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Nachricht vom 19.02.2026
Politik
Kandidat für die Landtagswahl 2026: Johannes Behner (CDU)
Am Sonntag, 22. März, stehen die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen 2026 an. Doch wer sind die Direktkandidierenden, denen wir unsere Stimme geben sollen, was sind ihre Vorstellungen und Ziele für unsere Region? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von Johannes Behner (CDU)
Johannes Behner (Foto: Josua Straka)Wahlkreis Betzdorf/Kirchen (Sieg). Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landtagswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von Johannes Behner (CDU).

Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
Mein politisches Engagement war und ist vom Gedanken des Gemeinwohls getragen. Für mich muss Politik immer dem Wohl aller dienen und darf nicht von einzelnen Partikularinteressen bestimmt werden.

Konkret habe ich mich in den vergangenen Jahren vor allem für eine handlungsfähige kommunale Selbstverwaltung, für sichere und lebenswerte Städte und Gemeinden, für gute Bildungs- und Betreuungsangebote, eine gute medizinische Versorgung sowie für eine starke lokale Wirtschaft eingesetzt. Als Stadtbürgermeister erlebe ich täglich, wie wichtig pragmatische, lösungsorientierte Politik ist, die die Menschen vor Ort ernst nimmt und Entscheidungen nachvollziehbar trifft.

Mein Antrieb ist die Überzeugung, dass Politik dann Vertrauen schafft, wenn sie Verantwortung übernimmt, fair abwägt und das Gemeinwohl konsequent über Einzelinteressen stellt.

Was muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern?
Rheinland-Pfalz braucht einen spürbaren Mentalitätswechsel hin zu mehr Verlässlichkeit, Effizienz und Zukunftsorientierung. Zu oft erleben Bürgerinnen und Bürger, Kommunen sowie Unternehmen unnötig komplizierte Verfahren, lange Entscheidungswege und eine Überregulierung, die Fortschritt bremst.

Dringend notwendig sind schnellere und einfachere Verwaltungsabläufe, insbesondere bei Genehmigungen, Förderanträgen und Bauvorhaben. Gleichzeitig müssen innere Sicherheit, Bildung und der Katastrophenschutz stärker in den Fokus rücken. Die Erfahrungen der Ahrtalflut haben gezeigt, dass Strukturen klarer, Zuständigkeiten eindeutiger und Vorsorge wie Krisenmanagement deutlich verbessert werden müssen.

Dafür braucht Rheinland-Pfalz eine Landesregierung, die gestaltet statt verwaltet, die anpackt statt anzukündigen - und die Entscheidungen mutig, klar und konsequent am Gemeinwohl orientiert trifft.

Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Wahlkreis stabil und zuverlässig bleibt?
Um die Gesundheitsversorgung im Wahlkreis dauerhaft stabil und zuverlässig zu sichern, braucht es bessere Rahmenbedingungen für die medizinische, pflegerische und therapeutische Gesundheitsversorgung. Dazu gehören weniger Bürokratie, verlässliche Planungsgrundlagen und gezielte Anreize, um insbesondere den ländlichen Raum für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie Therapeutinnen und Therapeuten attraktiv zu halten.

Gleichzeitig müssen bestehende Krankenhäuser, medizinische Versorgungszentren und ambulante Strukturen gestärkt und sinnvoll miteinander vernetzt werden. Eine wohnortnahe Versorgung - medizinisch, pflegerisch wie therapeutisch - darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen.

Ein zentraler Hebel ist zudem die Ausbildung: Rheinland-Pfalz muss deutlich mehr Medizinstudienplätze schaffen, um dem Ärztemangel nachhaltig zu begegnen. Wer im Land ausgebildet wird, hat eine höhere Bereitschaft, später auch hier zu arbeiten.

Das Land ist gefordert, die Kommunen stärker zu unterstützen - etwa bei der Ansiedlung von Praxen, bei innovativen Versorgungsmodellen und bei der Sicherstellung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Ziel muss eine Gesundheitsversorgung sein, die verlässlich erreichbar ist und sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientiert - nicht an rein statistischen Vorgaben.

Was sind aus Ihrer Sicht die dringendsten Infrastrukturprobleme in Ihrem Wahlkreis (Straßen, Brücken, ÖPNV, digitale Netze) – und welche drei Projekte würden Sie in der nächsten Legislaturperiode priorisieren?
Die dringendsten Infrastrukturprobleme im Wahlkreis liegen eindeutig im Bereich der Straßeninfrastruktur. Viele Straßen und Brücken befinden sich in einem schlechten Zustand, was die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, die Wirtschaft belastet und die Lebensqualität der Menschen vor Ort mindert. Hinzu kommen Defizite bei leistungsfähigen Industrieanbindungen sowie ein erheblicher Sanierungsstau im gesamten Wahlkreis.

In der nächsten Legislaturperiode würde ich folgende drei Projekte priorisieren:

B54 Rennerod - Ortsumgehung endlich umsetzen
Die B54 ist eine zentrale überregionale Verkehrsachse und zugleich eine der am stärksten belasteten Straßen in unserer Region. Die Ortsdurchfahrt Rennerod leidet seit Jahren unter hohem Durchgangsverkehr, Lärm und einem erhöhten Unfallrisiko. Die notwendige Ortsumgehung ist seit Langem geplant, wird aber durch jahrelange Verzögerungen und fehlende Entschlossenheit der Landesregierung immer wieder zurückgeworfen. Statt Planungssicherheit und Tempo erleben wir Stillstand und Verfahrensneustarts. Dieses Versagen geht zulasten der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der regionalen Wirtschaft. Hier braucht es endlich eine Landesregierung, die Verantwortung übernimmt, Verfahren beschleunigt und die Umsetzung konsequent vorantreibt.

Industrieanbindung Mudersbach/Brachbach
Eine leistungsfähige Anbindung der Industrie- und Gewerbegebiete in Mudersbach und Brachbach ist entscheidend für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit. Das Land muss hier klare Prioritäten setzen und notwendige Maßnahmen zügig realisieren, um die wirtschaftliche Entwicklung der Region nicht auszubremsen.

Nachhaltige Sanierung der Straßenzustände im gesamten Wahlkreis
Neben einzelnen Großprojekten braucht es eine flächendeckende Strategie zum Erhalt der bestehenden Straßen. Der Sanierungsstau im gesamten Wahlkreis muss systematisch abgebaut werden - mit verlässlicher Finanzierung und langfristigen Programmen statt punktueller Maßnahmen.

Darüber hinaus setze ich mich klar für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ein. Notwendige Investitionen in Straßen und Infrastruktur dürfen nicht einseitig auf Anliegerinnen und Anlieger abgewälzt werden, sondern sind eine Aufgabe des Landes und müssen solidarisch finanziert werden.

Wo sehen Sie die Grenzen der Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung, und unter welchen Bedingungen befürworten Sie die Entnahme einzelner Tiere? Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz künftig politisch ausbalanciert werden?
Die Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung hat dort ihre Grenzen, wo der Schutz von Weidetieren trotz zumutbarer Präventionsmaßnahmen nicht mehr gewährleistet ist. Weidetierhaltung ist aktive Landschaftspflege, dient dem Tierwohl und dem Erhalt unserer Kulturlandschaft - sie darf nicht dem ideologischen Artenschutz geopfert werden.

Die Entnahme einzelner Wölfe befürworte ich ausdrücklich dann, wenn Tiere wiederholt Nutztiere reißen, Schutzmaßnahmen überwinden oder ihr Verhalten die Weidetierhaltung konkret gefährdet. In solchen Fällen muss schnell, rechtssicher und unbürokratisch gehandelt werden können. Lange Verfahren und Zuständigkeitsdiskussionen helfen weder den Tierhaltern noch dem Artenschutz.

Künftig braucht Rheinland-Pfalz einen realistischen und ausgewogenen Umgang mit dem Wolf: verlässliche Entschädigungsregelungen, eine volle Kostenübernahme für wirksame Schutzmaßnahmen sowie klare rechtliche Grundlagen für die Entnahme problematischer Tiere. Gleichzeitig müssen die tatsächlichen Belastungen für Weidetierhalter stärker berücksichtigt werden.

Ziel muss ein Ausgleich sein, der Naturschutz ernst nimmt, das Tierwohl schützt und die Weidetierhaltung als unverzichtbaren Bestandteil des ländlichen Raums dauerhaft sichert. Dazu braucht es politische Klarheit, praktikable Lösungen und eine Landesregierung, die handelt, statt verwaltet.

Welche drei wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie in Rheinland-Pfalz setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, insbesondere im industriellen Mittelstand und bei Start-ups?
Konsequenter Bürokratieabbau und schnellere Verfahren
Der industrielle Mittelstand und junge Unternehmen brauchen Planungssicherheit und Tempo statt Papierberge. Vergabe-, Genehmigungs- und Förderverfahren müssen deutlich vereinfacht, digitalisiert und beschleunigt werden. Wer investieren, bauen oder erweitern will, darf nicht monatelang auf Entscheidungen warten. Bürokratieabbau ist aktive Wirtschaftsförderung.

LEP IV reformieren - Gewerbeflächen einfacher ermöglichen
Rheinland-Pfalz braucht mehr verfügbare und schnell entwickelbare Gewerbeflächen. Das Landesentwicklungsprogramm IV muss praxisnäher ausgestaltet werden, damit Kommunen wieder handlungsfähig werden. Wenn Betriebe wachsen oder sich ansiedeln wollen, dürfen sie nicht an landesplanerischen Hürden scheitern. Eine aktive Flächenpolitik ist Voraussetzung für industrielle Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze.

Gründungen stärken, Leerstände nutzen, Innenstädte beleben
Start-ups brauchen niedrigschwellige Unterstützung, bessere Beratung und einfacheren Zugang zu Fördermitteln. Gleichzeitig müssen wir den hohen Leerstand in vielen Ortskernen aktiv angehen - etwa durch die gezielte Nutzung leerstehender Ladenlokale für Gründungen, Co-Working-Konzepte oder junge Unternehmen. Ergänzend können Instrumente wie ein verkaufsoffener Sonntag im Dezember dazu beitragen, Innenstädte zu beleben, Kaufkraft vor Ort zu halten und Handel wie Gastronomie zu stärken.

Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel (Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftemangel) nicht zulasten der ländlichen Räume geht?
Strukturwandel darf kein Belastungsprogramm für den ländlichen Raum sein, sondern muss als Chance gestaltet werden. Dafür braucht es politische Rahmenbedingungen, die Klimaschutz, Digitalisierung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbinden - ohne zusätzliche Bürokratie und ohne einseitige Vorgaben von oben.

Klimaschutz muss wirtschaftlich verträglich, technologieoffen und realistisch umgesetzt werden. Wir brauchen eine vernünftige Klimapolitik, die Innovationen fördert und Arbeitsplätze sichert - keine ideologisch getriebene Klimahysterie, die Betriebe, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger überfordert. Gerade im ländlichen Raum liegen große Potenziale bei erneuerbaren Energien und regionaler Wertschöpfung, diese müssen genutzt werden, ohne den Menschen neue Belastungen aufzuerlegen.

Digitalisierung ist der Schlüssel zu gleichwertigen Lebensverhältnissen. Flächendeckende Glasfaser- und Mobilfunknetze, digitale Verwaltungsangebote sowie moderne Arbeitsformen wie Homeoffice oder Co-Working können Wege verkürzen, Fachkräfte binden und neue Perspektiven schaffen.

Dem Fachkräftemangel begegnen wir, indem wir Ausbildung und Weiterbildung stärken, berufliche Bildung aufwerten und den ländlichen Raum als attraktiven Lebens- und Arbeitsort weiterentwickeln - mit guter Infrastruktur, verlässlicher Kinderbetreuung, bezahlbarem Wohnraum und starken kommunalen Strukturen.

Wie wollen Sie die Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz in den kommenden fünf Jahren gestalten – insbesondere mit Blick auf Unterrichtsqualität, Lehrkräftegewinnung, Inklusion, Digitalisierung der Schulen und Entlastung von Schülern und Lehrkräften?
Gute Bildung braucht klare Erwartungen, Verlässlichkeit und Leistungsbereitschaft. Als Lehrer erlebe ich täglich, dass Unterricht dann gelingt, wenn Leistung eingefordert, gefördert und anerkannt wird. Bildungspolitik darf Leistung nicht relativieren, sondern muss sie wieder zum Maßstab machen.

Unterrichtsqualität bedeutet: Konzentration auf Kernkompetenzen, verständliche Lehrpläne und ausreichend Zeit für Lernen statt permanenter Reformen. Schülerinnen und Schüler müssen gefordert werden - ohne Überforderung, aber mit klaren Leistungsanforderungen. Schule braucht wieder mehr "work" und weniger "woke"- Debatten, die vom eigentlichen Bildungsauftrag ablenken. Gendersprache gehört dabei abgeschafft.

Der Leistungsgedanke gehört ausdrücklich zur Bildungsgerechtigkeit. Wer sich anstrengt, soll vorankommen - unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund. Dazu gehören transparente Leistungsbewertungen, verbindliche Standards und der Mut, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig muss Schule stärker praxisorientiert werden. Mehr und frühere Praktika, verbindliche Berufsorientierung und enge Kooperationen mit Betrieben sind notwendig. Andere Bundesländer sind hier weiter - Rheinland-Pfalz darf den Anschluss nicht verlieren.

Bei der Lehrkräftegewinnung braucht es endlich Verlässlichkeit: mehr Ausbildungsplätze, schnelle Verfahren, attraktive Arbeitsbedingungen und echte Entlastung im Alltag, damit gute Lehrkräfte im Beruf bleiben.

Inklusion kann nur gelingen, wenn sie realistisch organisiert und ausreichend ausgestattet ist. Sie darf nicht zulasten von Unterrichtsqualität gehen. Förderschulen müssen als Teil eines vielfältigen Systems erhalten bleiben.

Digitalisierung soll den Unterricht unterstützen, nicht ersetzen. Technik muss funktionieren, Fortbildung muss möglich sein und digitale Instrumente müssen den Lehrkräften Arbeit abnehmen - nicht neue schaffen.

Ziel ist eine Bildungspolitik mit klarer Haltung: Leistung einfordern, Praxis stärken und Lehrkräfte unterstützen - damit Schule wieder das leisten kann, was sie soll: junge Menschen bestmöglich auf ihr Leben vorbereiten.

Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Ich bin in die CDU eingetreten, weil sie für eine Politik der Verantwortung steht, die Freiheit, Leistung und sozialen Zusammenhalt miteinander verbindet. Mir ist wichtig, dass Politik nicht ideologisch, sondern pragmatisch und lösungsorientiert handelt.

Die CDU bekennt sich klar zur Bedeutung des Leistungsprinzips, zu einer starken kommunalen Selbstverwaltung und zu einer Politik, die das Gemeinwohl über Einzelinteressen stellt. Diese Grundhaltung entspricht meiner eigenen Überzeugung und meinem Anspruch an politisches Handeln - sowohl im kommunalen Alltag als auch auf Landesebene.

Entscheidend war für mich, dass die CDU Gestaltung ermöglichen will: Sie vertraut den Menschen vor Ort, setzt auf Verantwortung statt Bevormundung und steht für Stabilität, Sicherheit und Zukunftsperspektiven - gerade auch für den ländlichen Raum.

Worüber können Sie lachen?
Ich kann gut über mich selbst lachen und über die kleinen Situationen, in denen der Alltag einen überrascht - sei es im Klassenzimmer, im Rathaus oder unterwegs im Wahlkreis. Gerade wenn nicht alles nach Plan läuft, hilft Humor, die Dinge mit Gelassenheit zu nehmen.

Ich lache gerne und viel. Lachen schafft Nähe, baut Spannungen ab und erinnert daran, dass man bei aller Verantwortung Mensch bleibt.

Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Frust entsteht bei mir vor allem dann, wenn offensichtliche Probleme erkannt sind, Lösungen auf dem Tisch liegen - und trotzdem nichts vorangeht. Wenn Bürokratie, Zuständigkeitsgerangel oder politische Taktik wichtiger werden als das, was für die Menschen vor Ort sinnvoll und notwendig wäre, macht mich das wütend.

Besonders ärgert mich, wenn Engagement ausgebremst oder Verantwortung auf andere abgeschoben wird. Dazu gehört auch, wenn auf politischer Ebene Anträge allein deshalb abgelehnt werden, weil sie von einer anderen Partei eingebracht wurden - unabhängig vom Inhalt. Sachorientierte Lösungen müssen immer wichtiger sein als parteipolitische Abgrenzung.

Ich bin überzeugt: Politik und Verwaltung müssen Probleme lösen, nicht verwalten - und genau dafür setze ich mich ein.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Rheinland-Pfalz macht Tempo: Weniger Bürokratie, starke Kommunen und verlässliche Politik für die Menschen.

Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Rückblickend habe ich zeitweise unterschätzt, wie sehr politische Prozesse und Entscheidungswege Menschen frustrieren können, wenn Ergebnisse zu lange auf sich warten lassen. Ich bin oft davon ausgegangen, dass gute Argumente und sachliche Lösungen sich am Ende durchsetzen - unabhängig von parteipolitischen Interessen oder taktischen Erwägungen.

Diese Erfahrung hat meinen Blick geschärft: Politik braucht nicht nur gute Konzepte, sondern auch klare Kommunikation, frühzeitige Einbindung und den Willen, Entscheidungen konsequent voranzubringen. Genau daran arbeite ich heute bewusster - für mehr Transparenz, Tempo und Verlässlichkeit in der politischen Arbeit.

Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:
Als ehrenamtlicher Stadtbürgermeister stehe ich täglich im direkten Austausch mit den Menschen. Ich kenne ihre Sorgen, Anregungen und Erwartungen aus erster Hand. Ein Mandat im Landtag ermöglicht es mir, diese Erfahrungen unmittelbar in die Landespolitik einzubringen und Entscheidungen bürgernah, praxisorientiert und mit klarem Blick auf die Kommunen mitzugestalten.

Dabei geht es mir stets um die Sache und um das Gemeinwohl. Politik darf nicht von Einzel- oder Partikularinteressen bestimmt werden, sondern muss dem Wohl aller dienen. So entsteht Politik, die zuhört, versteht und handelt - nah bei den Menschen und wirksam auf Landesebene.

Ich arbeite gerne und viel, und mir ist es wichtig, für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein - nicht nur im Wahlkampf, wenn Plakate hängen, sondern dauerhaft, verlässlich und ansprechbar.

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Kurzer Steckbrief

Wohnort: Betzdorf
Geburtsdatum: 26. Februar 1989
Familienstand: verlobt

Beruflicher Lebenslauf/Ausbildung: 2009 Abitur; 2010 bis 2015 Lehramtsstudium in Gießen; 2015 bis 2016 Vertretungsstelle am Gymnasium Betzdorf; 2016 bis 2018 Vorbereitungsdienst (Referendariat); 2018 Übernahme nach dem Referendariat am Gymnasium Kreuztal; 2022 Oberstudienrat
Politischer Werdegang: 2019 bis 2024 Vorsitzender CDU Stadtverband Betzdorf; 2022 bis 2024 Fraktionssprecher der CDU-Fraktion im Stadtrat der Stadt Betzdorf; seit September 2024: Ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Betzdorf
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten: Ich bin ehrenamtlicher Stadtbürgermeister der Stadt Betzdorf - ein Amt, das ich auch im Falle einer Wahl in den Landtag weiterhin ausüben werde. Seit über 20 Jahren bin ich ehrenamtlich und als Führungskraft bei der Freiwilligen Feuerwehr Betzdorf tätig. Zudem engagiere ich mich als Vorsitzender der Stadtkapelle Betzdorf, Vorsitzender der Musikgemeinde Betzdorf-Kirchen, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Betzdorf, stellvertretender Sektionsleiter der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins des THW Betzdorf und bin Mitglied in zahlreichen Vereinen und Verbänden in unserer Region.

Hobbys: Sport und Feuerwehr
Drei Lieblingsorte im Wahlkreis: Wingendorf
Wingendorf ist für mich eng mit meiner Familie verbunden. Meine Großeltern, die leider schon verstorben sind, haben hier gelebt. Viele Erinnerungen an gemeinsame Zeit prägen diesen Ort bis heute und machen ihn für mich besonders, da ich dort in meiner Kindheit viel Zeit verbracht habe und mit 16 Jahren in die dortige Feuerwehr eingetreten bin.

Betzdorf
Betzdorf ist mein Zuhause. Ich lebe hier seit meiner Geburt, seit 36 Jahren, und hier liegt mein Lebensmittelpunkt. In Betzdorf bin ich ehrenamtlicher Stadtbürgermeister und in vielen Vereinen engagiert. Die Stadt steht für meinen Alltag, meine Verantwortung und mein politisches Engagement.

Dauersberg
Dauersberg ist für mich ein Ort der Ruhe und des Ausgleichs. Hier bin ich oft mit meiner Familie unterwegs - mit meiner Partnerin, unserem Sohn und unserem Hund. Schon früher bin ich mit meinen Eltern hier Schlitten gefahren. Diese gemeinsamen Erlebnisse verbinden mich bis heute mit dem Ort.
Vorbilder: Meine Eltern
Kontaktdaten zur Veröffentlichung:

Eine kurze Übersicht aller Direktkandidierenden für den Kreis Altenkirchen finden Sie hier.

Eine kurze Übersicht aller Direktkandidierenden für den Westerwaldkreis finden Sie hier. (Red)
Nachricht vom 19.02.2026 www.ak-kurier.de