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Im Kulturwerk feierten 600 Narren eine prächtige Sitzung
"Wissen o-jö-jo" – Die Prunksitzung der Wissener Karnevalsgesellschaft 1856 zog am gestrigen Abend rund 600 kostümierte Närrinnen und Narren ins lachende Kulturwerk. Ein tolles Programm mit Tänzen, Musik und Büttenreden regte zu allerhand Frohsinn an. Für einige heimische Stars des närrischen Treibens war es die Premiere und es gelang perfekt.
Sie sorgten für Furore im Kulturwerk: Solomariechen Angelina Stötzel (links) stand zum ersten Mal auf der großen Bühne, Solomariechen Lena Rickert ist mittlerweile Profi. Beide erhielten frenetischen Applaus. Fotos: Bianca Klüser Wissen. Zur Prunksitzung der Wissener KG strahlte das lachende Kulturwerk in roten und weißen Farben. Hunderte bunt kostümierte Närrinnen und Narren hatten sich dort eingefunden, um ihrer Heiterkeit freien Lauf zu lassen. Sitzungspräsident Rudolf Trapp und seine Stellvertreterin und Tochter Lisa begrüßten die Jecken zur Sitzung und führten anschließend als Moderatoren durch den Abend. Zum Auftakt stürmten die Tänzerinnen des Junioren-Tanzcorps der Wissener KG die Bühne und verzauberten das Publikum als "Schlümpfe". Im Anschluss folgte der Einmarsch seiner Tollität Prinz Uwe I. und seinem Gefolge unter musikalischer Begleitung der Wissener Stadt- und Feuerwehrkapelle. Dabei ließ es sich der Prinz nicht nehmen, seine Närrinnen und Narren mit ein paar Süßigkeiten zu beglücken.
Als nächster Akteur betrat Peter Faßbänder mit „Dä Bundeswehrsoldat“ die Bühne, oder besser gesagt die Bütt und sorgte mit seiner Lebensgeschichte für so manchen Lacher. Eine tolle Performance lieferten die beiden Solomariechen der KG Wissen, Angelina Stötzel und Lena Rickert.
Mathias Groß als "en Wandersmann" war auf seiner Reise so manchem Wissener begegnet und berichtete von dem Erlebten. Ebenfalls für Heiterkeit sorgte Dieter Dornhoff wie immer als "dat Gänseblömchen".
Im Anschluss betrat das Junioren-Tanzpaar der KG Wissen, Lea Müller und Dominik Balogh, die Bühne und begeisterte mit dem Showtanz „Avatar“. Für die beiden jungen Nachwuchstänzer war es die Premiere, und sie gelang perfekt.
Auch der kölsche Liedermacher Uli Teichmann brachte mit seiner Mischung aus Bütt und Gesang das Publikum zum Lachen, nicht zuletzt dadurch, dass er Elferratsmitglied Ralf Buhr kurzerhand zum "Gurkenprinz" kürte und eine gemeinsame Performance folgte. Das Senioren-Tanzcorps der KG Wissen lieferte eine tolle Reihe von Tänzen, die beim Publikum mehrfach mächtig Beifall ernteten. Michael Stahl als „Äuer Landbote“ ließ ein ganzes Jahr Revue passieren und erzählte so mache Bauernweisheit. Auch wusste er all das, was selbst den modernen Medien verborgen bleibt.
Es folgte der Einmarsch der KG Morsbach e.V. unter Prinz Thorsten I.. Zunächst lieferte dessen Nachwuchsgarde ihre Tanzdarbietung, die dem Publikum sichtlich gefiel. Im Anschluss folgte der Auftritt der Funkgarde der KG Morsbach. Diese begeisterte mit nahezu akrobatischer Choreografie die Masse der Karnevalsjecken.

Traditionell wurde auch in diesem Jahr der Wissener Stadtorden verliehen. Dieser ging an den Wissener Altprinzen des Jahres 1993/1994, Bernd Hassel. Hassel war viele Jahre in Garde aktiv und beim "Wesser Fastovend" immer dabei.

Das Sitzungsprogramm bot aber auch so manche Überraschung für Prinz Uwe I. und sein Gäste. So folgte der Auftritt der „Ahle Wesser Fastowendsgecken“, einiger ehemaliger Gardemitglieder der 70er und 80er Jahre, die unter Führung des Wissener Urgesteins Prof. Dr. Cornelius Neutsch im Kulturwerk einmarschierten und mit Tanz und Gesang das Publikum begeisterten.
Die Musik-Band „HÄNNES“ machte die Närrinnen und Narren regelrecht „süchdisch“ und brachte die Menge zum Tanzen und Schunkeln, wofür sie mächtig Applaus erntete. Eine weitere Programmüberraschung war der Auftritt einer brasilianischen Tanzgruppe, die zu Ehren von Prinz Uwe I. auf der Bühne einen Tanz voller Rhythmik und brasilianischem Feuer hinlegte.
Nach dem großen Finale waren alle Närrinnen und Narren eingeladen mit der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen noch ein paar Stündchen weiter zu tanzen und zu feiern. (bk)
       
       
       
       
 
Nachricht vom 12.02.2012 www.ak-kurier.de