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| Pressemitteilung vom 02.03.2026 |
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| Region |
| Schließung der Schmerzambulanz in Altenkirchen: Kommunalpolitiker sind überrascht |
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| Die plötzliche Schließung der Schmerzambulanz und Schmerztagesklinik in Altenkirchen sorgt für Unruhe im Kreis. Die Entscheidung wirft Fragen zur Transparenz und Verantwortung im Gesundheitswesen auf. |
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Altenkirchen. Die sofortige Schließung der Schmerzambulanz und Schmerztagesklinik in Altenkirchen stellt die Region vor Herausforderungen. Viele Menschen sind fassungslos angesichts dieser Entwicklung, die ohne Vorwarnung bekannt wurde. Kommunalpolitiker erfuhren von der Schließung aus der Presse oder über persönliche Kontakte, was laut der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen im Kreistag Altenkirchen die fehlende Kommunikation seitens der Verantwortlichen verdeutliche. Eine proaktive Planung oder erkennbare Strategie für die medizinische Versorgung im Kreis Altenkirchen scheine zu fehlen. Stattdessen werde nur auf Vorgaben der Träger oder übergeordnete Strukturen reagiert. Maria Weller, Fraktionsvorsitzende der Grünen, kritisiert, dass interne Unternehmensentscheidungen die öffentliche Verantwortung zur gesundheitlichen Versorgung vernachlässigen dürfe. Gerade weil Dr. Josef Rosenbauer nicht nur CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, sondern auch Geschäftsführer der Diakonie ist, wäre ein offener Austausch zu erwarten gewesen.
Gesundheitswesen darf nicht der Rentabilität zum Opfer fallen
Auch die Fraktion Die Linke im Kreis Altenkirchen äußert sich besorgt über die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Kreistagsmitglied Julien Fleckinger betont, dass die Entscheidung für viele chronisch Schmerzkranke längere Wege und zusätzliche Belastungen bedeutet. "Gerade in einem Flächenkreis wie Altenkirchen ist eine wohnortnahe Versorgung keine Nebensache, sondern eine Frage der Lebensqualität und Sicherheit", erklärt Fleckinger.
Udo Quarz, Kreisvorsitzender der Partei Die Linke, fordert einen Kurswechsel hin zu mehr Transparenz und einer Rekommunalisierung der Gesundheitsversorgung. Er kritisiert die Entscheidung zur Trägerübernahme der Krankenhäuser durch das DRK vor mehr als 20 Jahren als fatal. Die Linke fordert vollständige Transparenz über die Hintergründe der Schließung, ein klares Bekenntnis des Landes zur Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung und eine langfristige Strategie zur Stärkung der Gesundheitsversorgung.
"Die Menschen im Kreis Altenkirchen haben ein Recht auf eine sichere, verlässliche und gut erreichbare medizinische Versorgung. Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Grundrecht", so Fleckinger abschließend. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 02.03.2026 |
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