| AK-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen |
|
| Pressemitteilung vom 09.01.2026 |
|
| Region |
| Firma Hermann Metallbau kämpft um Erweiterung in Friesenhagen-Steeg |
|
| Landrat Enders sieht einen guten Kompromiss für die Eweiterung vorliegen. Es sind in der Regel die bekannten Namen der größeren Unternehmen, die das öffentliche Bild der Wirtschaft im Landkreis Altenkirchen prägen. |
|
Kreis Altenkirchen/Steeg. Dabei liegt der wahre Schwerpunkt auf zahlreichen kleineren Betrieben, die in der Summe mehr Arbeitsplätze vorhalten und zudem oftmals für die "Großen" als unverzichtbare Partner und Zulieferer fungieren. Bestes Beispiel dafür ist die Hermann Metallbau GmbH im Friesenhagener Ortsteil Steeg – die älteste Firma im Wildenburger Land. 2025 konnte der Betrieb sein 75-jähriges Bestehen feiern.
Das Jubiläum und die Gratulation dazu war dieser Tage aber nicht der einzige Grund für einen Besuch von Landrat Dr. Peter Enders in Steeg. Denn neben dem Werdegang interessierten ihn vor allem die aktuellen Herausforderungen der Firma – und davon gibt es einige. Begleitet wurde Enders von Kreis-Wirtschaftsförderer Lars Kober, Bürgermeister Andreas Hundhausen, Ortsbürgermeister Michael Schüttler sowie Tim Kraft und Riccarda Vitt (Leiter bzw. Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung der VG Kirchen). Rede und Antwort standen Geschäftsführer Ingmar Knall und Prokurist Jan Philipp Minor.
1950 von Josef Hermann als klassische Huf- und Wagenschmiede gegründet, hat sich der Betrieb im Laufe der Jahrzehnte zu einem breit aufgestellten Ansprechpartner für maßgeschneiderte Metall- und Stahlbauprojekte entwickelt. Und klar: Die großen Modulbau-Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft sind die besten Kunden. "Wir sind als Metallbauer so etwas wie deren verlängerte Werkbank", erläuterte Knall, der seit 2014 die Verantwortung trägt. Das heißt beispielsweise: Viele Treppenanlagen werden "aus einer Hand" entwickelt, produziert und bei Bedarf auch montiert.
Der Erfolg der Hermann Metallbau GmbH hat die Zahl der Mitarbeiter inzwischen auf über 40 ansteigen lassen, parallel dazu ist es in den vergangenen Jahren sehr eng an der Dorfstraße geworden. 2023 wurde – mit erheblichem Aufwand und steigenden Kosten – die bestehende Produktionshalle erweitert. Durch neue Maschinen wurden sowohl der Produktionsablauf als auch die Qualität optimiert und das Leistungsangebot erweitert.
Auf der anderen Straßenseite konnte zudem ein Hallenteil für die Lagerung verzinkter Bauteile sowie den Versand angemietet werden. Dadurch war es möglich, das Verkehrsaufkommen in der Dorfstraße um die Hälfte zu reduzieren. Genau hier liegt jedoch das Problem: Da Knall und Minor jederzeit mit einer Kündigung wegen Eigenbedarfs rechnen müssen, besteht dringender Handlungsbedarf für eine Alternative. Eine dauerhafte Aufteilung auf zwei Standorte ist für den Betrieb nicht tragfähig. "Dies ist weder ökologisch sinnvoll noch ökonomisch tragbar", so der Geschäftsführer.
Dabei liegt die Lösung direkt vor der Tür beziehungsweise auf einer großen Wiese gegenüber, die der Betrieb vor geraumer Zeit erworben hat. Lediglich ein Drittel der Fläche würde man gerne für die Versandhalle sowie einen sicheren, abgegrenzten Verladebereich nutzen. Der Synergieeffekt laut Knall: Die Verkehrssituation an der Dorfstraße würde sich deutlich entspannen, sodass Anwohner, die zuvor Bedenken hatten, dem Vorhaben nun offen gegenüberstehen. Widerstand erfährt das Unternehmen nach Angaben des Geschäftsführers noch von örtlichen Naturschutzaktivisten - und das, obwohl man angeboten hat, zwei Drittel der Fläche zu einer artenreichen Wiese zu entwickeln.
Stand des Verfahrens ist der, dass momentan im Zuge der Aufstellung des Flächennutzungsplans der VG Kirchen die landesplanerische Stellungnahme erarbeitet wird. Im Verlauf des Verfahrens werden dann auch, wie üblich, alle Beteiligten gehört. Landrat Enders würde sich jedenfalls wünschen, dass es hier zu einem guten Ende kommt: "Wir können heutzutage froh und dankbar über jeden Euro sein, den eine Firma im Landkreis Altenkirchen investiert und damit Arbeitsplätze sichert. Ich denke, dass hier ein vernünftiger Kompromiss vorliegt, bei dem alle Interessen gewahrt werden. Die Naturschutzvertreter würden bei einer Zustimmung zu diesem Vorgehen beweisen, dass sie auch soziale Verantwortung für die heimische Wirtschaft sowie die Mitarbeiter übernehmen." (PM/Red)
|
|
| Pressemitteilung vom 09.01.2026 |
www.ak-kurier.de |
|
| Quelle: 1767920400 |
|
|
|
|
|