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Kultur
Der 20. Westerwälder Literatursommer präsentiert erneut „Nordlichter“
In einer Konferenz, die teils in Präsenz im Kulturwerk Wissen, teils per Video stattfand, erfolgte am Mittwoch, 7. April (2021) der Start in das Jubiläumsjahr des Westerwälder Literatursommers 2021.
Bernd Gieseking kommt wieder im Literatursommer 2021. Foto: Wolfgang TischlerWissen. Maria Bastian-Erll, Organisatorin des Literaturfestivals, konnte Professor Jürgen Hardeck, die Landräte Dr. Enders, Achim Schwickert und Achim Hallerbach, Vorständin Sandra Köster, Bürgermeister Berno Neuhoff, Literaturreferent Michael Au und Staatssekretär Denis Alt begrüßen.

Denis Alt nutzte den „sehr schönen Anlass des Jubiläums“, um besonders dem Autor Hanns Josef Ortheil, der Initiator und erster Projektleiter der Literaturtage war und Maria-Bastian-Erll, die die Funktion von Ortheil übernahm, weiterentwickelte und in die drei Westerwälder Kreise erweiterte, zu danken. Möglich war das Projekt durch die Zusammenarbeit mit den Kreistagen und den Ministeriums-Mitarbeitern Literaturreferent Michael Au und Geschäftsführer Professor Hardeck, der die Ausweitung auf die drei Landkreise anregte. Das Kulturwerk-Team Wissen um Geschäftsführer Dominik Weitershagen habe das Land mit neuer Streaming-Technik unterstützt. Alt gab trotzdem seiner Hoffnung Ausdruck, bald wieder live-Erlebnisse haben zu können. Dem „großartigen Angebot in der Region“ wünschte der Staatssekretär guten Zuspruch und eine gute Zukunft.

Die Literaturtage orientieren sich immer am Motto des Literatursommers, in diesem Jahr wird das Motto „Nordlichter“ weitergeführt, weil im vergangenen Jahr viele Veranstaltungen ausfallen mussten. Immerhin habe man von 31 geplanten Veranstaltungen 18 durchgeführt, betonte Maria Bastian-Erll.

Das Kulturwerk Wissen sei die Wiege der Westerwälder Literaturtage und habe in den zwei Jahrzehnten eine positive Entwicklung genommen. Sogar Corona werde mit kreativen und flexiblen Lösungen gemeistert. So seien die Literaturtage ein Aushängeschild und Beweis für die gute Zusammenarbeit in der gesamten Region „Wir Westerwälder“, lobte Landrat Dr. Enders auch im Namen seiner Kollegen. Er sei der Meinung, dass im letzten Jahr viele Menschen Literatur neu entdeckt hätten.

Maria Bastian-Erll erläuterte das Programm für das Jahr 2021, das direkt mit einer Terminverlegung startet: Das Gespräch zwischen Marina Leky und Hanns-Josef Ortheil wird am 2. Mai um 18 Uhr als kostenloses Streaming stattfinden mit hoffentlich breiter Akzeptanz.

Tilmann Bünz wird Vorträge über das Baltikum und Skandinavien anbieten und Maike van den Boom, deren Lesung letztes Jahr ausfiel, wird von einem glücklichen Leben lesen. Manche Autor/innen wurden wieder eingeladen, weil letztes Jahr aufgrund der Hygienevorschriften so wenige Menschen dabei sein konnten.

Annegret Held wird aus ihrer „Räuberballade“ lesen und Christian Wirmer spielt zweimal Jon Fosse „Morgen und Abend“. Die Veranstaltung „Vier durch vier“ mit Arne Dahl wird nachgeholt. Bernd Gieseking kommt mit einem neuen Buch.

„Zeppelin-Autor“ Alexander Häusser und Autorin Sandra Lüpkes sind eingeplant. Ein echtes Nordlicht, Carmen Korn aus Hamburg liest aus ihrer Drei-Städte-Saga „Und die Welt war jung“.

Ein Novum ist eine Veranstaltung mit Thomas Hentschel in Hachenburg. Der isländisch-deutsche Schriftsteller Kristof Magnusson wird zweimal mit einem Buch über den Kunstbetrieb auftreten.

Für September ist Klaus-Peter Wolf mit seinen Nordsee-Detektiven und dem Krimi „Ostfriesenzorn“ eingeplant. Jasmin Schreiber liest in Altenkirchen aus „Marianengraben“ und in das Kulturwerk Wissen kommt Neuentdeckung Ursel Allenstein mit Moderator Bernhard Robben.

Neu im Programm ist auch eine Arktis-Doppelveranstaltung im November mit Markus Rex „Eingefroren am Nordpol“ und Katharina Weiss-Tuider
„Expedition Polarstern - Dem Klimawandel auf der Spur“.

Von Maria Bastian-Erll wurde eine Förderung kleiner Kommunen über das Programm angestoßen, so werden Kinderveranstaltungen ganz preiswert oder kostenlos durchgeführt. Dreimal spielt das Puppentheater Petra Schuff. Katharina Weiss-Tuider sowie Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl treten für Kinder auf.

Manch Veranstaltungen sind noch offengehalten. So kann Krimi-Autorin Elisabeth Herrmann an Schulen gehen und Illustratorin und Kinderbuch-Autorin Ute Krause kann flexibel reagieren.

Maria Bastian-Erlls Untermotto lautet: „Wir machen’s einfach!“ Sie freut sich, dass trotz aller Probleme das Programm für den Literatursommer 2021 ganz beachtlich geworden ist.

Wer das gedruckte Programmheft bestellen möchte, kann das unter der Telefonnummer 02742-1874 tun. Online erscheint das Programm auf der Homepage

Einige Lesungen sind als reine Präsens-Veranstaltungen geplant, soweit sie zulässig sind, manche als Hybrid-Event für Interessenten, die von zu Hause teilnehmen wollen. Bisher hat noch kein Vorverkauf stattgefunden.

Sandra Köster, Vorständin von „Wir Westerwälder“ ergänzte, man werde auf der Homepage immer aktuell informieren über Änderungen und Ergänzungen. htv
   
Nachricht vom 07.04.2021 www.ak-kurier.de