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Pressemitteilung vom 19.01.2026
Rheinland-Pfalz
Warnstreiks im Straßenbau: Kommt es in Rheinland-Pfalz zu einem Verkehrschaos?
Am 20. Januar wird es zu Einschränkungen auf Deutschlands Straßen kommen. Grund dafür sind die bundesweiten Warnstreiks der Beschäftigten der Autobahn GmbH und der Landesstraßenbauverwaltungen. Die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und Gehältern steht im Mittelpunkt.
Symbolbild. (Quelle: Pixabay)Montabaur/Rheinland-Pfalz. Am 20. Januar rufen Gewerkschaften rund 14.000 Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes sowie mehrere Tausend Beschäftigte der Landesstraßenbauverwaltungen zu einem bundesweiten Warnstreik auf. Insgesamt sind 18 Standorte von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffen. "Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland - jeden Tag kümmern sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Autobahnen, auf Bundes- und Landesstraßen, auf Brücken und in Tunneln. Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört," erklärt Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende.

Zwei Tarifrunden stehen im Hintergrund der Streiks: Zum einen die Tarifrunde der Länder (TV-L) für die Landesbetriebe, zum anderen die Verhandlungen bei der Autobahn GmbH, die einen separaten Tarifvertrag aushandelt. In beiden Fällen fehlt bisher ein verhandlungsfähiges Angebot seitens der Arbeitgeber. Die Beschäftigten fordern eine Erhöhung des Entgelts um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr für die unteren Lohngruppen.

Kundgebung in Montabaur
In Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind spezifische Streikaktionen geplant. Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) wird am 20. Januar um 9.30 Uhr in Tholey an der Zentralwerkstatt bestreikt. In Montabaur ruft der dbb gemeinsam mit ver.di die Beschäftigten der Autobahn GmbH zu einer Kundgebung um 11 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz auf.

Die Warnstreiks könnten regional zu Einschränkungen führen, insbesondere beim Winterdienst, wo Verzögerungen bei Räum- und Streueinsätzen möglich sind. Die Streikenden betonen, dass trotz der Maßnahmen die Verkehrssicherheit höchste Priorität habe, während gleichzeitig auf die Notwendigkeit besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen hingewiesen wird. (PM/Red)
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