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| Nachricht vom 22.01.2026 |
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| Wirtschaft |
| Wie man mit Genügsamkeit und digitalem Nervenkitzel das Glück abonniert |
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| ANZEIGE 18+ | Hinweis: Dieser Artikel ist für ein erwachsenes Publikum bestimmt und behandelt Themen (beinhaltet ggf. Links), die sich an Personen ab 18 Jahren richten. In den beschaulichen Gassen von Altenkirchen oder beim Wandern durch den herbstlichen Westerwald könnte man meinen, die Zeit liefe ein wenig langsamer. Doch während draußen der Wind durch die Wälder pfeift, braut sich in den heimischen Wohnzimmern zwischen Wissen und Betzdorf ein Trend zusammen, der so gar nicht nach altbackener Sparsamkeit riecht. Frugalismus ist das Zauberwort, das derzeit die Gemüter erhitzt und die Sparschweine der Region zum Schwitzen bringt. |
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Aber vergessen Sie das Bild vom griesgrämigen Geizhals, der im Dunkeln sitzt, um Strom zu sparen. Der moderne Frugalist von heute ist ein Lebenskünstler, der verstanden hat, dass maximaler Genuss nicht zwangsläufig ein maximales Loch im Geldbeutel bedeuten muss.
Warum weniger im Portemonnaie mehr im Herzen bedeutet
Besonders jetzt im neuen Jahr, in dem die Inflationsrate laut Prognosen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung endlich wieder auf den Zielwert von 2,0 Prozent zusteuert, wittern viele die Chance, ihr finanzielles Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Das Ziel der Bewegung ist so simpel wie kühn: Durch eine bewusst reduzierte Lebensweise so viel Kapital anzuhäufen, dass die Rente mit 40 oder 50 kein ferner Traum, sondern mathematische Gewissheit bleibt. Wer im Westerwald clever wirtschaftet, seine Fixkosten für Miete und Energie – die immerhin stolze 34 Prozent der durchschnittlichen Haushaltsausgaben ausmachen – optimiert und auf teure Statussymbole verzichtet, gewinnt vor allem eines: Zeit und Freiheit.
Ein wesentlicher Pfeiler dieses neuen Lebensgefühls ist die Entdeckung des virtuellen Raums als Spielwiese für Unterhaltung. Warum hunderte Euro für überteuerte Event-Tickets oder Fernreisen ausgeben, wenn die Welt des Entertainments nur einen Klick entfernt liegt? In dieser digitalen Nische hat sich eine spannende Symbiose entwickelt. Viele Frugalisten nutzen die gesparten Mittel für kleine, kontrollierte Abenteuer in der Online-Welt. Wer etwa auf spinsdragon.com/de/ mit seinen coolen Spielen und dem wirklich großartigen Kundenservice sein Glück versucht, sucht oft nicht das schnelle Geld, sondern den kurzweiligen Nervenkitzel, der in einem frugal gestalteten Alltag für das nötige Salz in der Suppe sorgt. Es ist die moderne Form des Feierabendbiers, nur eben digital, interaktiv und oft deutlich günstiger als ein ganzer Abend in der Großstadt-Diskothek.
Der Clou am Frugalismus ist die radikale Priorisierung. Experten von KfW Research betonen, dass die Binnennachfrage das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung bildet, doch der kluge Sparer aus unserer Region investiert lieber in Erlebnisse statt in Dinge. Ein echtes Beispiel aus dem Westerwald gefällig? Nehmen wir den fiktiven, aber typischen „Spar-Sigi“ aus Montabaur. Sigi hat seinen teuren Leasingwagen gegen ein gebrauchtes E-Bike getauscht und kocht seine Linsensuppe lieber selbst, statt beim Lieferdienst den Mindestbestellwert zu jagen. Das Ergebnis: Eine Sparquote von über 50 Prozent.
Gaming statt Gardasee
Doch was macht Sigi mit der gewonnenen Zeit? Er taucht ein in virtuelle Welten. Virtuelle Realität, Streaming-Dienste und eben jene Online-Plattformen bieten eine Vielfalt, die früher unbezahlbar war. Für den Preis eines einzigen Kinobesuchs bekommt man heute einen ganzen Monat unbegrenzten Zugriff auf Hollywood-Blockbuster oder Gaming-Abenteuer. Frugalisten im Westerwald wissen: Der Reichtum liegt nicht in der Anzahl der Quadratmeter, sondern in der Qualität der Freizeit. Die monatliche Ersparnis wandert meist direkt in ETFs oder andere Geldanlagen, um den Zinseszinseffekt für sich arbeiten zu lassen. Dass dabei ein kleiner Teil als „Spaß-Budget“ für virtuelle Slots oder Pokerrunden reserviert wird, gehört zum psychologischen Kalkül – denn wer nur verzichtet, verliert irgendwann die Lust am Sparen.
Es klingt paradox, ist aber logisch: Wer seine Freizeitgestaltung ins Digitale verlagert, kann massiv Kosten drücken, ohne sich zu langweilen. Während ein Wochenendtrip nach Italien inklusive Anreise und Unterkunft schnell 500 Euro verschlingt, kostet das Eintauchen in komplexe Online-Rollenspiele oder der gelegentliche Besuch im digitalen Casino nur einen Bruchteil. Diese „Micro-Entertainment“-Strategie erlaubt es, täglich kleine Highlights zu setzen. Statistiken zeigen, dass Haushalte, die ihre Freizeitaktivitäten bewusst digitaler und lokaler gestalten, bis zu 11 Prozent ihres monatlichen Budgets umschichten können.
In der Region Altenkirchen sieht man diesen Wandel deutlich. Statt teurem Equipment für seltene Hobbys setzen viele auf multifunktionale Technik. Ein gutes Tablet ist gleichzeitig Bibliothek, Spielkonsole, Kinoleinwand und Tor zur Welt. Diese Effizienz ist der Kern des Frugalismus. Man nutzt Ressourcen mehrfach und reduziert so den ökologischen sowie finanziellen Fußabdruck. Das gesparte Geld ist dabei kein Selbstzweck. Es dient als Puffer gegen die Unsicherheiten des Arbeitsmarktes, der 2026 trotz leichter Erholung immer noch mit einer Arbeitslosenquote von etwa 6,3 Prozent jongliert. Ein gefülltes Depot ist im Westerwald das beste Ruhekissen.
Die neue Genügsamkeit
Am Ende des Tages geht es beim Frugalismus nicht darum, wer die billigste Zahnpasta kauft. Es geht um die Rückbesinnung auf das Wesentliche. Die Menschen hier im AK-Land schätzen ihre Heimat, die Natur und die Gemeinschaft. Wenn man das Beste aus der Region mit den unendlichen Möglichkeiten der virtuellen Welt kombiniert, entsteht ein Lebensmodell, das krisenfest und zukunftstauglich ist. Die Laufenden Wirtschaftsrechnungen des Statistischen Bundesamtes werden vermutlich zeigen, dass der Trend zum bewussten Konsum endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
Ob man nun am Wochenende durch das Siegtal wandert oder sich abends bei einer Runde digitalem Roulette entspannt – die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie viel man für sein Glück ausgeben möchte, ist das größte Privileg unserer Zeit. Ein frugales Leben ist kein Mangel, sondern eine kluge Wahl. Wer lernt, mit wenig viel zu erleben, ist den Luxus-Sklaven unserer Konsumgesellschaft immer einen Schritt voraus. Und vielleicht ist genau dies das Geheimnis: Das Leben im Westerwald ist schon belohnend genug, da braucht es keine teuren Statussymbole, um sich wie ein König zu fühlen. (prm)
Hinweis zu den Risiken von Glücksspielen:
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und nutzen Sie bei Bedarf Hilfsangebote wie die Suchtberatung (Link: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - Glücksspielsucht). |
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| Nachricht vom 22.01.2026 |
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