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"Kita macht Musik" macht Spaß
Vorschulförderung mit Musik als neuer pädagogischer Weg für Kindergärten wird derzeit in zwei Modellprojekten in Herdorf und in Krunkel-Epgert praktiziert. Und "Kita macht Musik" ist nicht nur bei den Kindern beliebt, auch die Erzieherinnen halten viel von dem Weg, durch flexible Spiel- und Lernangebote in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Sozialverhalten und Sprache schon im Vorschulalter gezielt zu fördern.
Kita HerdorfHerdorf. Michael Ullrich, Leiter der Musikschule im Kreis Altenkirchen, sagte am Dienstag bei der Vorstellung des Pilotprojektes "Kita macht Musik" in Herdorf, Musik sei ein guter Weg, die ganzheitliche Entwicklung der Kinder zu fördern. Und dieser Weg, bei dem Musik nicht nur konsumiert, sondern praktiziert wird, macht sowohl Kindern als auch Erzieherinnen Spaß. Ullrich, Landrat Michael Lieber und Bürgermeister Uwe Erner sahen sich eine eine Unterrichtseinheit mit der Musikpädagogin Julia Hilgeroth-Buchner an und waren beeindruckt, mit wie viel Engagement und Fantasie die Kinder mitmachten und sich spielerisch in den Unterricht einbrachten. Ullrich sagte, mit dieser Methode würden Sozialverhalten, Kreativität und Sprache gefördert, wovon sich die Besucher praktisch überzeugen konnten.
Im Mittelpunkt des Unterrichts steht das "Musimo", das "musikalische" Auto, das die Kinder durch die Unterrichtseinheit führt. Beim musikalischen Rollenspiel sind auch viele kindgerechte Instrumente dabei, besonders hat es die große Trommel den Kindern angetan. Dabei wird den Kleinen die Freiheit gelassen, die Stunde selbst mitzugestalten und eigene Ideen einzubringen, was, wie Julia Hilgeroth-Buchner weiß, von den Kindern oft genug genutzt wird. Wohin die Fahrt mit dem "Musimo" geht, steht zu Beginn der jeweiligen Unterrichtseinheit also keinefalls fest.
Am Dienstag jedenfalls brachte das "Musimo" die Kinder ins Trommelland, wo alle einmal Trommelkönig sein durften, der seine Untertanen Stampfen, Tanzen, Klatschen, Hüpfen, Drehen und Rennen ließ.
Kindergartenleiterin Susanne Gimbel sagte, man habe sich bewusst für dieses Projekt entschieden, da die Sprachförderung der Kinder möglichst früh beginnen müsse. Da die pädagogischen Fachkräfte dies alleine nicht stämmen könnten, habe man man sich entschieden, mit Experten zu kooperieren. Positiv sei auch, dass dieses Angebot kostenfrei sei, sagte Gimbel. So könne man einer Zweiklassen-Gesellschaft entgegenwirken. Deshalb unterstütze man gerne die Initiative des Kreises und hoffe, dass sich diese Methode multipliziere, da die Kinder mit Freude bei der Sache und von sich aus motiviert seien.
Landrat Muichael Lieber hofft auf möglichst viele Nachahmer und war sehr angetan von der Fantasie der Kinder: "Kinder, das war ganz toll." (rs)
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Mit einem gemeinsamen Lied beginnt die Unterrichtseinheit (links Musipädagogin Julia Hilgeroth-Buchner). Fotos: Reinhard Schmidt
       
 
Nachricht vom 05.12.2007 www.ak-kurier.de