem Thema schafft er eine intensive Nähe zu seinem Motiv und behält die gebotene Distanz, unvoreingenommen den jeweiligen Personen und Situationen gegenüber zu behaupten. Gepaart mit unauffälligem Agieren und emotionaler Vorahnung entsteht in den Produktionen eine selten gesehene Intimität, die einen Großteil der Fotografien auszeichnet. Sein Motto: „Ich verstehe mich als Jäger und Sammler. Ich jage und sammle Augenblicke!“

Bis Ende Mai geöffnet
Die Fotoausstellung „Heimat/en – Ankunft in Rheinland-Pfalz“ im Walzwerk in Wissen ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
• Samstag: 11. Mai, 14 Uhr
(nach dem Festakt 50 Jahre Stadt Wissen im Kulturwerk) bis 17 Uhr (Eröffnung Stadtfest)
• Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr bis 18 Uhr
(parallel zum Stadtfest Wissen)
• Freitag, 17. Mai, 20 Uhr: Vortrag Herbert Piel und Vernissage
sowie jeweils eine Stunde vor Einlass zu den „WERKtage“-Veranstaltungen im Mai:
• Sonntag, 19. Mai, 17 Uhr bis 19 Uhr (vor Stunk unplugged)
• Freitag, 24. Mai, 18 Uhr bis 20 Uhr (vor The Blue Poets feat. Marcus Deml)
• Samstag, 25. Mai, 18 Uhr bis 20 Uhr (vor Tom Astor & Band)
• Mittwoch, 29. Mai, 18 Uhr bis 20 Uhr (vor „Mensch Markus“ Maria Profitlich). (PM)

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