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Region
PHK Jochen Schuh ist neuer Bezirksbeamter in Wissen
Polizeihauptkommissar Jochen Schuh freut sich auf die neuen Herausforderungen als Bezriksbeamter der Polizeiwache Wissen. Sein Dienstgebiet umfasst die VG Wissen und die Ortsgemeinden Bitzen und Forst in der VG Hamm. Bis vor kurzem wurde diese Arbeit von zwei Bezirksbeamten geleistet. Sparmaßnahmen führten zur Stellenreduzierung.
Das Dienstgebiet auf der Landkarte (grün) zeigte Wissens neuer Bezirksbeamter, PHK Jochen Schuh. Fotos: Helga Wienand-SchmidtWissen. Polizeihauptkommissar Jochen Schuh ist der neue Bezirksbeamte der Wissener Polizeiwache. Er übernahm die Aufgaben, die bis vor kurzem von zwei Bezirksbeamten (Hubert Schwan/Christoph Eiteneuer) bearbeitet wurden. Sparmaßnahmen sorgten dafür, dass aus zwei Beamtenstellen eine Stelle wurde.
Freude löst das nicht gerade aus, aber der neue Bezirksbeamte Jochen Schuh und Wachenleiter Hans-Peter Melles blicken erst einmal positiv in die Zukunft.
Für zwei volle Dienststellen arbeiten kann auch Jochen Schuh nicht, deshalb wird es sicher Einschnitte geben. Denn immerhin ist das Dienstgebiet ganz schön groß. Es umfasst die VG Wissen und Teile der VG Hamm (Bitzen/Forst). Hier leben mehr als 17.000 Menschen.
Die Aufgaben eines Bezirksbeamten sind definiert: er muss sich um alle Straftaten kümmern, die nicht zum Aufgabenbereich der Kripo gehören, auch um den Bereich der Opfernachsorge, zum Beispiel nach Wohnungseinbrüchen. Ermittlungstätigkeit nach Körperverletzungen, der große Bereich der Gewalt in engen sozialen Beziehung , aber auch Verkehrsberatung wenn irgendwo ein neues Schild hinkommt. Der Kontakt zu den Schulen, Kindergärten, den Behörden und vor allem zu den Bürgern gehört zur Kernkompetenz des Bezirksbeamten.
Denn Beamten auf der Straße – das Idealbild des Bezirksbeamten, der mit der Bürgerschaft spricht, Präsenz zeigt und Sicherheit vermittelt – das wird es nicht mehr geben. Denn prägend ist die Büro- und Ermittlungstätigkeit.
Jochen Schuh, bislang als Jugendsachbearbeiter rund 14 Jahre in Wissen tätig, kennt seine Region und seine Problemfälle bestens.
Der 58-Jährige gebürtige Friesenhagener kam nach der Lehre bei der VG-Verwaltung zum Polizeidienst. 1971 begann er die Ausbildung in Wittlich, Stationen führten ihn nach Mainz, Linz und dann 1974 nach Betzdorf. Als Dienstgruppenleiter blieb Schuh bis 1990 in Betzdorf, es folgte die Versetzung zur damaligen Schutzpolizeiinspektion nach Wissen. Hier machte Schuh alle Umzüge und Umstrukturierungen mit, 1998 wurde er Jugendsachbearbeiter. Eine Arbeit, die am Anfang nicht leicht war, aber Jochen Schuh viel Spaß machte und ohne Zweifel erfolgreich war.
"Ich habe mich um die Stelle als Bezirksbeamter beworben, ich weiß es wird schwierig, mal sehen wie es funktioniert, Hauptsache, die Arbeit der Polizei leidet nicht", sagte Schuh beim Pressetermin. Jochen Schuh lebt in Wissen, ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Er war lange im Personalrat, engagierte sich in der Gewerkschaft der Polizei und das Hobby Motorradfahren wurde oftmals auch mit beruflichen Einsätzen verbunden. "Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten sind zeitlich nicht mehr zu leisten", meinte Schuh.
Der neue Bezirksbeamte wird in Wissen hoch geschätzt, nicht nur vom Leiter der Wissener Wache, Hans-Peter Melles. "Ich kenne den Kollegen als sehr zuverlässig und erfahren, kompetent, offen für jede Problematik, der keine Konfrontation scheut", sagte Melles. Es bleibe nun abzuwarten, wie ein Kollege die Arbeit schaffe, die ansonsten zwei Beamte ausgeübt hätten, die Grenze der Personaldecke der Wache sei erreicht, da sind sich irgendwie alle einig.
Die Wissener Wache ist von 6 bis 22 Uhr besetzt, der Zwei-Schichtdienst noch gewährleistet. Die Stelle als Jugendsachbearbeiter ist ausgeschrieben, derzeit wird diese Stelle kommissarisch von Polizeioberkommissar Völker Rötzel geleitet. (hws)
 
Nachricht vom 25.02.2012 www.ak-kurier.de