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| Pressemitteilung vom 06.02.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Innovatives Projekt gegen Waldbrände: WiTAFFF startet in Rheinland-Pfalz |
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| Mit zunehmenden Hitzeperioden wächst auch in Rheinland-Pfalz die Gefahr von Waldbränden. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben sich mehrere Institutionen zusammengeschlossen und das Projekt WiTAFFF ins Leben gerufen. Ziel ist es, Forst- und Feuerwehrpersonal besser auf Wald- und Vegetationsbrände vorzubereiten. |
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Rheinland-Pfalz. Das Risiko für Waldbrände in Rheinland-Pfalz steigt durch immer heißere und trockenere Sommer. Obwohl die Zahl der Brände bisher vergleichsweise gering ist, zeigen Ereignisse wie die Hitzesommer 2003 und 2022 sowie der Brand am Hambacher Schloss, wie schnell sich die Lage verschärfen kann. Daher startete im Januar das Projekt WiTAFFF - WissensTransfer durch Aus- und Fortbildung für Forst und Feuerwehr - in einer Modellregion am Forstamt Otterberg.
Das Gemeinschaftsprojekt von Landesforsten Rheinland-Pfalz, der Branddirektion Frankfurt am Main und der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Geplant ist eine Laufzeit bis mindestens September 2027. Ziel ist es, zielgruppenspezifische Ausbildungskonzepte zu entwickeln und Erkenntnisse für das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz sowie das Waldbildungszentrum Hachenburg zu erarbeiten.
Modellregion Otterberg setzt Stufenplan um
Lydia Burkhardt, Projektleiterin bei Landesforsten Rheinland-Pfalz, erklärt: "Das Projekt ermöglicht es uns, praxisnahes Wissen aus Forschung und Erfahrung zu bündeln und passgenaue Schulungen für Forst und Feuerwehr zu entwickeln. Das geht weit über eine einfache Übung hinaus." Die Modellregion Otterberg dient als Testfeld für praxisnahe Schulungsmaßnahmen, die künftig landesweit genutzt werden sollen. Hierbei arbeiten die örtliche Freiwillige Feuerwehr und das Forstamt eng zusammen, um ein modulares Fortbildungskonzept mit Stufenplan zu entwickeln.
Der Stufenplan umfasst Grundlagenschulungen, gemeinsame Übungen zur Vertiefung der Zusammenarbeit sowie einsatzbezogene Trainings zur Koordination und Rollenklärung. Christian Scheidel, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, betont: "Für uns ist die Zusammenarbeit mit dem Forstamt Otterberg ein wichtiger Schritt, um unsere Einsatzkräfte gezielt auf Waldbrände vorzubereiten." Tobias Adam, Forstamtsleiter und Projektverantwortlicher vor Ort, ergänzt: "Als Forstamtsleiter begleite ich das Projekt, um praxisnahe Lösungen für Waldbrandschutz und Prävention zu entwickeln."
Das Projekt WiTAFFF ist Teil des FFFLab (ForestFireFighting TransferLaboratory), einem bundesweiten Netzwerk zur Förderung neuer Ansätze in der Prävention und Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. Die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg entwickelt Inhalte für Studium und Berufsausbildung, während die Branddirektion Frankfurt am Main ein Ausbildungskonzept inklusive einer Spezialeinheit "Vegetationsbrand" auf Kreisebene erarbeitet. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 06.02.2026 |
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