| AK-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen |
|
| Pressemitteilung vom 10.03.2026 |
|
| Region |
| Interreligiöses Fastenbrechen in Altenkirchen: Ein Fest der Begegnung |
|
| In Altenkirchen fand ein besonderes Fastenbrechen im Rahmen des Ramadan statt, das Muslime und Christen zusammenbrachte. Organisiert von Oguz Alkan und Stephanie Neuhaus, bot die Veranstaltung eine Plattform für Austausch und Dialog. |
|
Altenkirchen. "Noch vor vier Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, eine muslimische Tradition unter einem christlichen Dach erleben zu können", sagte Oguz Alkan, der gemeinsam mit seiner Frau und anderen Familien ein festliches Mahl zum traditionellen Fastenbrechen im Ramadan ausrichtete. Die Einladung in das Altenkirchener Gemeindehaus erfolgte zusammen mit Stephanie Neuhaus von der "Aktion Neue Nachbarn" im Caritasverband Rhein-Sieg.
Alkan betonte, dass bei diesem Anlass Werte wie Toleranz und Offenheit im Mittelpunkt stehen sollten - ähnlich wie bei der Premiere des interreligiösen Fastenbrechens in Altenkirchen vor drei Jahren: "Ich hatte einen Tisch vorgefunden, der mit Respekt und Akzeptanz gedeckt war." Das diesjährige Fastenbrechen stand unter dem Motto: "Gemeinsam die Nächstenliebe aufblühen lassen."
Bürgermeister nahm teil
Die türkischen Organisatoren empfingen ihre nicht-muslimischen Gäste mit großer Gastfreundschaft. Viele Teilnehmer, darunter auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, Fred Jüngerich, erlebten diesen Iftar zum ersten Mal. Der Bürgermeister berichtete aus seiner Erfahrung als früherer Sozialamtsleiter: "Integration kann man nicht punktuell betreiben, sondern man muss immer wieder daran arbeiten." Er bedankte sich für die Einladung und sah darin eine Möglichkeit, den Dialog zu fördern.
Stephanie Neuhaus lud ausdrücklich dazu ein, Fragen zu stellen und den Austausch zu suchen. Auch viele Ehrenamtliche, die sich in Sprach- und Konversationskursen sowie Back- und Kochtreffs engagieren, nahmen teil. Für einige von ihnen war es ebenfalls eine neue Erfahrung, die Spannung vor dem Abenddämmerungseinbruch und die Vorfreude auf die gemeinsame Mahlzeit zu erleben.
Gebetsruf läutet das Fastenbrechen ein
Mehmet Ücok, Vorsitzender des Kunst- und Bildungsforums Bonn-Rhein-Sieg, übernahm den islamischen Gebetsruf Ezan, der das Ende des Fastentages markiert. Neun Frauen hatten für die große Gemeinschaft gekocht und präsentierten ein vielfältiges Buffet. "Diese Gastfreundschaft macht mich immer wieder sprachlos", sagte Stephanie Neuhaus und überreichte Blumen. Sie schloss sich dem Dank der Gäste an, die das Erlebnis als bereichernd empfanden. Organisator Alkan hob hervor: "Was die Aktion Neue Nachbarn macht, ist wertvoll für unsere Gemeinschaft." (PM/Red) |
|
| Pressemitteilung vom 10.03.2026 |
www.ak-kurier.de |
|
|
|
|
|
|