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| Nachricht vom 11.03.2026 |
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| Region |
| Nach Abriss eines Bäckerei-Shops in Kürze: Umgestaltung wirft Probleme auf |
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| Der Abriss des Ladenlokals der ehemaligen Bäckerei Schumacher in der Altenkirchener Innenstadt an der Brücke über den Quengelbach ist mit der Auftragsvergabe einen großen Schritt näher gekommen. Wie geht es nun weiter mit der frei werdenden Fläche mit Blick auf die Umgestaltung der Quengelbach-Aue? |
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Altenkirchen. Bald ist die Innenstadt von Altenkirchen um ein Ladenlokal ärmer. Der Abriss des nicht unterkellerten Flachbaus aus dem Jahr 1958, in dem die ehemalige Bäckerei Schumacher aus Eichelhardt über viele Jahre hinweg in der Wilhelmstraße 53 residierte, ist nur noch eine Frage der Zeit, der Auftrag bereits vergeben. An dessen Stelle wird kein neues Haus treten, sondern das Areal wird alsbald in die endgültige Planung der Aufwertung der Quengelbach-Aue zwischen Festplatz Weyerdamm und Mündung des Baches in die Wied einbezogen. Nach weiteren Untersuchungen sowie Abstimmungen mit Fachingenieuren und Statikern, so erfuhren die Mitglieder des Altenkirchener Stadtrates in ihrer Zusammenkunft am frühen Mittwochabend (11. März), war festgestellt worden, dass die Bodenplatte des Anwesens für eine Nutzung als Aufenthaltsbereich statisch wohl nicht geeignet ist und demnach „verschwinden“ könnte, weil sich Stützpfeiler in der Nähe des Bachlaufs befinden und unterspült sind. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Betonbereich bei den Abbrucharbeiten beschädigt werden könnte. Um einen Balkon oder Aufenthaltsbereich entsprechend der Präsentation von Landschaftsarchitekt Martin Heinemann zu realisieren, wäre der Bau einer Stahlbetonfläche in Form einer Kragplatte (Bereich ohne Pfeiler oder Stützen) erforderlich, die konstruktiv an die bestehende Brücke der B 8 über den Quengelbach angebunden werden müsste. Bei Umsetzung dieser Variante ist mit erheblichen Mehrkosten zu rechnen. Das Ingenieurbüro Martin Heinemann wurde bereits mit den Leistungsphasen 1 und 2 (Grundlagenermittlung und Vorplanung) für die Gestaltung des gesamten Quengelbach-Areals hinter der ehemaligen Bäckerei Schumacher zu einer Auftragssumme von 19.015 Euro beauftragt. Ist das Bäckerei-Gebäude erst einmal abgerissen, gilt es auch, die angrenzenden Giebelwände der beiden Nachbarhäuser „herzurichten“. Zunächst soll ein Brückengeländer zwischen den Häuserfronten für die nötige Sicherheit der Fußgänger sorgen. Nach derzeitigem Stand sind Kosten in Höhe von 140.000 Euro vorgesehen, die mit bis zu 70 Prozent aus dem Städtebauförderprogramm des Landes, „Wachstum und nachhaltige Entwicklung - Nachhaltige Stadt“, bezuschusst werden. Inwieweit letztendlich die Jugendkunstschule in der alten Sturm-Werkstatt in der Koblenzer Straße per pedes (und per Velo) entlang des Quengelbachs von der Wilhelmstraße aus erreicht werden kann, steht ebenfalls noch „in den Sternen“. Der Mietvertrag mit dem „Kunstforum Westerwald“, das die Räumlichkeiten derzeit als „Schaufenster“ für gestalterische Werke nutzt, wurde zum 30. April gekündigt. Apropos künstlerische Aufwertung der Quengelbach-Aue: Die große Sitzbank, die von Schülern der Jugendkunstschule und Einwohnern der Stadt geschaffen wird, soll in der Nähe des Eingangs zum Parc de Tarbes (zwischen ehemaligem Brunnen und heutigem Blumen-Rondell sowie Rewe-Petz-Supermarkt) ihren Platz finden.
Einstimmige Entscheidungen
Die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage und die Marktsonntage (Floh- und Trödelmarkt Parkplatz Weyerdamm) stehen fest – verkaufsoffene Sonntage: 3. Mai (Stadtfest), 11. Oktober (Herbstfashion) und 29. November (Weihnachtsmarkt); Marktsonntage: 31. Mai, 28. Juni, 26. Juli und 11. Oktober. Aus dem Topf zur Förderung der haus- und fachärztlichen Versorgung der Stadt erhält Lara Alina Faßbender, M.A. Pädagogin sowie ausgebildete Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, 12.500 Euro für die Übernahme einer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapiepraxis in Altenkirchen, die am 1. Juli eröffnet werden soll. Zur Ausweisung eines Gewerbegebiets im Bereich „Aufm Acker“ (rund 8,5 Hektar) in der Nähe der Kölner Straße (Sitz der Straßenmeisterei) in Richtung Driescheider Weg und DHL-Verteilzentrum (hinter Altenkirchener Autozentrale Sturm) muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, für diesen Schritt die Ausschreibung, um ein Planungsbüro zu verpflichten, auf den Weg zu bringen. Im noch wirksamen Flächennutzungsplan der ehemaligen Verbandsgemeinde Altenkirchen ist diese Fläche als gewerbliche Baufläche dargestellt. Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz sprach als Zeithorizont für die Realisierung von „zwei bis drei Jahren. Die momentane Grenzziehung ist lediglich vorläufig. Aufgrund des abschüssigen Geländes wird eine Terrassierung erforderlich“.
„Netto“-Erweiterung unterwegs
Der Weg durch die Instanzen wurde einstimmig angetreten: Um der Discounter-Kette „Netto“ die Vergrößerung der Fläche ihres Marktes im Gewerbegebiet an der Siegener Straße von rund 710 bis auf maximal 1200 Quadratmeter (ehemals DM-Ladenareal) zu genehmigen, erfolgte das grundsätzliche Okay für die Aufstellung der Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren, wurde der Bebauungsplanentwurf mit den Anlagen gebilligt und die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange verfügt. Besitzer der Immobilie (inklusive Toom-Baumarkt) ist die Unternehmensgruppe Widerker aus Stuttgart, der auch das Fachmarktzentrum auf dem Weyerdamm gehört. (vh) |
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