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| Nachricht vom 15.01.2026 |
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| Wirtschaft |
| Wasserspender mit Festwasseranschluss für zu Hause: Schnickschnack oder sinnvolle Investition? |
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| Deutschland ist Mineralwasserland: Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von über 120 Litern pro Jahr zählen die Deutschen zu den größten Flaschenwasser-Konsumenten weltweit. Gleichzeitig gilt hiesiges Leitungswasser als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel überhaupt. Angesichts dieser Ausgangslage stellt sich die Frage, ob fest installierte Wassersysteme für den Haushalt lediglich eine teure Spielerei sind oder tatsächlich einen echten Mehrwert bieten. Grund genug für eine nüchterne Betrachtung von Kosten, Qualität und Nachhaltigkeit. |
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Kosten im Vergleich: Wohin fließt am meisten Geld?
Bei der Wahl eines Wassersystems spielt der Preis eine entscheidende Rolle. Mineralwasser aus dem Supermarkt kostet je nach Marke zwischen 19 Cent und 1 Euro pro Liter, manchmal sogar noch mehr. Mit einem klassischen Trinkwassersprudler lassen sich die Kosten auf etwa 17 Cent pro Liter senken – inklusive Anschaffungskosten und regelmäßigem Austausch der CO₂‑Kartuschen. Am günstigsten ist jedoch weiterhin das pure Leitungswasser: Mit rund 0,5 Cent pro Liter ist es nur ein Bruchteil so teuer wie abgefülltes Wasser und damit die klare Nummer eins in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wie unterscheiden sich die verschiedenen Wasserspender?
Wer nach Alternativen zu Flaschenwasser sucht, findet eine Vielzahl moderner Wasserspender: vom kompakten Tischgerät über elegante Standmodelle bis zu fest installierten Systemen. Die wichtigsten Unterschiede liegen in:
Wasserquelle: Gallonenbehälter, nachfüllbare Kleinflaschen oder direkter Leitungsanschluss
Funktionen: Kühlung, Erwärmung oder Karbonisierung
Installation: mobile Geräte oder fest installierte Lösungen
Mobile Modelle mit Kleinflaschen eignen sich ideal für den selteneren Gebrauch. Fest installierte Systeme bieten hingegen maximalen Komfort für die häufige Nutzung, da kein ständiges Nachfüllen oder Flaschentausch erforderlich ist.
Der leitungsgebundene Wasserspender punktet mit Funktionen und Nachhaltigkeit
Wasserspender mit Festwasseranschluss schließt man direkt an die Hausleitung an. Installiert liefern sie auf Knopfdruck
gefiltertes, oft auch
gekühltes oder
gesprudeltes Wasser.
Die integrierten Filtersysteme entfernen zudem Geschmacks- und Geruchsstoffe sowie potenzielle Verunreinigungen. Zwar liegen die Investitionskosten mit 350 bis 1.700 Euro höher als bei mobilen Alternativen. Die laufenden Kosten beschränken sich jedoch auf Wartung und Filterwechsel. Hierfür müssen jährlich 100 bis 300 Euro eingeplant werden. Auch im Hausgebrauch amortisiert sich die Anschaffung gegenüber dem kontinuierlichen Kauf von Flaschenwasser. Darüber freuen sich die Umwelt und die Gesundheit.
Schadstoffe und Mikroplastik sind mit dem Wasserspender kein Thema
Die ökologische Dimension gewinnt zunehmend an Bedeutung. Allein durch Wasserflaschen fallen in Deutschland jährlich rund 470.000 Tonnen Plastikabfall an. Hinzu kommt: Untersuchungen von ÖKO-TEST und diverser Forschungsinstitute konnten in fast der Hälfte aller untersuchten Mineralwässer aus PET-Flaschen Mikroplastik nachweisen. Im Leitungswasser kommt selbiges gewissermaßen gar nicht vor. Ähnlich verhält es sich mit diversen Schadstoffen, für die Leitungswasser strengere Grenzwerte einhalten muss als die gewerblichen Abfüller von Mineralwasser.
Und auch das ist Fakt: Leitungsgebundene Systeme eliminieren nicht nur den Verpackungsmüll, sondern auch den CO₂-Ausstoß durch Transport und Flaschenproduktion nahezu vollständig.
Fazit: Der Wasserspender ist eine Investition mit Perspektive
Die nüchterne Analyse zeigt: Fest installierte Wassersysteme sind mehr als modisches Accessoire. Wer langfristig denkt und Wert auf Nachhaltigkeit legt, profitiert von niedrigeren Betriebskosten, einer besseren Umweltbilanz und einer komfortableren Handhabung. (prm) |
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