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Kultur
"The Wright Thing" bot wahnsinnige Novembernacht
Immer wieder sind internationale Stars der Musikszene vom Kulturwerk in Wissen begeistert - nicht nur von der atemberaubenden Akustik und dem besonderen Ambiente der Halle - auch vom Publikum. "The Wright Thing" bot einen rasanten Konzertabend mit toller Musik, und will wieder nach Wissen kommen, wie Jason Wright deutlich machte.
\"The Wright Thing\"  bot eine mehrstündiges atemberaubend schönes Konzert im Kulturwerk Wissen. Fotos: PasserahWissen. "The Wright Thing" - kenne ich nicht. Ein Covermusik-Abend - na ja. Eine Vereinigung der besten Musiker und Sänger der Welt - klingt ziemlich unbescheiden. Die Reaktionen im Vorfeld auf das Konzert im Kulturwerk Wissen waren doch recht gemischt, die Reaktionen nachher einhellig: einfach fantastisch!

Der Einsteiger war "Cantaloupe Island" von Herbie Hancock, zum Glück das einzige Instrumentalstück des Abends bei diesen Ausnahme-Sängerinnen und -Sängern. Bereits hier durften und konnten die Musiker ihre Klasse an den Instrumenten zeigen. Weiter ging es mit einem rasanten Galopp durch die Musikgeschichte der letzten 40 Jahre.
Beim zweiten Stück, "What's going on" von Marvin Gaye, betrat der Sänger Elliott die Bühne. Was Elliot an Stimmumfang und Stimmgefühl vorweisen konnte, müsste eigentlich fast jeden, der sich heutzutage in den Charts herumtummelt, vor Neid erblassen lassen. Aber auch die beiden Sängerinnen Maria und Fatma konnten sich sehen und hören lassen. Was sie und die Musiker aus eigentlich belanglosen Stücken wie "All that she wants" von Ace of Base heraus holten, war einfach beeindruckend und hatte mit der Arbeit normaler Cover-Bands nur wenig zu tun.
Namensgeber und Bandleader Jason Wright bearbeitete nicht nur wie ein Derwisch seine Keyboards, sondern wusste durch Anekdoten, die er zwischen den einzelnen Stücken zum besten gab, zusätzlich zu unterhalten ("glaubt nicht, wenn die Presse über Xavier Naidoo schreibt, er sei arrogant; das ist ein ganz lieber, bescheidener Junge").
So wie vor etlichen Jahren Xavier Naidoo oder Moritz Müller (einer der besten Schlagzeuger der Welt) gibt Wright immer wieder talentiertem Nachwuchs eine Chance. An diesem Abend war es Sina Soemer, eine gerade 20-jährige Düsseldorferin, die zwei selbst komponierte Stücke präsentieren durfte, bevor die Gäste in eine kurze Pause entlassen wurden.
Auch zwei "Lokalmatadoren" durften ihr Können unter Beweis stellen: Marco Bussi aus Siegen unterstützte als Percussionist Moritz Müller an den Drums, eine unschlagbar gute Kombination. Patrick Lück, unter anderem Frontman bei "Street Life", fand sich hervorragend in die Band ein: das von ihm und Elliott als Duett vorgetragene "Billie Jean" von Michael Jackson war sicherlich ein Highlight des Abends.
Erst nach mehr als drei Stunden Spiel, zwei Zugaben und gegen Mitternacht entließ "The Wright Thing" die Gäste mit der Erinnerung an einen einfach wahnsinnigen Abend in die Novembernacht. Jason Wright war so begeistert von dem Ort "Kulturwerk Wissen", vom Sound in der Halle und der Arbeit des Mannes am Mischpult, dem kulturWERK-Geschäftsführer Dominik Weitershagen, dass er mit seiner Band unbedingt wieder kommen möchte. Man kann nur hoffen, dass er sein Versprechen wahr macht. (M.Stahl)
 
Nachricht vom 14.11.2011 www.ak-kurier.de