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| Nachricht vom 19.02.2026 |
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| Politik |
| Kandidat für die Landtagswahl 2026: Thomas Kölschbach (FDP) |
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| Am Sonntag, 22. März, stehen die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen 2026 an. Doch wer sind die Direktkandidierenden, denen wir unsere Stimme geben sollen, was sind ihre Vorstellungen und Ziele für unsere Region? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von Thomas Kölschbach (FDP) |
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Wahlkreis Altenkirchen. Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landtagswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Außerdem sind jegliche stilistische Hervorhebungen innerhalb der Antworten des Kandidierenden ebenfalls von diesen gesetzt. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von Thomas Kölschbach (FDP).
Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
2007 bin ich in die FDP eingetreten, weil ich an Freiheit, Eigenverantwortung und Fortschritt glaube. Seitdem engagiere ich mich in der Verbandsgemeinde Wissen, im Kreis Altenkirchen und auf Landesebene. Politik ist für mich eine soziale Verantwortung: Ich möchte die Lebensqualität in unserer Heimat sichern und weiter verbessern - mit pragmatischen Lösungen statt Ideologie.
Was muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern?
Rheinland-Pfalz braucht endlich mehr Tempo. Zu viele Entscheidungen dauern zu lange, die Verwaltung ist nicht digital genug, und unsere Schulen kämpfen mit Qualitätsproblemen. Gleichzeitig verliert der Wirtschaftsstandort an Attraktivität, weil Bürokratie und fehlende Infrastruktur Investitionen bremsen.
Im Kreis Altenkirchen sieht man das besonders deutlich: Unternehmen warten auf Genehmigungen, Schulen auf moderne Ausstattung und viele Orte auf verlässliche digitale Anbindung.
Kurz gesagt: Rheinland-Pfalz muss schneller, moderner und wirtschaftsfreundlicher werden - und im ländlichen Raum wie dem Kreis Altenkirchen zeigt sich, wie dringend das ist.
Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Wahlkreis stabil und zuverlässig bleibt?
Damit die Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz stabil bleibt, brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für Haus- und Fachärzte, schnellere Genehmigungen für neue Praxen und spürbare Entlastung in der Pflege. Digitale Angebote wie Telemedizin müssen stärker genutzt werden.
Im Kreis Altenkirchen wird das besonders sichtbar: Viele Hausärzte stehen kurz vor der Übergabe, Nachfolger fehlen, und manche Ortsteile sind medizinisch unterversorgt. Mobile und digitale Versorgungsmodelle können hier echte Lücken schließen.
Kurz gesagt: Landesweit bessere Strukturen schaffen - und im Kreis Altenkirchen gezielt Versorgungslücken schließen.
Was sind aus Ihrer Sicht die dringendsten Infrastrukturprobleme in Ihrem Wahlkreis (Straßen, Brücken, ÖPNV, digitale Netze) – und welche drei Projekte würden Sie in der nächsten Legislaturperiode priorisieren?
Rheinland-Pfalz kämpft mit maroden Straßen und Brücken, einem unzuverlässigen ÖPNV und zu langsamen digitalen Netzen. Diese Probleme treffen den ländlichen Raum besonders hart. Im Kreis Altenkirchen würde ich drei Projekte priorisieren:
Sanierung zentraler Verkehrsachsen
Landes- und Kreisstraßen müssen schneller erneuert werden, weil sie für Pendler und Betriebe unverzichtbar sind.
Stärkung des ÖPNV mit verlässlichen Taktungen
Bessere Anbindungen an die Bahnhöfe in Au, Wissen und Altenkirchen sowie flexible Angebote wie Rufbusse.
Flächendeckender Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk
Funklöcher und langsame Anschlüsse sind ein Standortnachteil - besonders für Unternehmen und Schulen.
Kurz gesagt: Landesweit modernisieren - und im Kreis Altenkirchen gezielt dort investieren, wo Menschen und Wirtschaft es am dringendsten brauchen.
Wo sehen Sie die Grenzen der Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung, und unter welchen Bedingungen befürworten Sie die Entnahme einzelner Tiere? Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz künftig politisch ausbalanciert werden?
Der Wolf gehört zum Artenschutz, aber seine Rückkehr stellt die Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen. Herdenschutz ist wichtig, stößt aber in der Praxis an Grenzen - besonders in Regionen mit vielen kleinen Betrieben und steilen, schwer zu sichernden Flächen.
Im Kreis Altenkirchen zeigt sich das sehr deutlich: Die Weidetierhaltung prägt Landschaft und Kulturlandschaftspflege, aber Wolfsrisse verunsichern viele Betriebe.
Ich befürworte die Entnahme einzelner Tiere, wenn
sie wiederholt Nutztiere reißen,
Herdenschutzmaßnahmen überwinden,
oder eine konkrete Gefahr für Weidetierhaltung und Tierwohl darstellen.
Politisch braucht es eine klare Balance: Naturschutz ernst nehmen, aber die Weidetierhaltung nicht gefährden. Dazu gehören unbürokratische Entschädigungen, praxistauglicher Herdenschutz und klare Regeln für Problemwölfe.
Welche drei wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie in Rheinland-Pfalz setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, insbesondere im industriellen Mittelstand und bei Start-ups?
Rheinland-Pfalz braucht eine Wirtschaftspolitik, die Mittelstand, Industrie und Start-ups stärkt. Meine drei Prioritäten:
Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungen
Unternehmen verlieren Zeit und Geld durch langwierige Verfahren. Wir brauchen digitale, verbindliche und schnelle Entscheidungen.
Technologieoffene Energie- und Innovationspolitik
Industrie und Mittelstand brauchen bezahlbare Energie und Freiräume für neue Technologien - von Wasserstoff bis KI.
Start-up-Förderung und Fachkräftegewinnung
Mehr Gründungszentren, weniger Hürden, bessere Finanzierungsmöglichkeiten und gezielte Fachkräftezuwanderung.
Im Kreis Altenkirchen profitieren davon besonders die vielen mittelständischen Betriebe, die dringend Planungssicherheit und moderne Rahmenbedingungen brauchen.
Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel (Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftemangel) nicht zulasten der ländlichen Räume geht?
Klimaschutz, Digitalisierung und Fachkräftemangel dürfen nicht dazu führen, dass ländliche Regionen abgehängt werden. Mein Konzept:
Digitale Infrastruktur zuerst im ländlichen Raum ausbauen, damit Homeoffice, Telemedizin und moderne Arbeitsplätze möglich sind.
Berufliche Bildung stärken, damit junge Menschen vor Ort Perspektiven haben.
Mobilität verbessern, damit Arbeits- und Ausbildungsplätze erreichbar bleiben.
Unternehmen im ländlichen Raum gezielt fördern, etwa durch Innovationsprogramme und steuerliche Entlastungen.
Im Kreis Altenkirchen ist das entscheidend, weil viele Betriebe auf gute Anbindung und Fachkräfte angewiesen sind.
Wie wollen Sie die Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz in den kommenden fünf Jahren gestalten – insbesondere mit Blick auf Unterrichtsqualität, Lehrkräftegewinnung, Inklusion, Digitalisierung der Schulen und Entlastung von Schülern und Lehrkräften?
Rheinland-Pfalz braucht eine Bildungspolitik, die Qualität vor Ideologie stellt. Meine Schwerpunkte:
Unterrichtsqualität erhöhen durch bessere Ausstattung, moderne Lernkonzepte und mehr Schulautonomie.
Lehrkräfte gewinnen durch attraktivere Arbeitsbedingungen, weniger Bürokratie und gezielte Quereinsteigerprogramme.
Inklusion praxistauglich gestalten, damit Schulen nicht überfordert werden.
Digitalisierung konsequent umsetzen: Glasfaser, WLAN, Endgeräte, Fortbildungen.
Schüler und Lehrkräfte entlasten durch weniger Verwaltungsaufwand und realistische Lehrpläne.
Im Kreis Altenkirchen kämpfen viele Schulen mit Lehrkräftemangel und digitaler Infrastruktur - hier muss das Land endlich liefern.
Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Ich bin in die FDP eingetreten, weil ich an ein Land glaube, in dem Freiheit, Eigenverantwortung und Fortschritt zusammengehören. Politik soll Menschen etwas zutrauen, nicht sie bevormunden. Diese Haltung prägt mich - und sie prägt die FDP.
Worüber können Sie lachen?
Über ehrlichen, intelligenten Humor - und manchmal auch über die kleinen Absurditäten des politischen Alltags.
Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Mich frustriert, wenn gute Ideen an Bürokratie scheitern oder wenn Menschen aus Prinzip blockieren, statt Lösungen zu suchen. Politik sollte Probleme lösen, nicht verwalten.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Rheinland-Pfalz startet Modernisierungsoffensive - Verwaltung digital, Schulen top, Wirtschaft im Aufschwung
Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Ich habe lange geglaubt, dass gute Argumente allein reichen. Heute weiß ich: Man muss sie auch verständlich, klar und nah an den Menschen vermitteln.
Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:
Weil ich Politik mit gesundem Menschenverstand, klaren Zielen und echter Bodenständigkeit mache. Ich kenne die Herausforderungen in Rheinland-Pfalz und im Kreis Altenkirchen. Ich höre zu, und ich will Dinge wirklich verändern - schneller, moderner, verlässlicher.
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Kurzer Steckbrief
Wohnort: Wissen
Geburtsdatum: 8. Juli 1964
Familienstand: seit 30 Jahren verheiratet
Beruflicher Lebenslauf/Ausbildung: Abitur; Wehrdienst; BWL-Studium; Dozent; Leitung des elterlichen Familienbetriebs (Handwerk Heizung, Klima, Sanitär) gemeinsam mit meinem Bruder, in dritter Generation
Politischer Werdegang: Verbandsgemeinderat (mit mehreren Ausschüssen) stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender; stellvertreter im FDP-Bezirksvorstand
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten:: Seit 24 Jahren Vorstandsmitglied in der Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt Wissen" mit rund 100 Mitgliedsgeschäften. Davon seit 18 Jahren 1. Vorsitzender.
Hobbys: Reisen
Drei Lieblingsorte im Wahlkreis: Die Eisdiele in Wissen
Ein lebendiger Treffpunkt, an dem viele Menschen aus der Region zusammenkommen. Hier entstehen Gespräche, Begegnungen und ein starkes Gefühl von Gemeinschaft.
Die Kroppacher Schweiz
Eine beeindruckende Landschaft, die zeigt, wie viel Natur- und Lebensqualität der Westerwald bietet. Ein Ort, der Ruhe, Weite und Verbundenheit mit unserer Region vermittelt.
Die Innenstadt von Koblenz
Ein urbaner Raum mit Geschichte, Kultur und Vielfalt. Für mich ein Ort, der zeigt, wie wichtig lebendige Innenstädte für Austausch, Begegnung und Lebensqualität sind.
Vorbilder: Ich orientiere mich an Menschen, die Verantwortung übernehmen, klar Haltung zeigen und gleichzeitig pragmatisch bleiben. Vorbilder sind für mich Persönlichkeiten, die mit Ausdauer, Integrität und einem klaren Wertekompass arbeiten - in der Politik, aber auch im Alltag. Entscheidend ist für mich nicht ein einzelner Name, sondern die Haltung: Probleme anpacken, Menschen ernst nehmen und Lösungen suchen, die wirklich weiterhelfen.
Kontaktdaten zur Veröffentlichung: E-Mail: tk@koelschbach.de; Telefon 0170 676 4429
Eine kurze Übersicht aller Direktkandidierenden für den Kreis Altenkirchen finden Sie hier. (Red) |
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