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Vereine
BGV unternahm weihnachtliche Fahrt ins Erzgebirge
Der Betzdorfer Geschichtsverein unternahm jetzt eine Infofahrt ins Erzgebirge. Neben romantischen Weihnachtsmärkten interessierte vor allem die Bergmannstradition, die in dieser Region einen hohen Stellenwert hat.
Im weihnachtlich geschmückten Erfurter Festsaal empfing Oberbürgermeister Andreas Bausewein (links) den BGV. Mit einem Siegwasser-Krug bedankte sich der BGV-Vorsitzende Ernst-Helmut Zöllner.Betzdorf. Erzgebirge - das ist ein Synonym für einen romantischen Weihnachtsmarkt oder auch die althergebrachte Bergmannstradition. Der Betzdorfer Geschichte e.V. (BGV) hatte diese Info-Fahrt unter den Mitgliedern ausgeschrieben und ein Tag später gab es schon keinen freien Platz mehr. 50 Betzdorfer wollten nicht immer nur davon hören, sie wollten es erleben. Und es klappte, denn selbst der frisch gefallene Schnee passte in dieses Bild der besonderen Weihnachtsbräuche.
Bunte Bergmannsuniformen der Bergbrüderschaften leuchteten im Fackelschein bei der Bergparade in Freiberg, dem Bergbauzentrum im Erzgebirge, heute noch mit einer Bergbau-Universität. Hauer oder Steiger mit alten Gerätschaften marschierten zum Klang der Bergkapellen. Da stellte sich die Frage, warum in der Bergbauregion Westerwald diese Tradition fast verschwunden ist.
Mitten auf dem Weihnachtsmarkt drehte sich die haushohe Weihnachtspyramide und rund herum präsentierten bunte Stände neben den klassischen Glühweinvariationen die für das Erzgebirge bekannten Holzwaren. Pyramiden, Nussknacker, Bergleute, Räuchermännchen und ungezählte anderen Spielzeuge, zum Teil filigran hergestellt und farbenprächtig bemalt, zogen die neugierigen Blicke der Betzdorfer an.

Das Spielzeugdorf Seiffen gehört zum Pflichtprogramm. Hier sah sich die BGV-Gruppe eine Schauwerkstatt an, wo mit viel Gefühl die unterschiedlichsten Spielzeuge mit der alten Handwerkskunst hergestellt wurden. Das Dorf mit seinen 2500 Einwohner lebt von der Schnitzkunst und auf dem Weihnachtsmarkt präsentierten die Handwerker ihre neuesten Kunstwerke. Außerdem sehenswert die im 18. Jahrhundert erbaute barocke Bergkirche, die der Dresdener Frauenkirche nachempfunden wurde.
Die Betzdorfer Gruppe war von dem Adventskonzert in der Kirche mit zwei Emporen begeistert, geboten vom Chor, Posaunenchor, Organisten und der Kurrende, einem Kinderchor in Talaren, der zur Weihnachtszeit von Haus zu Haus zieht. Der Besuch im sehenswerten Spielzeugmuseum rundete den Besuch in Seiffen ab.
Die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt mit ihrem weithin bekannten Weihnachtsmarkt am Fuße des Doms war der dritte Ort, der das Interesse der Info-Fahrt fand. Der informative Stadtrundgang über den Fischmarkt, zur alten Synagoge und der Krämerbrücke wurde im Festsaal des Rathauses von Oberbürgermeister Andreas Bausewein bei einem kleinen Sektempfang abgeschlossen. Die Betzdorfer waren sehr überrascht, dass im Foyer des Rathauses die grün leuchtenden Veranstaltungshinweise des Tages auch den Empfang des Betzdorfer Geschichtsvereins ankündigten. Oberbürgermeister Bausewein berichtete stolz, dass die Einwohnerzahl in Erfurt, entgegen des allgemeinen Trends, deutlich angestiegen sei und bei etwas über 200.000 liege. BGV-Vorsitzender Ernst-Helmut Zöllner bedankte sich beim Oberbürgermeister mit dem Tonkrug "Siegwasser" des BGV.
Nach dem Gang über den Markt und einem Besuch im Dom wurde die Rückreise angetreten.
     
Nachricht vom 14.12.2010 www.ak-kurier.de