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Pressemitteilung vom 19.02.2026
Rheinland-Pfalz
Zunahme bei heimlichem Filmen: Polizei warnt vor "Upskirting" und "Downblousing"
Die Zahl der Fälle von heimlichem Filmen oder Fotografieren intimer Bereiche ist in Rheinland-Pfalz stark gestiegen. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Entwicklung und ruft Betroffene auf, sich zu wehren.
(Foto: Felix Zahn/dpa)Rheinland-Pfalz. In den vergangenen Jahren hat das heimliche Filmen oder Fotografieren unter Röcke oder in Ausschnitte in Rheinland-Pfalz erheblich zugenommen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, stieg die Zahl solcher Vorfälle von 34 im Jahr 2021 auf 60 im Jahr 2024 - ein Anstieg um etwa 76 Prozent. Seit 2021 sind diese Handlungen, bekannt als "Upskirting" und "Downblousing", strafbar. Bei einer Verurteilung drohen Geldstrafen oder Haftstrafen von bis zu zwei Jahren.

Unter dem Oberbegriff "Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen" fasst das LKA diese Zahlen zusammen. Ein Großteil der Fälle kann direkt dem "Upskirting" oder "Downblousing" zugeordnet werden, wie ein Sprecher in Mainz erklärte. Die Daten für 2025 stehen noch nicht zur Veröffentlichung bereit.

Ermittler berichten, dass viele Betroffene es nicht bemerken, wenn sie heimlich gefilmt oder fotografiert werden. Ein Beispiel aus Ludwigshafen zeigt dies deutlich: Ein Mann filmte in der Buslinie 77 eine junge Frau unter ihrem Kleid. Die 19-Jährige bemerkte dies erst, als der Unbekannte sie beim Aussteigen erneut filmte und entkam.

Die Polizei rät Opfern, sofort andere Personen auf sich aufmerksam zu machen und Strafanzeige zu erstatten, sobald sie eine solche Tat bemerken. (dpa/bearbeitet durch Red)

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