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Pressemitteilung vom 31.01.2026
Politik
Kreis Altenkirchen: FDP fordert Qualität statt Quantität in der Krankenhausversorgung
Die FDP-Kreistagsfraktion Altenkirchen spricht sich für eine stärkere Qualitätsorientierung in der medizinischen Versorgung in der Region aus. Nach ihrer Auffassung müsse sich die Krankenhausstruktur künftig stärker an Leistungsfähigkeit, klaren Schwerpunkten und einer verlässlichen Versorgungsqualität für die Patienten orientieren.
Foto: Dr. Klaus Kohlhas (FDP- Fraktionsvorsitzender Kreistag AK)Kreis Altenkirchen. Im Jahr 2019 sprach sich die FDP im Kreis Altenkirchen für eine Qualitätsoffensive sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich in der medizinischen Versorgung aus. Das Konzept basierte auf dem Statamed-Modell aus Norddeutschland, das klare Krankenhausschwerpunkte und unterstützende Regionalkliniken vorsah.

Nach Angaben der FDP habe sich die Lage inzwischen jedoch grundlegend verändert. Durch die Insolvenz der DRK-Krankenhausträgergesellschaft sowie durch mangelnden politischen Gestaltungswillen sowohl im Kreis Altenkirchen als auch im benachbarten Westerwaldkreis sei das ursprüngliche Konzept faktisch aufgegeben worden. Hinzu gekommen sei zuletzt das Ausbleiben der notwendigen Unterstützung aus dem Gesundheitsministerium in Mainz - entgegen Gutachten des Krankenkassen-Landesverbandes sowie eigener fachlicher Bewertungen.

Aktuell werde das Krankenhaus Hachenburg deutlich erweitert, die Bettenzahl erhöht und es seien Investitionen von rund 70 Millionen Euro vorgesehen. Zum Diakoniekrankenhaus in Kirchen heißt es nach Darstellung der FDP, der Standort solle sowohl inhaltlich als auch strukturell gestärkt und zudem umfassend energetisch saniert werden. Zudem habe die Leitung der Diakonie angekündigt, perspektivisch wieder eine Bettenkapazität von bis zu 300 Betten anzustreben.

Angesichts dieser Entwicklungen sieht die FDP-Kreistagsfraktion keinen Bedarf für zusätzliche Bettenkapazitäten im Kreis Altenkirchen. Vielmehr sollen bestehende Strukturen leistungsfähig und zukunftsfest gestaltet werden.

Konkrete Maßnahmen und Förderanträge gefordert
Die FDP fordert von der Diakonie, notwendige strukturelle Maßnahmen, insbesondere in den Bereichen Personalrekrutierung und IT, zeitnah zu benennen und in einem Förderantrag an das Gesundheitsministerium in Mainz einzubringen. Das Land soll gleichrangige Förderbedingungen für Hachenburg und Kirchen schaffen. Wichtig bleibt eine dauerhafte Notfallversorgung im Raum Altenkirchen. Die bestehenden, durch die Kassenärztliche Vereinigung genehmigten MVZ-Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung.

Der Leitgedanke der FDP ist klar: "Es geht nicht um möglichst viele Kliniken, sondern um die bestmögliche Qualität für die Patientinnen und Patienten in unserer Region". (PM/Red)
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