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Pressemitteilung vom 18.03.2026
Region
Altenkirchen: Sprachförderung in Kitas als Schlüssel zur Integration
Im Kreis Altenkirchen stehen die diesjährigen Fachtage des Kreis-Jugendamts ganz im Zeichen der frühkindlichen Sprachförderung. Experten und Fachkräfte diskutieren über neue Ansätze, um Kindern, insbesondere mit Migrationshintergrund, bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
Beim jüngsten Fachtag stellte Prof. Dr. Anja Wildemann (3.v.l.) mit ihrem Team das Forschungsprojekt "SiAb – Sprache im Alltag beobachten" vor. (Foto: Thorsten Stahl)Kreis Altenkirchen. Zahlreiche qualifizierte Mitarbeiter der Kindergärten versammelten sich im Wilhelm-Boden-Saal der Kreisverwaltung, um an einem bedeutenden Fachtag teilzunehmen. Im Rahmen der "Qualitätsentwicklung im Diskurs" (QiD), einer Kooperation mit dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB), lag der Fokus auf der Bedeutung von Sprache in der frühkindlichen Bildung.

Prof. Dr. Anja Wildemann von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau stellte ein neues Verfahren zur alltagsintegrierten Sprachbeobachtung vor, das sie mit ihrem Team entwickelt. Dieses Projekt, bekannt als "SiAb - Sprache im Alltag beobachten", zielt darauf ab, Fachkräften ein flächendeckendes Beobachtungsverfahren zur Verfügung zu stellen. "Neu dabei ist, dass wir dies in enger Kooperation mit den Fachkräften entwickeln wollen", erklärte Prof. Wildemann.

Kreisbeigeordneter Benjamin Geldsetzer betonte in seiner Eröffnungsrede die immense Bedeutung der Sprachförderung, besonders für Kinder mit Migrationshintergrund: "Jedes Kind muss die Chance haben, Deutsch gut zu lernen. Das ist eine entscheidende Grundlage für den weiteren Bildungsweg, für Teilhabe und gelingende Integration." Sein Dank galt den Kita-Teams, die sich dieser Aufgabe mit großem Engagement widmen.

Das Forschungsprojekt soll bis 2028 laufen und etwa 300 Kitas einbinden. Derzeit nehmen rund 100 Einrichtungen teil, darunter die Kitas St. Jakobus und "Traumland" in Altenkirchen sowie die kommunale Kita Rott. (PM/Red)
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