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| Nachricht vom 16.02.2026 |
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| Region |
| Altenkirchener Frauen-Tennisturnier kommt nach Auslosung nunmehr voll in Fahrt |
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| Das Tableau ist komplettiert: Nunmehr weiß jede der 32 Teilnehmerinnen am Hauptfeld der „Rewe Petz Ladies Open“ in Altenkirchen, wie schwer oder einfach ihr jeweiliger Weg bis hin zum Titelgewinn des mit 60.000 US-Dollar dotierten Tennisturniers um Weltranglistenpunkte am nächsten Sonntag ist. |
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Altenkirchen. Die Qualifikation ist zu den Akten gelegt, die Auslosung am Montagmittag (16. Februar) ebenfalls: Nun nimmt das 13. Tennisturnier um Weltranglistenpunkte in Altenkirchen, die „Rewe Petz Ladies Open“, Fahrt auf. Die Matches des Hauptfeldes beginnen am Dienstag, 17. Februar, am kommenden Sonntag, 22. Februar, steht fest, wer die 75 Zähler fürs internationale Ranking und die 9142 US-Dollar für den niederlagenfreien Durchmarsch einstreichen darf. Die topgesetzte Julia Avdeeva (Russland), immerhin die Beste der Jahre 2024 und 2025, startet gegen Eva Bennemann (Schwerte), die Liechtensteinerin Kathinka von Deichmann als Nummer zwei gegen Valentina Ryser aus der Schweiz, wie die Zuordnung der Paare unter Aufsicht von Oberschiedsrichter Dr. Nico Naeve (Köln) ergab und dem die Spielerinnen Valentina Ryser und Christina Bednarczyk (Mainz) assistierten. Der Wettbewerb im Burg-Wächter-Matchpoint im Sportzentrum auf der Glockenspitze ist in dieser Woche der weltweit dritthöchst ausgeschriebene Wettbewerb überhaupt. Welchen Stellenwert das einstmals als „AK Ladies Open“ ins Leben gerufene Event inzwischen hat, beweist ein Blick in den Terminkalender: Nur bei der 1000er-Konkurrenz in Dubai und den W-100-Spielen in Bengaluru (Indien) gibt es mehr Geld zu verdienen als in der kleinen Westerwälder Kreisstadt mit den Begegnungen unter dem W-75-Dach. Darüber hinaus wird noch in Macon (Frankreich/W50), Den Haag (Niederlande/W35), Las Vegas (USA/W35), Sharm El Sheikh (Ägypten/W15), Antalya (Türkei/W15), Monastir (Tunesien/W15), Manacor (Spanien/W15) und Palm Coast (USA/W15) serviert. Unter dem Strich waren bislang Spielerinnen aus 44 Nationen am Start des Tournaments unter Regie des Weltverbandes ITF. Die Zahl wird sogar noch übertroffen: In 56 Ländern können die Matches via Internet (https://www.itftennis.com/) gestreamt werden.
"Eine Mannschaft, eine Familie"
Inzwischen ist Razwan Mihai ein durch und durch erprobter Turnierdirektor, der seit Geburt des Spektakels im Jahr 2014 in Amt und Würden und parallel dessen Erfinder ist. Dass solch ein Turnier sich nicht von heute auf morgen auf die Beine stellen lässt, machte er noch einmal deutlich. „Die zwölfmonatige Vorbereitungszeit beginnt, wenn das Turnier gerade beendet ist“, erklärte er nach Abschluss der Qualifikation, „inzwischen klappt alles wunderbar. Das alles ist eine Mannschaft, eine Familie.“ Mihai nannte einzelne Bausteine wie beispielsweise Shuttle Service, Ballkinder oder Bespannungsdienst, die, zusammengefügt, das große und erfolgreiche Ganze ergäben. Er wies noch einmal darauf hin, dass ohne Sponsoren solch eine Veranstaltung gar nicht möglich sei. Mihai richtete vor dem Hintergrund kurzzeitig entstandener finanzieller Unsicherheiten einen eindringlichen Appell an die regionale Wirtschaft: „Bitte unterstützt das Turnier weiter.“ Maike Sanktjohanser, Geschäftsführerin von Rewe Petz, des Titelsponsors also, betonte, dass für ihr Unternehmen das Engagement für Vereine, Sport und Kulturelles wichtig sei. „Wir geben der Region etwas zurück“, meinte sie und machte die Beziehung zum Standort Altenkirchen deutlich, „wo wir 1968 unseren ersten und 2025 unseren 36. Markt eröffnet haben. Das Tennisturnier ist ein tolles Event für die Region“.
"Besonderes Merkmal für Altenkirchen"
Als „Alleinstellungsmerkmal“ stellte Fred Jüngerich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, die „Open“ für die Region dar, „auf die wir sehr stolz sind“. Mihai könne bei der Umsetzung über die ganzen Kooperationen froh sein, „jeder braucht jeden gegenseitig“, verdeutlichte Jüngerich. Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz charakterisierte das Turnier als „besonderes Merkmal für Altenkirchen". Darüber hinaus stellte er die Kommune als Tennis affin dar, indem er die Möglichkeiten, den „weißen Sport“ auszuüben, mit den Freiluft- und Hallenplätzen der ASG Altenkirchen und dem Schauplatz der „Open“ (Vier-Platz-Anlage) beschrieb. „Das gesamte Paket ist schön, das ist eine tolle Woche für die Mädels“, meinte Bundestrainer Torben Beltz, der voriges Jahr zum ersten Mal Gast auf der Glockenspitze war und seit Freitag (13. Februar) einen Lehrgang für den deutschen Nachwuchs organisiert hatte. „Wir haben viel trainiert, das ist ein toller Standort, um auch zu sehen, wie das Level der Mädels ist“, ergänzte er und rückte das Sportliche in den Vordergrund: „Das ist ein super Feld, ich hoffe, dass die deutschen Spielerinnen lange im Wettbewerb sind“. Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, wartete Alexandra Pohl vom Organisationsteam mit Fortschritten in der digitalen Welt auf: Eine Plattform, um Trainingszeiten zu buchen, und eine fürs Preisgeld wurden implementiert. Ihr Team und sie sehen sich als „Pioniere, was das anbelangt“. Aber: „Ganz abschaffen kann man das Tournament Desk wohl nicht.“
Wann gespielt wird
Der Zeitplan – Dienstag, 17. Februar, bis Freitag, 20. Februar, jeweils 10.30 Uhr Hauptfeld und circa 19 Uhr Night Session mit dem „Match des Tages“; Samstag, 21. Februar, circa 12 Uhr Einzel-Halbfinals, Doppel-Halbfinale; Sonntag, 22. Februar, circa 12 Uhr Doppel-Finale, im Anschluss Einzel-Finale. Die Eintrittspreise (jeweils Tageskarte/Kinder unter 6 Jahre haben freien Eintritt ohne Sitzplatzanspruch) – Dienstag, 17. Februar/Mittwoch, 18. Februar: 12 Euro Erwachsene (7 Euro Schüler); Donnerstag, 19. Februar: 16 Euro (11 Euro); Freitag, 20. Februar: 18 Euro (12 Euro); Samstag, 21. Februar: 26 Euro (16 Euro); Sonntag, 22. Februar: 28 Euro (18 Euro). Dauerkarte für die gesamte Turnierwoche 70 Euro (45 Euro). Karten online unter www.eventim-light.com/de oder an der Tageskasse. (vh) |
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