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Pressemitteilung vom 25.02.2026
Politik
Rheinland-Pfalz: Landkreise pochen auf bessere Gesundheitsversorgung
Die Landrätinnen und Landräte in Rheinland-Pfalz haben ein Positionspapier an die künftige Landesregierung übermittelt. Darin fordern sie klare Maßnahmen zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. Besonders betont wird die Notwendigkeit einer besseren Unterstützung durch das Land.
Foto: PixabayMainz. Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, seit April 2013 im Amt und stellvertretender Vorsitzender des Landkreistages Rheinland-Pfalz, hat gemeinsam mit anderen Landrätinnen und Landräten Forderungen an die künftige Landesregierung formuliert. Das Positionspapier mit dem Titel "Schutz und Sicherheit in Gesundheit und Krisen" hebt die Verantwortung der Landesregierung für eine gute Versorgung vor Ort hervor.

Ihlenfeld betont, dass die Landkreise trotz rechtlicher Grenzen bereit sind, Veränderungen in der Gesundheitsversorgung aktiv zu gestalten. Die Forderungen beziehen sich auf die Qualität und Sicherung von stationären und ambulanten Angeboten sowie auf den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Auch die Rolle des Landes bei der Digitalisierung und Vernetzung wichtiger Akteure wird angesprochen.

Besondere Bedeutung messen die Landrätinnen und Landräte der Erreichbarkeit von Gesundheitsangeboten bei. Ihlenfeld fordert, dass Patientenströme besser gesteuert werden und Rettungswagen nicht unnötig lange nach einem Krankenhaus suchen müssen. Diese Anliegen sollten auch bei der Gesetzgebung berücksichtigt werden, wobei das Land über den Bundesrat Einfluss nehmen kann.

Markus Kieser, Verwaltungsdirektor des Kreiskrankenhauses Grünstadt, beschreibt die finanziellen Herausforderungen der Krankenhäuser. Zwei Drittel der Kliniken in Rheinland-Pfalz erwarten bis 2025 rote Zahlen. Kieser unterstreicht die Notwendigkeit eines langfristigen Finanzierungskonzepts, um die medizinische Versorgung auf hohem Niveau zu sichern.

"Kreiskrankenhäuser sind auch ein Stück Heimat", weiß Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Hier werde medizinische Leistung auf hohem Niveau gesichert, hier lebe Vertrauen und Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger. "Wenn man das vor Ort hat, will man es nicht aufs Spiel setzen." (PM/Red)
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