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Pressemitteilung vom 25.01.2026
Rheinland-Pfalz
DNA-Reihenuntersuchung: 1.200 Männer geben Speichelprobe ab
Nach einem schweren Missbrauchsfall im Landkreis Ahrweiler setzen die Ermittler auf eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung, um den Täter zu identifizieren.
(Foto: Thomas Frey/dpa)Rheinland-Pfalz. Rund 1.200 Männer haben am Freitag und Samstag ihre Speichelproben im Rahmen einer DNA-Reihenuntersuchung abgegeben. Diese Maßnahme ist Teil der Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch eines siebenjährigen Mädchens im Juni 2025, wie die Polizei mitteilte. "Die bisherigen Ermittlungen haben leider nicht zur Ermittlung des Tatverdächtigen geführt", erklärte Jürgen Fachinger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Koblenz, am Freitag.

Die Untersuchungen begannen am Freitag in Niederzissen und wurden am Wochenende fortgesetzt. Ziel ist es, durch den DNA-Abgleich mögliche Übereinstimmungen oder Verwandtschaftsverhältnisse bis zum dritten Grad zu erkennen. Bereits im August 2025 hatte die Polizei in Oberdürenbach eine ähnliche Untersuchung durchgeführt, über deren Teilnehmerzahl jedoch keine Angaben gemacht wurden.

Der gesuchte Tatverdächtige soll zwischen 30 und 35 Jahren alt sein. Eingeladen zur Untersuchung wurden Männer im Alter von 15 bis 65 Jahren, um auch potenzielle Verwandte zu identifizieren. Die Teilnahme an der Untersuchung erfolgt freiwillig.

Das siebenjährige Opfer wurde im Juni 2025 in Oberdürenbach von einem Mann angesprochen und zu einem nahegelegenen Reitplatz gelockt. Glücklicherweise blieb das Mädchen körperlich unverletzt. Seither ermittelt die Kriminalpolizei Mayen wegen eines schweren Sexualdelikts zum Nachteil des Kindes. (dpa/bearbeitet durch Red)

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