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Pressemitteilung vom 13.03.2026
Region
Altehrwürdige Riesen: Alte Eiche in der Weiherbach wird zum Naturdenkmal
In Berod bei Hachenburg wurde eine Stieleiche als Naturdenkmal ausgezeichnet. Damit ist die Eiche das 89. Naturdenkmal im Kreis Altenkirchen.
Alte Eiche in der Weiherbach (Fotos: Kreisverwaltung/Thorsten Stahl)Berod bei Hachenburg. Bei diesem Baum wird die Bedeutung "in die Jahre gekommen" ad absurdum geführt: Trotz beziehungsweise gerade wegen ihres Alters von rund 340 Jahren präsentiert sich diese Stieleiche in einem beeindruckendem Zustand. Der rund 20 Meter hohe Baum mit einem Stammumfang von rund 4,30 Meter ist ungewöhnlich ausladend, seine Äste beginnen bereits zwei Meter über dem Boden. Ein Geschenk der Natur, auf das der Mensch im Laufe der Zeit offenbar nur wenig Einfluss genommen hat. Kein Wunder also, dass nun eine besondere "Auszeichnung" fällig war: Die Eiche ist das Naturdenkmal Nr. 89 im Landkreis Altenkirchen.

Der Baum steht auf Grund und Boden der Ortsgemeinde Berod bei Hachenburg inmitten von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die offizielle Bezeichnung lautet "Alte Eiche in der Weiherbach". Die Gemeinde war es auch, die vor geraumer Zeit die Unterschutzstellung angeregt hatte. "Das ist für uns eigentlich immer der Idealfall, wenn die Menschen selbst erkennen und wertschätzen, was für herausragende Natur- und Landschaftselemente sich da vor ihrer Haustür befinden", so Jessica Gelhausen von der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Altenkirchen. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Stephan Müller war sie jetzt ausgerückt, um die Naturdenkmal-Plakette am Stamm anzubringen.

Die Naturschutzbehörde musste nicht lange überlegen, ob die Eiche die Kriterien für ein Naturdenkmal erfüllt. Und in der Tat wissen auch die Beroder, was sie an diesem Baum haben. "Wir hatten hier sogar schon eine Hochzeit", berichtete Müller. Mittlerweile steht direkt am Stamm auch eine kleine Bank - denn hier kann man wahrlich zur Ruhe kommen und die Seele baumeln lassen. Zu jeder Jahreszeit.

Die Liste der Naturdenkmäler im Kreis ist also nun erweitert worden. Momentan befinden sich drei weitere Bäume im Verfahren - wobei es sich bei einem Naturdenkmal nicht zwingend um besondere Bäume beziehungsweise Baumgruppen handeln muss. So gehören auch außergewöhnliche Felsformationen wie die Trödelsteine bei Emmerzhausen und der Druidenstein bei Herkersdorf dazu. Naturdenkmäler dürfen nicht beseitigt beziehungsweise zerstört oder in ihrer Funktionsfähigkeit und ihrem Erscheinungsbild beeinträchtigt werden. Da aber auch Bäume nicht unsterblich sind, gibt es aktuell noch 71 Naturdenkmäler im Kreis - eine einmal zugeteilte Nummer wird nicht erneut vergeben. (PM)
 
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