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1200 Euro für "Los Pipitos" in Nicaragua
Die Unesco-AG des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Betzdorf übergab 1200 Euro für das Projekt "Los Pipitos" in Nicaragua. Die Unesco-Projektschulen übernehmen weltweit Verantwortung und Partnerschaften. "Los Pipitos" ist eine von Eltern gegründete Organisation, die behinderte Kindern und Jugendliche fördert.
Die Unesco-AG des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium über gab 1200 Euro für das Projekt \"Los Pipitos\". Foto: SchuleBetzdorf. Stolze 1200 Euro konnte die Unesco-AG des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Betzdorf-Kirchen den beiden Eirene-Mitarbeiterinnen Julia Steiner und Julia Vogel überreichen, die von Eirene/Neuwied angereist waren, um in zwei Durchgängen allen 5. Klassen der Schule einen Einblick in das Projekt "Los Pipitos" in Nicaragua zu geben.
Zu Beginn der Vorträge informierten jeweils einige AG-Mitglieder in einer Powerpoint-Präsentation über die Ziele und Aktivitäten der Unesco-AG. Verantwortung für die Eine Welt zu übernehmen und dort insbesondere Kindern und Jugendlichen zu helfen, ist eines der Hauptziele der Unesco-Projektschulen.

"Los Pipitos" ist der Name einer ursprünglich von betroffenen Eltern gegründeten Organisation in Nicaragua, die – vergleichbar der deutschen Lebenshilfe - behinderte Kindern und Jugendliche in Tagesstätten fördert, aber auch therapeutische Maßnahmen ermöglicht, die in einem so armen Land ungleich schwerer zu erhalten sind.
Das Projekt "Los Pipitos" wird seit zwei Jahren vom Betzdorfer Gymnasium unterstützt. In diesem Jahr geht das Geld zu gleichen Teilen an den Pipitos-Familien-Fonds, aus dem bedürftige Familien mit behinderten Kindern Kleinkredite für die Anschaffung eines Rollstuhles und ähnlicher Hilfsmittel erhalten, die für die behinderten Kinder und Jugendlichen etwas mehr Lebensqualität bedeuten oder ihnen eine größere Teilhabe am normalen Leben ermöglichen.
Mit der anderen Hälfte des Geldes wird das "Soppexxca"-Schokoladenprojekt unterstützt, in dem Jugendliche in einer eigenen Firma und unter fairen Bedingungen selbst Schokolade produzieren.
Steiner, die erst im September 2011 von einem freiwilligen Sozialen Jahr bei "Los Pipitos" zurückgekehrt war, konnte aus erster Hand berichten. Sie gab, unterstützt von ihrer Mitreferentin, zunächst einen Überblick über die geographischen und sozialen Verhältnisse in Nicaragua, dem zweitärmsten Land in Mittel- und Südamerika.
In einem Film über "Los Pipitos" wurde ausführlich über die einzelnen behinderten Kinder und Jugendlichen und ihre Förderprogramme berichtet. So haben einige Kinder die Gebärdensprache erlernt, um sich zu verständigen. Die Referentinnen lockerten den Vortrag auf, indem sie den eifrig gestikulierenden Schülerinnen und Schülern einige Grundelemente dieser Gebärdensprache beibrachten.

Ausgiebig nutzten die Fünftklässler auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die mit viel Geduld von den Referentinnen beantwortet wurden. Zum Schluss gab es für alle Zuhörer eine kleine von „Los Pipitos“ selbst hergestellte Friedenstaube.
Die Unesco-AG dankte im Namen von „Los Pipitos“ allen Spendern innerhalb und außerhalb der AG, die ihren Anteil zur Spendensumme beigetragen haben.
Nachricht vom 30.03.2012 www.ak-kurier.de