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Auswanderung als Alternative
Bei den "Weyerbuscher Gesprächen" der Westerwald Bank im Raiffeisen-Begegnungs-Zentrum Weyerbusch geht es am 10. November um die Auswandererbewegung zur Zeit Friedrich Wilhelm Raiffeisens. Viele Westerwälder kehrten damals der Heimat den Rücken und suchten ihr Heil in Nord-Amerika. Referent ist Dr. Thomas Bartolosch aus Betzdorf.
Weyerbusch/Hachenburg. Zum 6. Mal lädt die Westerwald Bank zu den „Weyerbuscher Gesprächen“ ein, und zwar für Mittwoch, den 10. November, 19 Uhr, im Raiffeisen-Begegnungs-Zentrum (RBZ) in Weyerbusch. Nach den Betrachtungen zur Zukunft des Westerwaldes mit Professor Hanns-Josef Ortheil im Frühjahr geht es diesmal wieder konkret zurück in die Zeit des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. „Jetzt ist die Zeit und Stunde da, wir fahren nach Amerika“ – Amerika-Auswanderung aus dem Westerwald im 19. Jahrhundert ist das Thema des Vortragsabends mit Dr. Thomas A. Bartolosch aus Betzdorf.

Während Raiffeisen und seine Mitstreiter mit der Gründung der ersten Genossenschaften auf die ländliche Not und die ökonomischen Krisen ihrer Zeit reagierten, gab es viele, die dem Westerwald damals den Rücken kehrten und in der Ferne ihr Heil suchten. „Dr. Bartolosch wird diesem Phänomen nachgehen, Gründe für die Auswanderung untersuchen und konkret aufzeigen, wie sich die Menschen damals über die Möglichkeiten der Emigration informieren konnten“, erläutert Westerwald Bank-Vorstand Paul-Josef Schmitt. Zudem wird der Referent auch darlegen, wie die Auswanderung damals vonstatten ging, teilweise wird er seine Ausführungen mit Bildern veranschaulichen. Außerdem zeichnet er die weitere Biografie von Auswanderern nach dem Schritt in die USA nach.

Bartolosch ist Historiker mit Arbeitsschwerpunkten in der regionalen Wirtschafts-, Sozial- und Zeitgeschichte sowie Didaktik der Geschichte und Hochschuldozent an der Universität Siegen. Im Anschluss an die Vortragsveranstaltung besteht die Möglichkeit, die Ausführungen des Referenten bei einem Glas Wein zu vertiefen. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes im RBZ bittet die Westerwald Bank um Anmeldung per Telefon unter 02662 – 961220 oder E-Mail an Gabriele.Kugelmeier@Westerwaldbank.de.
Nachricht vom 04.11.2010 www.ak-kurier.de