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| Nachricht vom 20.01.2026 |
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| Wirtschaft |
| Digitale Sicherheit im Alltag: Tipps zum Schutz vor Datenklau und Betrug |
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| Sie öffnen morgens Ihre Mails, zahlen online eine Rechnung und verbinden Ihr Smartphone mit dem WLAN. All das gehört heute zum Alltag. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie diese digitalen Schritte sicherer gestalten – ohne Mehraufwand und technisches Vorwissen. Dieser Ratgeber gibt Ihnen Tipps zur digitalen Sicherheit im Alltag, mit denen Sie souverän im Internet agieren. |
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Digitale Risiken, die im Alltag oft unterschätzt werden
Viele Gefahren bei digitalen Diensten entstehen nicht durch komplexe Angriffe, sondern durch alltägliche Situationen, die leicht übersehen oder unterschätzt werden.
Typische Risiken im digitalen Alltag sind:
• Phishing-Nachrichten per Mail oder SMS: Betrüger geben sich als Paketdienste, Banken oder bekannte Anbieter aus. Ziel ist es, Zugangsdaten oder persönliche Informationen abzugreifen.
• Unsichere Passwörter und mehrfach genutzte Accounts: Kurze oder wiederverwendete Passwörter erleichtern Angreifern den Zugriff auf mehrere Konten gleichzeitig.
• Schadsoftware durch Anhänge und Downloads: Infizierte Dateien oder manipulierte Programme gelangen oft unbemerkt auf Geräte und öffnen Angreifern Tür und Tor.
• Öffentliche und ungesicherte WLAN-Netzwerke: In Cafés, Bahnhöfen oder Hotels können Daten leichter mitgelesen oder manipuliert werden.
• Veraltete Systeme und fehlende Updates: Sicherheitslücken bleiben offen, wenn Betriebssysteme, Apps oder Programme nicht regelmäßig aktualisiert werden.
• Unbedachter Umgang mit persönlichen Daten: Zu viele Freigaben in Apps oder öffentliche Informationen in Netzwerken erhöhen das Risiko von Datenmissbrauch.
Typische digitale Gefahren erkennen und vermeiden
Besonders häufig nutzen Angreifer Nachrichten und manipulierte Software, um Zugriff auf Daten und Geräte zu erhalten.
Phishing-Mails, -SMS und betrügerische Nachrichten
Phishing gehört zu den häufigsten Methoden von Cyberkriminellen. Dabei versuchen Betrüger, Sie über gefälschte Nachrichten zu einer Handlung zu bewegen. Ziel ist fast immer der Zugriff auf Daten, Konten oder Passwörter.
Typische Merkmale solcher Nachrichten sind:
• Aufforderungen zu schnellem Handeln, zum Beispiel wegen eines angeblichen Problems
• Links, die zu nachgebauten Webseiten führen
• Absenderadressen, die denen bekannter Unternehmen ähneln
• Anhänge, die geöffnet werden sollen
Besonders perfide sind Phishing-SMS oder -Mails, die täuschend echt wirken. Logos, Sprache und Layout passen oft zum Original. Prüfen Sie deshalb immer genau den Absender. Klicken Sie keine Links an und öffnen Sie keine Anhänge, wenn Ihnen eine Nachricht verdächtig vorkommt.
Schadsoftware und unsichere Anwendungen
Schadsoftware gelangt meist unbemerkt auf Ihre Geräte. Häufig geschieht das über Downloads, manipulierte Apps oder infizierte Anhänge. Einmal installiert, kann die Software Daten ausspähen, Zugriffe ermöglichen oder Systeme stören.
Erhöhte Risiken entstehen vor allem durch:
• Apps aus inoffiziellen Quellen
• Programme ohne regelmäßige Updates
• Unbekannte Anhänge in Mails
• Fehlende Schutzsoftware auf Geräten
Achten Sie darauf, Anwendungen nur aus vertrauenswürdigen Stores zu installieren. Halten Sie Betriebssysteme und Programme aktuell. So schließen Sie Sicherheitslücken und reduzieren die Angriffsfläche deutlich.
Sichere Zugangsdaten für mehr Cybersicherheit
Zugangsdaten schützen den direkten Zugriff auf Ihre digitalen Konten. Genau deshalb stehen Passwörter und Logins besonders häufig im Fokus von Cyberangriffen. Wer hier sorgfältig vorgeht, schafft eine wichtige Grundlage für mehr Sicherheit im Alltag.
Starke Passwörter richtig erstellen
Viele Passwörter wirken auf den ersten Blick sicher, halten einem echten Angriff aber nicht stand. Oft fehlt das Bewusstsein dafür, wie leicht sich einfache Kombinationen automatisiert testen lassen. An dieser Stelle stellt sich oft die Frage, wie sicher das Passwort wirklich ist. Ein gutes Passwort ist lang, individuell und schwer zu erraten. Kurze oder einfache Kombinationen lassen sich schnell knacken. Auch persönliche Daten wie Namen oder Geburtsdaten bieten keinen ausreichenden Schutz.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt, bei der Erstellung von Passwörtern auf Folgendes zu achten:
• Nutzen Sie mindestens acht Zeichen – je länger, desto besser.
• Kombinieren Sie Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
• Verwenden Sie für jeden Account ein eigenes Passwort.
• Vermeiden Sie Begriffe aus dem Alltag oder Wörter aus dem Wörterbuch.
So erschweren Sie Angreifern den Zugriff und reduzieren das Risiko eines Datenverlusts.
Passwortmanager und Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen
Starke Passwörter lassen sich im Alltag schwer merken. Passwortmanager lösen dieses Problem. Sie speichern Zugangsdaten sicher und erstellen auf Wunsch komplexe Passwörter für jede Anwendung. So müssen Sie sich nur noch ein Hauptpasswort merken.
Zusätzlichen Schutz bietet die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Neben dem Passwort bestätigen Sie den Login mit einem zweiten Faktor, zum Beispiel per App oder SMS. Selbst wenn ein Passwort in falsche Hände gerät, bleibt der Zugriff so meist gesperrt.
Sicher im Internet und in WLAN-Netzwerken unterwegs
Eine stabile Internetverbindung gehört zum Alltag. Gleichzeitig entscheidet genau dieser Punkt oft darüber, wie gut Ihre Daten geschützt sind. Wer bewusst mit Netzwerken und Verbindungen umgeht, reduziert viele digitale Risiken bereits im Vorfeld.
Öffentliche WLANs richtig nutzen
Öffentliche WLAN-Netzwerke sind praktisch, aber nicht immer sicher. In Cafés, Hotels oder Bahnhöfen können Angreifer den Datenverkehr leichter abfangen oder manipulieren. Besonders kritisch wird es, wenn sensible Daten übertragen werden.
Beachten Sie deshalb folgende Hinweise:
• Nutzen Sie öffentliche WLANs nicht für Bankgeschäfte oder vertrauliche Zugriffe.
• Prüfen Sie den Namen des Netzwerks genau, um Fake-WLANs zu meiden.
• Rufen Sie nur Webseiten mit verschlüsselter Verbindung auf.
• Trennen Sie die Verbindung, wenn Sie das Netzwerk nicht aktiv nutzen.
Ein zusätzlicher Schutz entsteht durch eine VPN-Verbindung. Sie verschlüsselt den Datenverkehr und schützt Informationen auch in unsicheren Netzwerken vor fremdem Zugriff.
Sichere Verbindungen und regelmäßige Updates
Nicht nur das Netzwerk selbst, auch der Zustand Ihrer Geräte spielt eine wichtige Rolle. Veraltete Systeme enthalten oft bekannte Sicherheitslücken, die Angreifer gezielt ausnutzen.
Achten Sie deshalb darauf:
• Installieren Sie Updates für Betriebssysteme, Apps und Programme zeitnah.
• Nutzen Sie nur sichere und aktuelle Browser.
• Aktivieren Sie wenn möglich automatische Aktualisierungen.
Smartphone, Apps und persönliche Daten schützen
Auf dem Smartphone sammeln sich viele sensible Informationen. Dazu zählen Kontakte, Nachrichten, Fotos sowie Zugänge zu Konten und Anwendungen. Umso wichtiger ist ein bewusster und kontrollierter Umgang mit Gerät und Apps.
Darauf sollten Sie achten:
• App-Berechtigungen regelmäßig prüfen: Viele Apps fordern Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Standort oder Kontakte. Prüfen Sie diese Berechtigungen regelmäßig und entziehen Sie Zugriffe, die für die Nutzung nicht notwendig sind.
• Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren: Nutzen Sie ausschließlich offizielle App-Stores. Achten Sie auf Bewertungen, Anbieterinformationen und regelmäßige Updates, um Sicherheitslücken und Schadsoftware zu vermeiden.
• Gerät konsequent absichern: Schützen Sie Ihr Smartphone mit einer Displaysperre, zum Beispiel per PIN, Muster oder biometrischer Authentifizierung. Aktivieren Sie zusätzlich die automatische Sperre bei Inaktivität.
• Vorsorge bei Verlust oder Diebstahl treffen: Aktivieren Sie Funktionen zum Orten, Sperren oder Löschen des Geräts aus der Ferne. So verhindern Sie, dass Unbefugte Zugriff auf persönliche Daten erhalten.
Vorsorge treffen: Backups, Schulungen und gesunder Umgang
Digitale Sicherheit endet nicht bei einzelnen Schutzmaßnahmen. Wer langfristig sicher bleiben möchte, setzt auf Vorsorge, Wissen und einen bewussten Umgang mit digitalen Angeboten. So lassen sich Schäden begrenzen und Risiken dauerhaft reduzieren.
Wichtige Maßnahmen zur Vorsorge sind:
• Regelmäßige Backups erstellen: Sichern Sie wichtige Daten regelmäßig auf externen Speichern oder in vertrauenswürdigen Cloud-Lösungen. Backups schützen vor Datenverlust durch Schadsoftware, technische Defekte oder den Verlust eines Geräts.
• Auf Betrugsversuche vorbereitet sein: Cyberkriminelle passen ihre Methoden ständig an. Bleiben Sie aufmerksam bei ungewöhnlichen Mails, Anrufen oder Nachrichten. Hinterfragen Sie Aufforderungen zu schnellen Handlungen und prüfen Sie Informationen im Zweifel über offizielle Kanäle.
• Wissen regelmäßig auffrischen: Kurze Schulungen, Ratgeber oder Hinweise von vertrauenswürdigen Stellen helfen, neue Betrugsmaschen früh zu erkennen.
• Bewusster Umgang mit digitalen Diensten: Teilen Sie persönliche Daten nur, wenn es notwendig ist. Überlegen Sie, welche Informationen wirklich öffentlich sein müssen, und prüfen Sie Einstellungen in Konten und Anwendungen regelmäßig.
Fazit: digitale Sicherheit bewusst in den Alltag integrieren
Digitale Sicherheit ist keine einmalige Aufgabe, sondern Teil des täglichen Umgangs mit Internet, Geräten und Daten. Viele Risiken lassen sich mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren: Wer Passwörter bewusst wählt, Verbindungen prüft und aufmerksam auf Nachrichten reagiert, schützt sich wirksam vor Datenklau und Betrug. Regelmäßige Updates, sichere Zugangsdaten, Backups und ein kritischer Blick auf digitale Inhalte schaffen eine stabile Grundlage für mehr Sicherheit. (prm) |
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