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Nachricht vom 25.02.2026
Rheinland-Pfalz
Ein Baum für jeden neuen Erdenbürger: Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf Klimaschutz
Die rheinland-pfälzischen Grünen setzen im aktuellen Wahlkampf auf Klimaschutz und Jugendförderung. Mit einem umfassenden Aktionsprogramm wollen sie die Wärmewende beschleunigen und Elektromobilität fördern. Spitzenkandidatin Katrin Eder stellt die Pläne in Mainz vor.
Grüne gehen in Schlussphase des Landtagswahlkampfs in Rheinland-Pfalz. (Foto: Michael Brandt/dpa)Mainz. Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben ihre Schwerpunkte für den Landtagswahlkampf vorgestellt. Ihr Programm mit dem Slogan "Schützen, was uns schützt" legt besonderen Wert auf Klima- und Naturschutzmaßnahmen. Am Mittwoch präsentierte die Spitzenkandidatin und Klimaschutzministerin Katrin Eder Einzelheiten zu den geplanten Projekten.

Ein zentrales Vorhaben ist das Pflanzen eines Baumes für jedes Neugeborene in Wohnortnähe. Diese Aktion soll Teil eines Umweltbildungskonzepts werden, das bereits in Kitas und Schulen aufgegriffen wird. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Wald zu stärken. Die Grünen planen dafür ein jährliches Budget von rund 2,5 Millionen Euro, sofern sie nach der Landtagswahl am 22. März weiterhin an der Regierung beteiligt sind.

Um die Elektromobilität zu fördern, wollen die Grünen Tausende Ladepunkte finanzieren. Dies soll insbesondere ländliche Gebiete und Mehrparteienhäuser betreffen. Jährlich sollen dafür zehn Millionen Euro bereitgestellt werden, um weiße Flecken im Land zu beseitigen. "Deswegen brauchen wir Tempo beim Ladesäulenausbau", betonte Eder.

Für die Wärmewende sieht das Aktionsprogramm finanzielle Hilfen vor. Dazu gehören ein sozial gestaffelter Wärmebonus sowie eine Warmmieten-Garantie bei energetischen Sanierungen. Hauseigentümer und Kommunen sollen Unterstützung für Wärmepumpen und Nahwärmenetze erhalten.

Katrin Eder bezeichnet sich selbst als Rock´n´Rollerin in der Politik und vergleicht ihren Stil mit einem schnellen Rhythmus, der durch Offbeats optimal klingt. Sie äußerte gegenüber der "Rhein-Zeitung", dass in Politik und Musik Regeln nur dann gut seien, wenn sie das bestmögliche Ergebnis für alle erzielen. Sie verriet auch, welchen Job sie gerne mal für einen Tag machen würde: Gewässerökologin. "Da würde ich kleine bedrohte Krebse, Muscheln und Fische aussetzen und so die Artenvielfalt zurück in unsere Gewässer bringen."

Die Grünen in Rheinland-Pfalz zählen laut Landeschef Paul Bunjes knapp 8.000 Mitglieder. Seit 2016 sind sie Teil der Landesregierung. Am 22. März steht die nächste Landtagswahl an. (dpa/bearbeitet durch Red)
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