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Nachricht vom 22.01.2026
Region
Pflege in Rheinland-Pfalz: Eigenanteil für Heimbewohner steigt weiter
Bewohner von Pflegeheimen in Rheinland-Pfalz müssen zunehmend tiefer in die Tasche greifen. Eine aktuelle Analyse zeigt, wie sich der finanzielle Druck auf Pflegebedürftige im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat.
Eigenanteil für Heimbewohner in Rheinland-Pfalz steigt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-tmnMainz. Der Eigenanteil, den Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner in Rheinland-Pfalz zahlen müssen, ist erneut gestiegen. Zum 1. Januar lag dieser durchschnittlich bei 3.222 Euro pro Monat im ersten Jahr, wie eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dies bedeutet einen Anstieg von 171 Euro monatlich im Vergleich zum 1. Juli des Vorjahres und sogar 219 Euro mehr als zu Jahresbeginn 2025.

In diesen Summen sind der Eigenanteil für Pflege und Betreuung enthalten, da die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten deckt. Zusätzlich fallen für die Bewohnerinnen und Bewohner Zahlungen für Unterkunft, Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Umlagen für Ausbildungskosten an.

Im bundesweiten Durchschnitt belief sich der zu zahlende Anteil zum 1. Januar im ersten Jahr im Heim auf 3.245 Euro pro Monat. Die regionalen Unterschiede sind erheblich. So war die Pflege in Bremen mit durchschnittlich 3.637 Euro im Monat am teuersten, während Sachsen-Anhalt mit 2.720 Euro die niedrigste Belastung verzeichnete.

Die Gesamtbelastungen hängen von der Aufenthaltsdauer im Heim ab, da sich danach Entlastungszuschläge richten, die Pflegebedürftige von den Pflegekassen erhalten. Im ersten Jahr wird der Eigenanteil für die Pflege um 15 Prozent reduziert, im zweiten Jahr um 30 Prozent, im dritten Jahr um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent. Mit dem höchsten Zuschlag ab dem vierten Jahr stieg die Zahlung aus eigener Tasche in Rheinland-Pfalz zum Jahresbeginn auf durchschnittlich 2.200 Euro. Das waren 144 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt und 110 Euro mehr als Anfang des Vorjahres in Rheinland-Pfalz. (dpa/bearbeitet durch Red)
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