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Pressemitteilung vom 23.03.2026
Region
Illegale Windelentsorgung belastet die Region Hamm
In der Verbandsgemeinde Hamm häufen sich in letzter Zeit illegale Müllablagerungen von Windeln. Diese Entwicklung ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern hat auch weitreichende ökologische und ökonomische Konsequenzen.
Symbolbild: Pixabay.Hamm. Die Entsorgung von Wegwerfwindeln stellt zunehmend eine Herausforderung dar. Durchschnittlich verbraucht ein Kind bis zum Trockenwerden etwa 5.000 Windeln, was einer Tonne Abfall entspricht. Mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung nimmt auch der Verbrauch von Erwachsenenwindeln zu. Aktuell machen Wegwerfwindeln rund sieben Prozent des Restmülls in Deutschland aus. Würden sie nicht verbrannt, benötigten sie etwa 500 Jahre, um vollständig zu verrotten. Eine nachhaltige Alternative bietet die Nutzung von Stoffwindeln.

In der Verbandsgemeinde Hamm sind seit einigen Monaten größere Mengen an Windeln als "Wilde Müllablagerungen" aufgetreten. Dies beeinträchtigt nicht nur das Landschaftsbild, sondern kann auch Boden, Grundwasser und Luft gefährden. Zudem besteht eine Infektions- und Verletzungsgefahr für Mensch und Tier. Der dadurch entstehende ökologische und ökonomische Schaden muss letztlich von den Bürgerinnen und Bürgern über Steuern und Gebühren getragen werden.

Diese Form der illegalen Abfallbeseitigung verstößt gegen das Abfallrecht und wird bei Bekanntwerden der Verursacher mit Bußgeldern oder sogar als Straftat geahndet. Die Verbandsgemeinde und der Landkreis Altenkirchen bringen alle bekannt gewordenen Fälle zur Anzeige. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises appelliert daher an die Verursacher, ihren Abfall ordnungsgemäß über die vorhandenen Entsorgungsmöglichkeiten zu entsorgen. PM/Red
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