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| Pressemitteilung vom 21.01.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Steigende Gewalt an Schulen in Rheinland-Pfalz: Landesregierung reagiert |
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| Die Zunahme von Gewalttaten an Schulen in Rheinland-Pfalz hat die Landesregierung zum Handeln veranlasst. Mit einem neuen Maßnahmenpaket wollen das Innen- und Bildungsministerium für mehr Sicherheit sorgen. |
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Mainz. Körperverletzungen, Bedrohungen und sexuelle Belästigungen nehmen an den Schulen in Rheinland-Pfalz zu. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Landesregierung ein gemeinsames Präventionskonzept der Innen- und Bildungsministerien vorgestellt. Im Fokus stehen dabei Brennpunktschulen, an denen die Polizei künftig regelmäßig präsent sein wird. Diese Einsätze sind fest terminiert und werden von speziell geschulten Kräften durchgeführt, um Eskalationen zu vermeiden. Zudem sollen sogenannte Gefährderansprachen mit potenziellen Tätern auch auf Polizeiwachen stattfinden.
An Schulen wie der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen, wo es kürzlich zu einem Messerangriff kam, wird diese Strategie bereits umgesetzt. Die eingesetzten Polizeikräfte verfügen über besondere Expertise in der Gewaltprävention und arbeiten eng mit der Schule zusammen.
Eine zentrale Vertrauensstelle beim pädagogischen Landesinstitut soll Lehrkräfte und pädagogisches Personal unterstützen. Dort bieten Psychologen vertrauliche Beratung und vermitteln weitere Hilfen durch Schulaufsicht oder Sicherheitsbehörden.
Kritik und Zuspruch wegen Polizeipräsenz an Schulen
Die Landesschülervertretung (LSV) kritisiert die verstärkte Polizeipräsenz und fordert stattdessen Prävention und Aufklärung. Unterstützung erhält das Konzept hingegen von der GEW, dem Philologenverband und dem Landeselternbeirat, die die Maßnahme als sinnvoll erachten, jedoch auf Verhältnismäßigkeit pochen.
Laut LSV gibt es keine flächendeckende Gewalt an Schulen, jedoch zunehmende Vorfälle, die sowohl Schüler als auch Lehrer belasten. Neben körperlicher Gewalt treten auch psychische Formen wie Mobbing und Diskriminierung auf. Besonders in sozialen Brennpunkten wie Ludwigshafen seien Konflikte häufiger.
Politische und religiöse Konflikte sowie gesellschaftliche Diskriminierung tragen zur Gewaltbereitschaft bei und spiegeln sich im schulischen Alltag wider. Eltern, Schüler und Bildungsverbände fordern daher mehr Unterstützung durch multiprofessionelle Teams und kleinere Klassengrößen, um effektive Beziehungsarbeit leisten zu können.
(dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Pressemitteilung vom 21.01.2026 |
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