AK-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen
Nachricht vom 19.02.2011
Vereine
VfL Kirchen U18 löste erneut ein DM-Ticket
Bei den westdeutschen Meisterschaften holten die jungen Faustball-Damen des Vfl Kirchen den zweiten Platz und haben somit das Ticket für die Deutschen Meisterschaften gelöst.
Die U18 des VfL Kirchen fährt zur Deutschen Meisterschaft - (von links) Selina Pees, Laura Ruppelt, Paulina Pfeifer, Kristin Cremer, Laureen Nievel, Melissa Seibert, (vorne von links) Pia Thiel, Lilly Schuh, Theresa Halbe. Foto: Frank SchuhKirchen/Ludwigshafen. Mit einem Vize-Meister Titel des Westdeutschen Meister kehrten die Kirchener Faustballerinnen der Altersklasse U18 von den Meisterschaften in Ludwigshafen in die Siegstadt zurück. Ohne die zur Zeit in Neuseeland weilende Spielertrainerin Josefine Pfeifer hatte sich das im Schnitt 16 Jahre alte Team mit Melissa Seibert, Kristin Cremer, Theres Halbe, Laureen Nievel, Paulina Pfeifer, Pia Thiel, Selina Pees, Laura Ruppelt und Lilly Schuh ohne grosse Ambitionen auf den Weg in die Rheinmetropole gemacht.

Was dann aber in den Spielen um den Einzug in die Runde der zehn besten deutschen Mannschaften ablief, begeisterte nicht nur die Trainer um Patrick Schiep, Sören Ebel und Elmar Seibert, sondern sollte auch die grosse Fangemeinde, die nach Ludwigshafen mitgereist war, noch Stunden später ins Schwärmen bringen.
Gegen den Erstgegegner des VfB Altrip sollten zwar ein paar Spielzüge zum Aufwärmen gebraucht werden, aber einmal auf Betriebstemperatur gebracht, gab es dann kein Halten mehr. Der VfB Altrip wurde mit 11:4 und 11:3 eindrucksvoll besiegt. Die Art und Weise dieses Sieges hinterlies wohl auch bei den Gegnerinnen, die in den nächsten Spielen auf die jungen Kirchener Damen trafen, gehörigen Eindruck. Mit Einsatz aller mitgereisten Spielerinnen währen der folgenden beiden Begegnungen wurde der TSV Karlsdorf mit 2:0 Sätzen (11:6/11:9) und der Ausrichter TB Oppau ebenfalls mit 2:0 Sätzen und einem Ergebnis von 11:4 und 11:4 mit starken Leistungen ausgespielt.
Gegen den auf westdeutscher Ebene ständigen Rivalen des TV Öschelbronn, der in den Vorjahren zum Teil nach Belieben gegen die Kirchener gewonnen hatte, sollte sich zum Abschluss dieser Meisterschaft das wohl hochklassigste und spannenste Spiel des Tages ergeben, was auch gleichzeitig einem Endspiel um den Titel des Westdeutschen Meisters gleichkam.
Nach den beiden ersten Sätzen, bei denen sich die Gegnerinnen in einem Satz jeweils die Grenzen aufgezeigt hatten, Kirchen gewann den ersten Satz mit 11:6, Öschelbronn den Folgesatz mit 11:5, sollte der dritte und entscheidende  Satz zum absoluten Krimi werden. Kirchen führte bereits mit 10:8, konnte aber nicht zum elften Punkt kommen, musste hingegen nach wirklich hochklassigen Spielzügen mit 14:12 unglücklich die Segel streichen. Alllerdings wurde auch von allen Mitgereisten und selbst vom Gegner anerkannt, dass es nunmehr keinen  leistungsmässigen Unterschied zwischen den beiden Topp-Mannschaften aus dem Westen Deutschlands gibt. Trotz dieser einen Niederlage war die Freude zu Recht groß, die Teilnahme zur Deutschen Meisterschaft im südöstlich von Stuttgart gelegenen Denkendorf am 26./27. März erreicht zu haben.

An dieser Stelle kam, nicht nur aus den Reihen von Abteilungsvorstand und Fans, sondern im Besonderen auch  aus den Reihen der Spielerinnen ein Riesen-Dankeschön an all diejenigen, die in vielfältiger Weise dem Faustballsport in Kirchen zuarbeiten. Insbesondere sollte hier der Hauptsponsor  des VfL Kirchen, das Mudersbacher Unternehmen MSP, welches auch der 90-köpfigen Abteilung besonders zugetan ist, Erwähnung finden. Ohne solche Förderer wäre eine wiederholte Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft, die mehrjährige Präsenz in der 2. Bundesliga und eine kontinuierliche Jugendarbeit mit Ausrichtung vieler überregionaler Meisterschaften gar nicht möglich. Daher wollten die Kirchener Faustballerinnen, stellvertetend für den gesamten Verein, auch sportlich ein Dankeschön für die Unterstützung zurückgeben.

Die Prognose der Platzierung auf der Deutschen Meisterschft im Schwabenland fällt schwer, zumal die Spielstärken der kommenden Gegnerinnen nicht schwächer werden. Allerdings ist leicht vorherzusagen, dass  diese Mannschaft, die im Schnitt noch 2 Jahre unter der Altersgrenze in dieser Klasse spielt, noch öfter solche Höhepunkte produzieren wird, wenn sie genau wie alle Unterstützer, weiterhin so kontinuierlich am Ball bleibt. (Robin Schuh, Robert Pfeifer)
Nachricht vom 19.02.2011 www.ak-kurier.de