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Pressemitteilung vom 05.01.2026
Region
"Omas gegen Rechts": Eine europaweite Bewegung formiert sich
Die zivilgesellschaftliche Initiative "Omas gegen Rechts" hat sich zu einer europaweiten Plattform zusammengeschlossen. Diese Bewegung, die 2017 in Österreich begann, vereint nun Aktivistinnen aus Deutschland, der Schweiz und anderen europäischen Ländern im Kampf gegen Rechtsextremismus.
Von links: Rosmarie Brunner (Schweiz), Monika Salzer (Österreich), Dörte Schnell (Deutschland). Foto: Dörte SchnellBetzdorf. Die Gründerin von "Omas gegen Rechts", Monika Salzer, verkündete im Januar 2026, dass sich Gruppen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu einer europaweiten Allianz zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, gemeinsam gegen den zunehmenden Rechtsextremismus und Nationalismus in Europa vorzugehen. Seit 2017 treffen sich Frauen im Großelternalter unter dem Namen "Omas gegen Rechts", um sich gegen Entwicklungen und Parteien zu stellen, die demokratische Systeme und den Wohlfahrtsstaat in einem liberalen Europa gefährden könnten.

"Omas gegen Rechts" Europa verpflichtet sich den politischen Prinzipien, die auf ihrer Gründungshomepage in Österreich fest verankert sind. Seit ihrer Entstehung hat sich die Bewegung zu einer internationalen "Grassroot"-Initiative entwickelt. Ähnliche Gruppen existieren bereits in Südtirol und Polen, während Portugal und die Niederlande Interesse gezeigt haben.

In Deutschland wurden in "kleinen Anfragen" an den Bundestag Vorwürfe erhoben, die "Omas gegen Rechts" und andere zivilgesellschaftliche Organisationen der parteipolitischen Parteinahme und finanziellen Bereicherung bezichtigen. Diese Angriffe werden als Alarmsignal gewertet, da sie ein Mittel sein können, autoritäre Strukturen einzuführen und das Engagement vieler Freiwilliger zu diskreditieren. Die "Omas gegen Rechts" betonen, dass ihre Gruppen nicht staatlich finanziert sind und eine neutrale Haltung gegenüber demokratischen Parteien einnehmen. Sollte jedoch die Demokratie selbst infrage gestellt werden, kündigen sie entschiedenen Protest an. PM/Red
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