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CDU-Gemeindeverband Wissen formuliert Arbeitsziele für 2011
Die demografische Entwicklung macht sich zwar erst langsam bemerkbar, dennoch muss sich die Kommunalpolitik den Folgen offensiv stellen. Der CDU-Gemeindeverband Wissen will sich im kommenden Jahr verstärkt dem Thema "Leben in der Verbandsgemeinde Wissen" widmen und blickt dabei unter anderem auf die Zukunft der Ortskerne, Familienfreundlichkeit und seniorengerechte Wohnmöglichkeiten.
Wissen. Die demografische Entwicklung und deren Folgen für die Verbandsgemeinde Wissen will die heimische CDU zu einem ihrer Schwerpunkte der politischen Arbeit im Jahr 2011 machen. Darauf verständigte sich der Vorstand des Gemeindeverbandes in seiner letzten Sitzung. „Leben in der Verbandsgemeinde Wissen“ soll daher auch die Überschrift für die CDU-Aufgaben im kommenden Jahr lauten.

„Der Begriff der demografischen Entwicklung bestimmt zwar schon lange die politische Diskussion, doch immer mehr Menschen wird mittlerweile bewusst, was sich für den Einzelnen dahinter verbirgt“, erläuterte Gemeindeverbandsvorsitzender Sebastian Boketta. „Die Folgen für Vereine und Verbände, die Besiedlung unserer Dörfer und Dorfkerne, Probleme für den Handel oder der sich abzeichnende Fachkräftemangel sind Stichworte.“ Ausdrücklich würdigte er die Ansätze in der Verbandsgemeinde Wissen, die beispielsweise durch die auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmten Angebote der Kindertagesstätte in Sachen Familienfreundlichkeit punkte. Hier habe sich die Übernahme der Kindertagesstätten durch die Verbandsgemeinde bereits ausgezahlt. Viele Eltern hätten damit die Möglichkeit, Beruf und Familie besser aufeinander abzustimmen. „Der derzeitige Ausbau des Angebotes unserer Kindertagesstätten ist daher nur folgerichtig und wird weitere Verbesserungen der Betreuungsmöglichkeiten bringen“, informierte Bürgermeister Michael Wagener die Vorstandsrunde.

Gleichwohl bleibt nach Ansicht der Union viel zu tun: „Denkt man beispielsweise an die Entwicklung der Wissener Innenstadt, kommt man am Thema Betreutes Wohnen nicht vorbei“, so Boketta. Altersgerechtes Wohnen, zentrumsnah und mit kurzen Wegen zu Ärzten, Apotheken, Bahnhof und Handel seien Faktoren, die dabei berücksichtigt werden müssten. Damit dies gelinge, müssten allerdings auch entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden. Auch in den Ortsgemeinden müsse man darüber nachdenken, wie die Ortskerne vital gehalten werden. Hierzu will sich die Union in der Verbandsgemeinde gemeinsam mit den Ortsverbänden und den jeweiligen Fraktionen auch externen Sachverstands bedienen und, unter anderem in öffentlichen Veranstaltungen, mit den Bürgern in den Dialog eintreten. „Natürlich muss man in Sachen Innenstadt auch das Rathausareal im Auge behalten“, so der Vorsitzende. Ein Rathausneubau sei im Zusammenspiel mit der Grundstücksentwicklung und der Ansiedlung von Handel ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Zudem richtet die CDU auch den Blick über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinaus. „Auch wenn uns größenbedingt die Kommunalreform nicht betrifft, so können wir uns vorstellen, mit anderen Kommunen bei verschiedenen Aufgabenstellungen zusammenzuarbeiten“, kündigte Sebastian Boketta an. Der Gedankenaustausch in dieser Frage habe bereits begonnen. Schließlich wird auch die Frage der Stromkonzessionsverträge die Diskussionen der kommenden Wochen bestimmen. Die derzeitigen Verträge laufen noch bis Ende Februar 2011. Ungeachtet einer möglichen Entscheidung, die die Räte in der Verbandsgemeinde Wissen noch vor sich haben, würdigte der Vorstand die Leistung der Arbeitsgruppe des Gemeinde- und Städtebundes auf Kreisebene und die Informationsrunden, in denen Bürgermeister Wagener und die Ortsbürgermeister alle Ratsmitglieder zum jeweils aktuellen Entwicklungsstand informiert hätten.
Nachricht vom 14.12.2010 www.ak-kurier.de