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Wirtschaft
Mit Eigeninitiative bei Lehrstellensuche punkten
Mit Eigeninitiative bei Lehrstellensuche punkten: Der Dachdeckerbetrieb Latsch-Weber aus Herdorf ist vorbildlicher Ausbildungsbetrieb, der deshalb von der HwK Koblenz zum Ausbildungsbetrieb der Woche gekürt wurde.
Dachdeckermeisterin Brigitte Latsch-Weber aus Herdorf und ihre Lehrlinge Jennifer Sturm und Andreas Keip. Foto: HwK KoblenzKoblenz. 9925 Jugendliche im nördlichen Rheinland-Pfalz legen derzeit mit einer Ausbildung im Handwerk den Grundstein für ihre berufliche Zukunft. Mit ihrer Initiative, regelmäßig Ausbildungsbetriebe vorzustellen, würdigt die Handwerkskammer (HwK) Koblenz das vorbildliche Ausbildungsengagement ihrer 18.845 Mitgliedsbetriebe. Sie sichern mit einer Ausbildung den qualifizierten Nachwuchs für das Handwerk. Aktueller Ausbildungsbetrieb der Woche ist der Dachdeckerbetrieb von Brigitte Latsch-Weber aus Herdorf.
"Bei Jennifer und Andreas haben mich ihre Eigeninitiative bei der Lehrstellensuche und ihr Engagement im Praktikum überzeugt", so Dachdeckermeisterin Brigitte Latsch-Weber. "Ein Praktikum vor Lehrbeginn ist sehr wichtig. Man merkt dann, ob die Chemie stimmt", fügt sie hinzu. Jennifer Sturm und Andreas Keip lernen in ihrem Betrieb das Dachdeckerhandwerk. Sie sind im dritten Lehrjahr. "Je nach Auftragslage haben sie bis Saisonende die Chance einer Übernahme durch den Betrieb. Ich möchte das Unternehmen nicht vergrößern", begründet Latsch-Weber diese Entscheidung.
"Schulnoten sind nicht entscheidend, obwohl ich die hohen theoretischen Anforderungen in der Berufsschule kenne", betont die Dachdeckermeisterin. Die 41-Jährige ist Mitglied im Meisterprüfungsausschuss und Lehrlingswart der Dachdecker-Innung Altenkirchen. Sie bildet seit der Betriebsübernahme von ihrem Vater Aloys Latsch aus. Das war 1999. "Wenn der Wille da ist und man Spaß am Beruf hat, knackt man auch die Theorie. Bei manchem Schulabgänger fällt der Groschen etwas später", berichtet sie aus ihren Erfahrungen. "Es macht Spaß, mit engagierten jungen Menschen zu arbeiten. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle", beugt sie Vorurteilen gegenüber Mädchen in gewerblich-technischen Berufen vor. "Und eine wichtige Voraussetzung, unser Handwerk zu erlernen und auszuüben, ist, schwindelfrei zu sein. Das war immer so und wird so bleiben", lacht sie.
Informationen zum "Ausbildungsbetrieb der Woche" bei der HwK-Ausbildungsberatung, Telefon 0261/ 398-323, Fax -989, aubira@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de/adw.
Nachricht vom 21.05.2011 www.ak-kurier.de