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Pressemitteilung vom 09.03.2023
Region
Siegenerin gründet Gesprächskreis zu Lebenmittelunverträglichkeiten
Dem einen schlägt ein Gewürz auf den Magen. Anderen bekommt zu viel Fett im Essen nicht. Doch was ist zu tun, wenn man nach jeder Mahlzeit mit Magenbeschwerden zu kämpfen hat? Christiane Gutbier leidet unter Lebensmittelunverträglichkeiten. Mit der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen möchte sie einen Gesprächskreis ins Leben rufen, in dem sich Betroffene austauschen können.
Verdauungsbeschwerden können von Lebensmittelunverträglichkeiten herrühren. (Symbolbild: Pixabay)Siegen. Christiane Gutbier erinnert sich noch gut daran, wie ihre gesundheitlichen Probleme begannen: "Schon als Teenager litt ich unter Verdauungsbeschwerden, hatte sogar ein Geschwür am Zwölffingerdarm“, sagt die 65-Jährige. Sie suchte diverse Ärzte auf, vom Allgemeinmediziner bis zum Spezialisten. Die Diagnose war viele Jahre lang immer die gleiche: "Sie haben einfach zu viel Stress. Das schlägt auf den Magen.“ Doch Christiane Gutbier merkte, dass es nicht der Stress allein sein konnte. "Klar, mit Arbeit und Familie war ich voll ausgelastet. Aber allein die Psychosomatik verantwortlich zu machen, das wollte ich nicht glauben“, sagt die Siegenerin. Immer wieder musste sie Rückschläge einstecken, wurde von Magenkrämpfen geschüttelt, fühlte sich zunehmend unwohler in ihrer Haut. Diese Umstände beeinträchtigten irgendwann auch ihr Familien- und Privatleben. Wenn Freude zum Essen einluden, ging Christiane Gutbier nicht hin oder brachte sich ihre eigens gekochte Mahlzeit mit. "Das Verständnis in meinem Umfeld schwand immer mehr“, sagt sie. Sie fühlte sich ausgegrenzt, nicht ernst genommen: "Nur wenige Vertraute gibt es, die wissen, was ich alles durchgemacht habe.“

Vor ein paar Jahren dann der Durchbruch. Die 65-Jährige fand mithilfe eines Mediziners alternative Möglichkeiten, den Unverträglichkeiten den Kampf anzusagen. Und: "Ich habe über die Standard-Unverträglichkeitstests hinaus Untersuchungen anfertigen lassen, die genau zeigen, was ich vertrage und was eben nicht.“ Diese Tests haben allerdings einen Nachteil: "Sie müssen aus eigener Tasche bezahlt werden".

Heute weiß Christiane Gutbier, auf was sie in Sachen Ernährung achten muss. "Und da ich meinen Körper nicht ständig mit etwas Falschem stresse, reagiert er auch nicht mehr so extrem, wie in den vielen Jahren zuvor.“ Nun sucht sie den Austausch mit anderen Betroffenen: Die Selbsthilfegruppe soll ein Anlaufpunkt sein, wenn man mal gerade wieder im Jammertal ist“, sagt die Siegenerin. Wer sich gerne in einem geschützten Rahmen mit anderen austauschen möchte, kann sich bei der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen per E-Mail an selbsthilfe@diakonie-sw.de oder unter Telefon 0271/5003 131 melden. (PM)
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