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Hamm und Roissy-en-France feierten die Freundschaft
Das diesjährige Pfingsttreffen Hamm (Sieg) und Roissy-en-France wurde zu einem eindrucksvollen Familientreffen. Seit über 30 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den Orten und es sind zahlreiche Freundschaften entstanden und immer wieder kommen neue hinzu.
Austausch der Gastgeschenke beim Freundschaftstreffen am Samstagabend in Hamm. Im Bild von links: Tatjana Kremer, André Toulouse, Bernd Niederhausen, Heiko Grüttner und Dolmetscherin Sabine Vangelista. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel
Hamm. Alle bisher im Raiffeisengeburtsort mit der Partnergemeinde Roissy-en-France stattgefundenen Pfingsttreffen sind überaus bedeutsam in die Chroniken eingegangen. Das diesjährige übertraf jedoch alle bisherigen Veranstaltungen in der über seit dreißig Jahren bestehenden Freundschaft.

Besondere Highlights waren die Vernissage der Kunstausstellung, ein „Spiel ohne Grenzen“ im Hammer Stadion, der schon zur Tradition gewordene deutsch-französische Abend sowie die Sitzung der beiden Partnerschaftsausschüsse.

Das Wiedersehen gestaltete sich wie gewohnt überaus herzlich: Küsschen rechts, Küsschen links, wie es in Frankreich so üblich ist. Bei den offiziellen Programmpunkten, aber auch im Familienkreis, wurde immer wieder deutlich, dass eine Verständigung der Völker untereinander nicht durch Willensbekundungen und Absichtserklärungen herbeigeführt werden kann. Es sind vielmehr die Menschen, die über Ländergrenzen hinweg mit der Begründung von Freundschaften zukunftsweisende Akzente für und in Europa setzen. Damit wurde bei der diesjährigen „Jumelage“, die sich erneut zu einem großen und stimmungsvollen Familientreffen gestaltete, fortgefahren. Die Übersetzungen lagen erneut in der bewährten Hand von Sabine Vangelista.

Auf die deutsch-französische Freundschaft gingen Bürgermeister André Toulouse, Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen sowie die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftsausschüsse Tatjana Kremer (Roissy) und Heiko Grüttner in einem kleinen, aber überaus nachhaltigen Festakt im Rahmen des Open-Air-Freundschaftsabends auf dem Synagogenplatz besonders ein.
Bernd Niederhausen übergab mit einem Apfelbaum ein weiteres Symbol der Freundschaft an die Delegation aus dem Pariser Vorort, dem Standort des Charles-de-Gaulle-Flughafens. Er betonte, wie auch sein französischer Amtskollege André Toulouse, das die Partnerschaft zwischen Roissy-en-France und Hamm auf einem festen Fundament steht. Die beiden Orte seien, wenn auch nur im Kleinen, Vorbild für Europa. „Wenn viele so zusammen finden, brauchen wir uns über Europa keine Gedanken zu machen. Unsere Freundschaft ist ein wichtiger Baustein im vereinten Europa.“ Zur Erinnerung an das diesjährige Treffen überreichte Toulouse eine Glasskulptur mit den Roissyer Initialen sowie ein von Alex Labejof gestaltetes bildliches Kunstwerk bezüglich tragender Fundamente.

Tatjana (Nena) Kremer und Heiko Grüttner zeigten sich erfreut über die hohe Anzahl der französischen Besucher in Hamm. Über neunzig Personen waren mit dem Bus und in PKW’s angereist. Aber noch erfreulicher für Beide war, dass weitere Gastfamilien in Hamm und Umgebung hinzu gekommen sind und zahlreiche Bürger beim Freundschaftsabend anwesend waren.

Nach dem erfreulich kurz gehaltenen Festakt gestaltete sich der Synagogenplatz in der lauen Sommernacht zu einer riesigen Open-Air-Party. Das musikalische und gesangliche Programm oblag einer Bläsergruppe der IGS unter Leitung von Peter Krämer, dem MGV „Liedertafel“ Hamm (Peter Brenner), der Jazzband „Schräglage“ und anschließend DJ Sascha, der für weitere Stimmung und gute Laune mit Tanzmusik sorgte. Kurzerhand war auch Trompeter Daniel Jaquot aus Roissy in die „Schräglage“ integriert worden. Es wurde geschunkelt, getanzt und Polonäsen reihum präsentiert; stärken konnte man sich an einem kalt/warmen Bufett und einer Vielzahl von Getränken. Über die Kruste eines Schweinebratens konnten sogar gemeinsame Bekannte in Frankreich zur Freude der Beteiligten ausgemacht werden.

Neben dem offiziellen Programm hatten auch die Gastfamilien einiges vorbereitet, um den Gästen aus Roissy die heimische Region noch näher zu bringen. So unternahmen die Hammer Schützen mit ihren französischen Sportkameraden eine Fahrt nach Koblenz, andere Familien besuchten den Raiffeisenturm, das Schwimmbad „Thalhausermühle“, das Sportfest in Bitzen, organisierten einen Grillabend oder statteten der Hammer Hausbier-Brauerei einen Besuch ab, um einige Aktivitäten zu nennen. Von allen Aktionen waren die Gäste überaus angetan.

Beim „Spiel ohne Grenzen“ gingen achtzehn aus französischen und deutschen Familien zusammengestellte Teams an den Start, um einen Parcours mit acht Disziplinen vom Dosenwerfen, Wassertransport über Fußball-Zielschießen, Balancieren bis hin zum Kirschkernspucken zu absolvieren. Hier siegten die Familien Sevilla/Rötzel vor Mignon/von Glasow und Cuvelier/Strobel/Lepeuve/Brenner. (Rolf-Dieter Rötzel)
       
       
 
Nachricht vom 30.05.2012 www.ak-kurier.de