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Nachricht vom 15.01.2011
Region
Biotechnologie stieß auf reges Interesse
Lernen und experimentieren für 110 Schüler aus Wissen und Hamm wurde im großen Truck der Initiative "BIOTechnikum" des BMBF möglich. Auf ein breites Interesse und eine große Resonanz stieß diese Möglichkeit bei den Teilnehmern. Aber auch die Öffentlichkeit nutzte den Besuch, um sich zu informieren. MdL Thorsten Wehner hatte den Truck nach Wissen geholt. Denn in der Biotechnologie liegen viele Chancen für die Zukunft.
Am Informationsrundgang zum Start des zweitägigen Aufenthaltes der mobilen Erlebniswelt Biotechnik begrüßte Wissenschaftlerin Dr. Hella Tappe MdL Thorsten Wehner (von Links) die Vertreter der Schulen und der Westerwald Bank sowie Bürgermeister Michael Wagener (4. von links) Fotos: Nauroth (3), Wienand (3)Wissen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte hatten zwei Tage lang die Möglichkeit das „BIOTechnikum – Leben erforschen - Zukunft gestalten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu besuchen. Der doppelstöckige Informationsbus des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hatte am 13. und 14. Januar auf Initiative des Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner in Wissen Station gemacht.
Thorsten Wehner bedankte sich im Rahmen des Eröffnungsrundgangs mit Bürgermeister Michael Wagener, Vertretern der Westerwald Bank und der beteiligten Schulen bei allen für die Unterstützung bei der Realisierung des Vorhabens. Der Info-Bus hätte eine ganze Woche in Wissen bleiben können, so viele Nachfragen und Anmeldungen hatte es gegeben. Die Resonanz auf den Info-Bus fand die Dr. Hella Tappe, (eine der Projektleiterinnen) sehr positiv. „Zwischen 17 und 19 Uhr kamen sehr viele interessierte Leute zum Infobus, wir sind sehr zufrieden, sagte Dr. Tappe.
Aber auch die Schüler in den Praktika waren überwiegend begeistert. Die rund 110 eingeladenen Mittel- und Oberstufenschüler der Realschule plus, des Gymnasiums der BBS aus Wissen und der IGS Hamm nutzten die Möglichkeit, alles über die Zukunftschancen der Biotechnologie zu erfahren. Rund 60, zum Teil interaktive Exponate luden zum Experimentieren ein. Gelegenheit, sich selbst als Forscher auszuprobieren, hatten die Schülerinnen und Schüler während verschiedener biotechnologischer Praktika. Da gab es durchaus spannende Experimente für die Schüler. Schüler der BBS (HBFC09 und HBFH09) . Nach einer Sicherheitseinweisung begann ein Experiment. Die Schüler isolierten das Erbgut (DNA) des Bakteriums Escheria Coli. Die Arbeiten im Mikrobereich mit höchst anspruchsvollen Geräten erforderte eine Unterweisung, die Dr. Tappe vornahm. „Wenn man in der Praxis so etwas macht, wird die Theorie verständlicher, als wenn man nur ein Lehrbuch liest, sagte Michel Schürg, Schüler der Höheren Berufsfachschulklasse. „Ich bin noch ein bisschen unsicher, aber die Arbeit hier ist sehr interessant“, meinte Nina Poschmann.
Die 8. Klasse der Realschule plus hatte technische Experimente, wie etwa den Bau einer organischen Solarzelle und die Gewinnung von Elektrizität aus Hefezellen durchgeführt. Diese Arbeit stieß bei den Jugendliche auf ein großes Interesse“, berichtete Dr. Tappe.

Des Weiteren konnten sie die Schülerinnen und Schüler, aber auch die interessierte Öffentlichkeit, über Berufschancen in der Branche informieren.
„Als Beauftragter für Gentechnik in der Landtagsfraktion sehe ich es als einer meiner Aufgaben, die Informationsdefizite in diesem Technologiebereich zu verringern. Nur wer Wissen über z. B. Gentechnik hat, kann sich eine vernünftige Meinung darüber bilden“, erklärte Wehner. „Außerdem ist es mir wichtig, dass wir bei Jugendlichen das Interesse für diese Wissenschaften wecken, damit der Nachwuchs in diesem Bereich auch in Zukunft gesichert wird. Die Initiative „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ leiste hierzu einen wichtigen Beitrag, so der Abgeordnete abschließend.
Die mobile Einrichtung tourt durch ganz Deutschland. Das Fahrzeug ist ein technisches Wunderwerk, das im Obergeschoss Raum für Informationen mit Multimediaeinrichtungen bietet. Im Untergeschoss sind die Laborarbeitsplätze und Expermentiereinrichtungen untergebracht. Der doppelstöckige Truck ist innerhalb kurzer Zeit auf- und abgebaut, so dass er auch auf Westerwälder Straßen fahren kann. (hw/nauroth)
       
 
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