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| Nachricht vom 15.01.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Trotz Hürden: Windkraft in Rheinland-Pfalz wächst weiter |
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| Der Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz zeigt Fortschritte, doch die Genehmigungsverfahren dauern länger als in anderen Bundesländern. Wie steht das Bundesland im Vergleich zu anderen da? |
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Berlin/Mainz. Der Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz nimmt Fahrt auf, wenn auch mit Verzögerungen bei den Genehmigungen. Im Jahr 2025 wurden laut der Fachagentur Wind und Solar 41 neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen, was dem Bundesland Platz sechs unter den 13 Flächenländern einbrachte. Die neu installierte Leistung betrug 225,5 Megawatt, womit Rheinland-Pfalz auf Rang fünf kam.
Bundesweit gingen 2025 insgesamt 958 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5,2 Gigawatt ans Netz, was einem Zuwachs von etwa 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Rheinland-Pfalz lag dieser Anstieg bei 9,6 Prozent. Bayern verzeichnete zwar eine höhere prozentuale Steigerung von rund 65 Prozent, jedoch wurden dort nur 17 Anlagen mit einer Leistung von 82,5 Megawatt installiert - weniger als in Rheinland-Pfalz.
Auch die Stilllegungen von Windkraftanlagen waren in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr vergleichsweise hoch. Insgesamt wurden 34 Anlagen mit einer Leistung von knapp 57 Megawatt abgeschaltet. Damit lag der Nettozubau bei 169 Megawatt, was Platz sieben bedeutete. Ende des Jahres 2025 gab es in Rheinland-Pfalz 1.792 Windräder mit einer installierten Leistung von 4,3 Gigawatt.
Die Dauer der Genehmigungsverfahren für neue Windkraftanlagen bleibt eine Herausforderung. Im Jahr 2025 dauerte es durchschnittlich 20,4 Monate, bis eine Anlage genehmigt wurde, während der bundesweite Durchschnitt bei 16,7 Monaten lag. Am schnellsten ging es in Bayern, wo die Verfahren im Schnitt nur 8,7 Monate dauerten. Trotz der langen Verfahrenszeiten in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2025 Windenergieanlagen mit einer Leistung von knapp 1,4 Gigawatt neu genehmigt, was dem vierten Platz hinter Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg entsprach. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Nachricht vom 15.01.2026 |
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